MELLRICHSTADT

SuedLink nüchtern diskutieren

Zehn Jahre Bürgermeister in Mellrichstadt: Dafür gab es für Eberhard Streit (links) aus der Hand von Thomas Dietz einen zehnjährigen Single Malt für das gute Wirken für die Stadt.
Zehn Jahre Bürgermeister in Mellrichstadt: Dafür gab es für Eberhard Streit (links) aus der Hand von Thomas Dietz einen zehnjährigen Single Malt für das gute Wirken für die Stadt. Foto: G. Fischer

Noch stecken die Pläne für die SuedLink-Trasse in den Anfängen. Weil aber plötzlich der Landkreis Rhön-Grabfeld und insbesondere der Altlandkreis in einen möglichen Korridor fällt, herrschte bei der Stadtratssitzung Diskussionsbedarf.

Bürgermeister Eberhard Streit, der am Mittwoch eine Infoveranstaltung des Netzbetreibers Tennet in Würzburg besuchte, sprach von einer vorbildlichen Bürgerbeteiligung. Es liege nur ein Variantenpapier vor vor dem offiziellen Planungsverfahren. „Wir werden das sachlich und nüchtern diskutieren, so wie wir es in Mellrichstadt gewohnt sind“, sagte Streit.

Die Erdverkabelung würde in eineinhalb Meter Tiefe erfolgen, eine landwirtschaftliche Nutzung sei hinterher wieder möglich, habe man ihm bei Tennet gesagt, so Streit. „Wir werden uns konstruktiv an der Diskussion beteiligen“.

Streit selbst glaubt nicht, dass die Routen durch den Altlandkreis die bevorzugte Trasse sind, sie würde nämlich den längsten und damit teuersten Weg nach Grafenrheinfeld nehmen. Man wolle sich nicht um die Trasse bewerben. Sollte es aber am Ende soweit kommen, könnte gar eine Netzverstärkung möglich sein, spekulierte Stadtrat Thomas Dietz.

60 000 Euro Zuschuss gibt die Stadt für den Anbau eines WC an das Schützenhaus Mühlfeld, im August wurde bereits eine Rate von 30 000 Euro überwiesen. Das Ratsgremium lobte den Einsatz der Mühlfelder für das Projekt.

Für die Waldbewirtschaftung hat der Stadtrat eine Harvester-Ausschreibung in Höhe von rund 47 000 Euro an die Firma FSH Nordheim vergeben.

Der Stadtrat will in nächster Zeit über die Gebührenstaffelung für die Nutzung von öffentlichem Grund beraten, wofür Sondernutzungsgebühren anfallen. Nachdem einige Gastronomen um eine Gebührensenkung bitten, andererseits der Verwaltungsaufwand dafür unverhältnismäßig hoch wäre, wird erst einmal die Gebührensatzung für die Sondernutzung aufgehoben, die Sondernutzungssatzung selbst bleibt bestehen.

Keine Einwände hat die Stadt gegen den Bau einer Trafostation in der Industriestraße durch das Überlandwerk Rhön. Von der Firma liegt auch ein Angebot über den Einbau einer Elektroladestation für E-Bikes am Bürgerhaus vor. Rund 4200 Euro würde die Installation kosten. Der Stadtrat beauftragte am Donnerstag die Verwaltung, weitere Angebote einzuholen.

Unter dem Punkt Verschiedenes sprach sich Stadtrat Robert Mack dafür aus, den Stumpf der abgesägten Linde am Großenberg zu erhalten, weil viele Bürger Erinnerungen mit dem Baum teilten. Bürgermeister Streit sicherte dies zu, die Minimalsicherung sei gewährleistet.

Eberhard Clarenbach hatte Fragen zum Umzug des Netto-Marktes vom Beethovenweg in den Loh. Von einem Zeitplan weiß man in der Stadt nichts. Aber der Mietvertrag im Beethovenweg läuft wohl noch bis Ende 2019, solange wäre theoretisch eine Nachnutzung blockiert.

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