Sulzfeld

Sulzfeld: Gemeinde muss Platz für die vielen Kinder schaffen

Weil eine dritte Krippen-Gruppe notwendig wird, muss der geplante Hortanbau an die Schule  größer ausfallen. Gemeinde bietet Holz günstig an.
Gut 2500 Kubikmeter Schlamm förderte der Spezialbagger aus den Klärteichen 2 und 3 der Anlage in Kleinbardorf.
Gut 2500 Kubikmeter Schlamm förderte der Spezialbagger aus den Klärteichen 2 und 3 der Anlage in Kleinbardorf. Foto: Jürgen Heusinger

In der Gemeinde Sulzfeld gibt es immer mehr Kinder. Die an sich gute Nachricht zwingt die  Gemeinde aber auch zu höheren Investitionen. So wurde bei der Berechnung des Kindergartenbedarfsplans für die nächsten Jahre ein größerer Raumbedarf deutlich. Fehlen in den Jahren 2021/2022 und 22/23 noch jeweils fünf Plätze so sind es danach neun und 2024/25 sogar 13 Plätze, wenn man davon ausgeht, dass auch künftig im Schnitt 20 Kinder neu angemeldet werden, wie das in den zurückliegenden Jahren der Fall war.     

Gemeinderatsitzung fand aus Sicherheitsgründen in der Höhberghalle statt

In der Gemeinderatssitzung, die in der Höhberghalle stattfand, um den notwendigen Sicherheitsabstand zwischen den Teilnehmern zu gewährleisten, ging es darum Wege zu finden, um der Herausforderung gerecht zu werden. Nach einer Aussprache einigte sich das Gremium schließlich darauf, die geplante Baumaßnahme an der Grundschule zu vergrößern. Dort sollen nicht nur ein Kinderhort Aufnahme finden, sondern auch die Vorschulkinder und eine der beiden Regelkindergarten-Gruppen. Dann wäre im Kindergartengebäude genug Platz für die notwendige dritte Krippen-Gruppe und eine Kindergartengruppe, wie Bürgermeister Jürgen Heusinger im Gespräch mit dieser Redaktion erklärte.    

Neben einer Reihe von von positiv beschiedenen privaten Bauanträgen - ein Wohnhausanbau, ein Schuppen mit Carport und ein Zaun, jeweils in Sulzfeld - diskutierten die Räte noch einmal über den Umbau der ehemaligen Sparkassenräume für Gemeindezwecke und den Einbau eines Aufzugs in das Haus des Gastes. Dabei kam man unter anderem überein, einen Zuschussantrag bei der  Regierung von Unterfranken zu stellen.     

Die neuen Gemeinderäte waren in der jüngsten Sitzung alle mit dabei 

Mit dabei in der Sitzung waren übrigens auch die sieben neuen Gemeinderäte, die in weniger als einem Monat ihr Ehrenamt antreten werden. Bis zur konstituierenden Sitzung am 5. Mai will das Gremium noch zweimal zusammenkommen, um die künftigen Kommunalpolitiker über wichtige Maßnahmen, wie die Schlosssanierung oder die geplante Umgehungsstraße zu informieren.    

Dabei erfuhren die Neuen aktuell auch aus erster Hand, wie es um den Sulzfelder Gemeindewald bestellt ist. Nachdem bereits im Herbst rund 1000 Festmeter Fichtenholz geschlagen wurden, die vom Borkenkäfer geschädigt waren, ist derzeit der Harvester wieder unterwegs, um abermals 1000 Festmeter Käferholz zu ernten. Die Stämme müssen noch aus dem Wald geschafft und in sicherer Entfernung beim Sportplatz gelagert werden, wie Heusinger weiter informierte. Weil die Fichtenstämme auf dem Holzmarkt derzeit keine Käufer finden, bietet die Gemeinde das Holz für 20 Euro pro Ster an Privatleute an, die bereit sind, das Holz vor Ort zu machen.     

Noch vor Inkrafttreten der verschärften Düngeverordnung hat die Gemeinde die Klärteiche 2 und 3 der Anlage in Kleinbardorf entschlammen lassen, um die gut 2500 Kubikmeter noch einmal auf Felder aufbringen zu dürfen. Künftig soll das nicht mehr erlaubt sein, der Schlamm muss dann kostspielig getrocknet werden. "Jetzt haben wir für die nächsten 15 bis 20 Jahre unsere Ruhe", so Heusinger, der die verantwortlichen Politiker dazu auffordert, die Kosten für die Klärschlammentsorgung nicht ins Uferlose wachsen zu lassen.       

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