BAD KÖNIGSHOFEN

„Swingende Klarinetten“ und „Böhmischer Wind“

Die „Eghalanda Musikanten“ gastierten und begeisterten mit ihrem Galakonzert in Bad Königshofen.
Die „Eghalanda Musikanten“ gastierten und begeisterten mit ihrem Galakonzert in Bad Königshofen. Foto: Dirk Weippert

Die „Eghalanda Musikanten“ gastierten bereits zum zweiten Mal in Bad Königshofen und begeisterten die Zuhörer in vollem Konzertsaal.

Es gibt viele Musikkapellen in Deutschland, die sich dem Namen des Originals, also der legendären „Original Egerländer Musikanten“, annehmen und die Musik des ungekrönten Königs der Blasmusik, Ernst Mosch, weitertragen. So auch die „Eghalanda Musikanten“ aus Münnerstadt. Unter der neuen Leitung von Manfred Heiß zeigten sie ihr Können in der Frankentherme.

Nicht nur äußerlich in original Egerländer Tracht, sondern auch musikalisch erinnerten sie an das Original. Sie brachten eine breite Palette selten gespielter Titel aus der Feder von Mosch und Evergreens wie den „Astronauten Marsch“ „Im Wäldchen“ und „Mein Herz schlägt nur für dich“ zu Gehör. Die 21 Vollblutmusikanten brachten das Publikum in beste Stimmung und berührten die Herzen der Zuhörer mit ihrer sehr gefühlvollen Interpretation.

Die Solisten bei „Swingende Klarinetten“ und beim „Lieblingstrommler“ brillierten und bildeten die Höhepunkte im Programm. Auch etwas modernere Klänge durften nicht fehlen. So glänzte Christa Straub beim „Song für Generationen“, und die im Happysound verpackten Egerländer Schmankerl kamen an.

Mit kräftiger Stimme sangen die Besucher bei der Polka „Egerland Heimatland“ mit, und manch Träne wurde verdrückt, als mit dem Walzer „Böhmischer Wind“ die Erinnerung an die alte Heimat geweckt wurde. Nicht enden wollender Applaus wurde mit mehreren stilgetreuen Zugaben belohnt.

Sollte der „König der Blasmusik“ irgendwo „da oben“ gesessen und dem Konzert gelauscht haben, er würde vermutlich sagen: „Meine Herren (meine Damen) – das is' es!“ Das wohl größte Lob, das Ernst Mosch zu seinen Lebzeiten und seinen Musikern gegenüber jemals über die Lippen kam.

Christa und Marco Straub hatten die Idee, das Orchester vor über zwei Jahren zu gründen. Zusammen mit Thomas Reuß, Günther Sollner und André Degand konnten sie ihren Traum verwirklichen.

Durch das Programm führte Karl Graf zu Castell-Rüdenhausen, der aus seiner Zeit als „Pressesprecher“ von Ernst Mosch berichtete und humorvolle Gedichte zum Besten gab. Der Bayerische Rundfunk nahm das Konzert auf und wird Ausschnitte daraus voraussichtlich am 24. Februar auf dem digitalen Radiosender „Bayern Heimat“ senden.

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