Bad Königshofen

Timo Boll im Grabfeld: Jürgen Halbig grüßt Onkel Horst in Kiel

Sport-Größen unter sich: Timo Boll, Deutschlands Vorzeige-Tischtennisspieler, wird von ZDF-Sport-Moderator Jochen Breyer interviewt. Diesen nicht alltäglichen Moment im Grabfeld hält TSV-Manager Andy Albert per Handy fest. Foto: Michael Nöth

Kilian Ort war dieses Mal Oliver Kahn. Der derzeit verletzte Bad Königshöfer Tischtennis-Spieler fungierte beim Highlight-Spiel der TTBL gegen Borussia Düsseldorf als Experte. An der Seite von Jochen Breyer. "Als ich gehört habe, dass Kahn zu Bayern geht, dachte ich mir: 'Dann mach ich das mal'", sprach Ort ins Mikrofon des bekannten ZDF-Sportmoderators.

Neuer Job: Der derzeit verletzte Kilian Ort stand Jochen Breyer im TTBL-Spiel gegen Düsseldorf als Experte zur Seite. Foto: Michael Nöth

Der Gastgeber des Aktuellen Sportstudios war aber nicht der einzige Sport-Promi, den es zu diesem Spiel in das Grabfeld gezogen hatte. In der Gunst der Autogramm-Jäger lag der berede Blonde mit den weißen Sportschuhen nur ganz leicht hinter einem gewissen Timo Boll.

Fan-Knäuel um Timo Boll

Foto-Wünsche als Selfie oder Gruppenbild, Autogramme auf Tischtennis-Schlägern und TSV-Programmheften - das alles wollte einfach nicht abreißen nach dem Spiel. In jeder Ecke bildete sich ein Knäuel Fans um den besten deutschen Tischtennis-Spieler. "Das ist Timo gar nicht hoch genug anzurechnen, was er an diesem Abend nach dem Spiel an Fan-Anfragen alles abgearbeitet hat", urteilte Breyer über die Locker- und Aufgeschlossenheit von Boll. Der 36-jährige Journalist weiß sehr genau, wie sich Profi-Sportler auch verhalten können in solchen Situationen. "Das ist sehr bemerkenswert!"

Gefragt: Timo Boll ließ sich gerne fotografieren in Bad Königshofen nach dem 3:1-Sieg seiner Borussia Düsseldorf. Foto: Michael Nöth

Das waren aber nicht die einzigen Eindrücke, die Jochen Breyer aus dem Grabfeld mitgenommen hat nach dem 3:1-Sieg der Düsseldorfer. "Hängen bleibt die fantastische Stimmung in der Halle und das Tischtennis-Märchen in dem Ort dieser Größe. Da hat mir Oliver Haschke, über den ich hierhergekommen bin, wirklich nicht zu viel versprochen!" Das sei ein tolles sportliche Event gewesen mit einer Fairness, die selbst er als weit gereister Sport-Journalist eher selten zu sehen bekommt. "Mir ist in vielen Momenten das Herz aufgegangen", erzählte er von den kurzweiligen Stunden in der Shakehands-Arena. 

Halbigs Hilfe hat den Spaß beflügelt

Dazu beigetragen haben nicht nur die Spieler an der Platte, sondern auch sein Moderatoren-Kollege Jürgen Halbig. Der TSV-Hallensprecher hatte schon zuvor von Breyers Lockerheit und Professionalität geschwärmt. Das Lob bekam Halbig vom Sportstudio-Mann sofort zurück: "Jürgen hat mir extrem geholfen. Ich bin ja nicht so der große Tischtennis-Kenner. Seine Hilfe hat den Spaß beflügelt, den ich in Bad Königshofen hatte!"

Wie gesucht und gefunden: Jochen Breyer konnte sich auf seinen Moderationskollegen Jürgen Halbig bestens verlassen. Foto: Michael Nöth

Ob das nun die elf Tage Altersunterschied waren, die Timo Boll und Bastian Steger trennten, oder die Anzahl der Weltranglistenplätze von Deutschen gegenüber Asiaten - Halbig half mit seinem Tischtennis-Wissen gerne für Breyer aus. Nur diese eine Sache musste der etatmäßige Königshöfer Sprecher selbst loswerden. Vor fünf Jahren, so begann er dem Publikum zu erzählen, habe er seinem Onkel in Kiel versprochen, dass der TSV Bad Königshofen so lange an seinem Aufstieg arbeite, bis Timo Boll hier spielt. "Und jetzt, lieber Onkel Horst, hier ist er!", moderierte Halbig den mehrfachen Tischtennis-Europameister mit lauter werdender Stimme an - in dem Wissen, dass in Kiel einer am Livestream sitzt, dessen Puls nun höher schlug.

Breyer: Da kann sich der Fußball was abschauen

Der Puls-Schlag in der Shakehands-Arena nahm vor allem beim Spiel der beiden Routiniers Boll und Steger nochmals zu. Als der "Basti" dem "Timo" den ersten Satz abgenommen hatte, war die typische Königshöfer Atmosphäre förmlich zu greifen. "Das war Gänsehaut. Da kann sich der Fußball was abschauen", bekannte Breyer hernach. Es sei generell schade, dass die sogenannten Randsportarten im Schatten des Fußballs stehen.

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Er selbst sei an diesem Tag, der mit einem gemeinsamen Abendessen im Schlundhaus ausklang, ein größerer TSV-Tischtennis-Fan geworden, als er sich das vorher selbst vorgestellt hatte. "Wenn Königshofen in die Play Offs kommt und ich terminlich Zeit habe, bin ich wieder mit von der Partie!", sagte Breyer. Zudem habe er als ausgesprochener Asien-Fan guten Kontakt mit TSV-Sponsor Aikito Kotani aufgenommen. Der Tokioter habe sich mit dem Sportmoderator schon verabredet zu den Olympischen Spielen im August 2020. "Wenn Timo Boll gegen Mizuki Oikawa im Finale steht, ist das das nächste Highlight-Spiel", scherzte Breyer.

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