Bad Königshofen

Timo Boll kam mit dem Wohnmobil nach Bad Königshofen

Ein ganz Großer seines Sports: Timo Boll trug sich am Montag im Beisein von Bürgermeister Thomas Helbling (rechts) und Kurdirektor Werner Angermüller ins Goldene Buch der Stadt Bad Königshofen ein - mit seiner starken linken Hand, natürlich. Foto: Alfred Kordwig

Am Tag nach dem Bundesligaheimspiel des TSV gegen Borussia Düsseldorf war Tischtennis-Legende Timo Boll  schon wieder ganz entspannt. Gerne nahm der 38-jährige Weltklassespieler und mehrfache Olympiateilnehmer eine Einladung von Bürgermeister Thomas Helbling an, sich in der Frankentherme ins Goldene Buch der Stadt Bad Königshofen einzutragen.

Dass sich Boll nicht im altehrwürdigen Rathaussaal, sondern im Foyer des Kurzentrums im Gästebuch der Stadt mit seiner Unterschrift verewigte, hatte einen besonderen Grund: Boll übernachtete nicht im Hotel, sondern war bereits am Samstag mit dem Wohnmobil nach Bad Königshofen gekommen, wo er sein Gefährt für zwei Nächte auf dem Reisemobilstellplatz an der Frankentherme abgestellt hatte.

Begeisterter Reisemobilist

Timo Boll und seine Familie haben sich das Wohnmobil vor einigen Jahren zugelegt und sind mittlerweile zu begeisterten Anhängern dieser Urlaubs- und Reiseform geworden. So war er im Sommer mit Frau und Tochter zu einer mehrwöchigen Urlaubsfahrt mit seinem Camper aufgebrochen. „Ich nutze das Reisemobil aber auch beruflich, wenn ich damit zu Auswärtsspielen oder zum Training nach Düsseldorf fahre.“ Kurz vor der Rückfahrt am Montagvormittag nach Höchst im Odenwald, wo der Tischtennisprofi unweit der bayerischen Grenze mit seiner Familie lebt, ist er voll des Lobes, was den Bad Königshöfer Reisemobilstellplatz betrifft: „Der Platz ist überragend“, attestierte er. Auch von der Therme selbst und der Küche im Restaurant der Frankentherme seien er und seine Familie ganz angetan gewesen. "Allerdings hat meine Frau am Sonntagfrüh keinen Bäcker gefunden", lachte Boll schon am Sonntag in der Halle. Was aber offensichtlich an der zu frühen Stunde lag.

Prallvoller Terminkalender

Der Tischtennis-Star würde gerne öfters mit seiner Familie im Wohnmobil unterwegs sein. Sein prall gefüllter Terminkalender macht ihm da aber einen Strich durch die Rechnung. In wenigen Tagen schon steht das nächste Bundesliga-Match seiner Düsseldorfer gegen den TTC Neu-Ulm an. Anschließend geht es mit dem Flieger nach Japan, wo er Termine mit einem Sponsor hat. Dazu kommen in den nächsten Monaten Bundesliga- und Pokal-Einsätze, Spiele in der Champions-League oder Auftritte bei diversen Turnieren, bevor es langsam ernst wird mit der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio. „Bis dahin geht es bei mir wirklich Schlag auf Schlag“, deutet Timo Boll an, dass er bis zum Sommer nächsten Jahres kaum Zeit haben wird für längere Reisen mit dem Wohnmobil.

„Bürgermeistersekt“ als Präsent

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch gaben Bürgermeister Thomas Helbling und Kurdirektor Werner Angermüller dem Gewinner zahlreicher Internationaler Meistertitel und Fahnenträger der Olympia-Mannschaft von Rio noch einige Informationen über Stadt und Kurbetrieb mit auf den Nachhauseweg. Dem Tischtennis-Bundesligateam des TSV zollte Timo Boll am Ende seines Besuchs in Bad Königshofen Respekt. „Ich hoffe sehr, dass Kilian Ort bald wieder fit ist“, wünschte er dem TSV-Eigengewächs eine schnelle Genesung von seiner Leistenverletzung.

Das TSV-Organisationsteam bekam praktisch zeitgleich ein ähnlich großes Lob. Andreas Haben, in der TTBL-Geschäftsstelle für die Online-Medien zuständig, schickte an Andy Albert und Udo Braungart eine lange Whats App-Nachricht, "weil dies ja im kurzlebigen TT-Alltag etwas zu kurz kommt!" Die TSV-Heimspiele seien tolle Events mit einer grandiosen Stimmung. "Die Organisation ist wirklich top, stellvertretend möchte ich hier Andre Ankenbrand hervorheben, der ganz gewissenhaft und sehr professionell mit uns zusammenarbeitet", so der TTBL-Mann. Auch die beiden Kommentatoren waren wirklich spitze und nochmals ein großer Gewinn für den Livestream, schließt Haben sein TSV-Lob.

Den „Bürgermeistersekt“ als Abschiedsgeschenk: Timo Boll (links) freut sich über das Präsent, das ihm von Bürgermeister ... Foto: Alfred Kordwig

Mit dem Bürgermeistersekt als Geschenk der Stadt unter dem Arm machte sich Timo Boll auf den Weg zu seinem Reisemobil. "Den werde ich frühestens Silvester öffnen!", sagte der Weltklassespieler. Dann wird er beim Anstoßen auf das neue Jahr auch an die entspannte Zeit in Bad Königshofen denken.

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