Trappstadt

Trappstädter Faschingszug trotzt Wind und Regenschauern

Mit viel Liebe zum Detail selbst gebaut: Das Piratenschiff 'Black Bier' segelte beim Trappstädter Faschingszug mit, Rumfässer und Schatzkisten durften nicht fehlen.
Mit viel Liebe zum Detail selbst gebaut: Das Piratenschiff "Black Bier" segelte beim Trappstädter Faschingszug mit, Rumfässer und Schatzkisten durften nicht fehlen. Foto: Regina Vossenkaul

"Absagen war keine Option", war von vielen Akteuren zu hören, die sich vor dem Faschingszug in Trappstadt am Startpunkt versammelten. Von der Wettervorhersage mit Sturm und Regen ließ sich niemand abschrecken. "Wir haben schon Schlimmeres erlebt", war zu hören und "Wenn die Trappstädter sich was vorgenommen haben, ziehen sie es auch durch." Die Optimisten behielten recht, denn während sich der Gaudiwurm mit viel "Helau" durch den Ort schlängelte, hielt sich der Wind in Grenzen und vereinzelte Regentropfen störten kaum.

Schon eine Dreiviertelstunde vor Zugbeginn waren die ersten Wagen und Gruppen vor Ort und legten letzte Hand an. "Homer Simpson" stand noch gut bedacht in einer Scheune, außerdem ist er mit Klarlack relativ wetterfest, wie die Gruppe "Uwe Krämer" mitteilte. Musikkapellen spielten sich warm und Zugmarschall Markus Reder ordnete die 38 angemeldeten Gruppen. "Wir kommen mit einem blauen Auge davon", sagte der Zugmarschall zum Wetter. Er freute sich über die vielen Zuschauer und darüber, dass das Konzept des TCV weiterhin aufgeht.

Keine Musikwagen

Ein Zug für alle Generationen soll es sein, Musikwagen sind ausgeschlossen und große Traktoren nicht zugelassen. "Das ist ja keine Landmaschinenschau", so Reder. "Die Kinder sind warm angezogen, denen macht das Wetter nichts aus", sagte ein Vater, der mit einem Teil der Kindergartengruppe in einer windstillen Ecke auf den Einsatz wartete. "Tiere des Waldes" stellte die Gruppe vor, samt Jäger, Jägerstand, Futterkrippe, Fliegenpilzen, Reh, Hirsch, Igel, Fuchs, Maus, Igel und Eule.

Dann setzte sich der Zug in Bewegung, angeführt erneut von der Samba-Gruppe Tucurui aus Coburg, die gleich Stimmung in die Reihen der zahlreichen Zuschauer brachte. Kaffeetassen auf zwei Beinen folgten, dahinter die Mottogruppe "Walt Disney" mit den bekannten Figuren. Nach dem Motto "farbenprächtig und noch nie dagewesen" hatte sich die Afrika-Gruppe ihr Outfit ausgesucht, sie zeigten tolle Kostüme und sogar eine typische Rundhütte mit Strohdach. Ein besonderer Höhepunkt war der Wagen "Steampunk", auf dem die TCV-Gruppe ein riesiges Uhrwerk aus Holz nachgebaut hatte. Erinnert wurde damit an die Zeit zwischen 1840 und 1900, als die Industrialisierung begann, die passenden Kostüme orientieren sich an der viktorianischen Zeit.

Die TCV-Gruppe 'Steampunk' erinnert mit dem riesigen aus Holz gebauten Uhrwerk an den Beginn der Industrialisierung vor 1900.
Die TCV-Gruppe "Steampunk" erinnert mit dem riesigen aus Holz gebauten Uhrwerk an den Beginn der Industrialisierung vor 1900. Foto: Regina Vossenkaul

Die Simpsons-Gruppe bestand neben dem Riesenkopf von Homer aus markanten Filmfiguren wie Marge, Clown Krusty und Mr. Burns. Aauch Moes Bar rollte mit beim Faschingszug. "Insekten" umschwärmten das "Insektenhotel Trappscht" und die Garden des TCV waren in bunten Kostümen unterwegs. Der Wagen des Prinzenpaars "vom anderen Stern", Valentina I. und Prinz Andy I., wurde begleitet von mehreren Ufos und von "Außerirdischen", darunter – kaum zu erkennen -  Bürgermeister Michael Custodis mit blauem Gesicht und schwarzem Kapuzenumhang. Greta, die eine Weltkugel umarmt, war auf den nächsten Wagen zu sehen, "Es gibt keinen Planet B", konnten die Zuschauer lesen.

Weihnachtsmann und Hexenhaus

Pokemon mit einer Reihe von Figuren hatte sich die nächste Gruppe als Thema gesucht, das Team "Pustäfix" hatte keine Schwierigkeiten, seine Riesenseifenblasen vom Wind erzeugen zu lassen. Ein weiteres Highlight war das imposante Piratenschiff "Black Bier" samt Schatzkisten und Rumfässern, ein selbstgebautes Boot aus stabilen Planken, die laut Auskunft der Erbauer wie bei den Fassherstellern Stück für Stück in eine leicht gebogene Form gezwungen wurden. Die Gruppe "Hänsel und Gretel", hatte neben den Hauptfiguren auch die Hexe inklusive Backofen und Hänsel im Stall dabei. Den Wagen mit dem Hexenhaus fuhr Sulzfelds Bürgermeister Jürgen Heusinger, treuer Gast beim Faschingszug.

Majestäten wie vom anderen Stern: Es grüßten Valentina I. und Prinz Andy I.
Majestäten wie vom anderen Stern: Es grüßten Valentina I. und Prinz Andy I. Foto: Regina Vossenkaul

Weitere Gruppen waren "Ein Traum aus Kugeln", das "Räumle" und die Frauen-Power-Gruppe "Die Landkreisfeger vo die Schworze". Den Zug beschloss die "Weihnachtsmann Co. KG" mit dem Weihnachtsmann auf einem Schlitten, gezogen von drei Elchen und einem Wagen mit "Glücksbärchis".  

Friedlich und ohne besondere Vorkommnisse wurde in Trappstadt gefeiert, bestätigte am Montagvormittag die Polizei. Einzige Beanstandung war ein Zugfahrzeug, dass keine ordentliche Zulassung hatte.

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