Hausen

Trinkwasser: Eintrübungen sind vom Tisch

Für ungetrübten Trinkwasser-Genuss: Die Anlagen des Wasserzweckverbands Rother Gruppe werden modernisiert. Foto: Lukas Schulze/dpa

Die Vertreter der Mitgliedsgemeinden des Wasserzweckverbands „Rother Gruppe“ befassten sich bei ihrer Zusammenkunft im Hausener Rathaus mit der weiteren Modernisierung der Verbandsanlage im Rahmen des Umbaus des Maschinenhauses in Roth.

Zu diesem Tagesordnungspunkt konnte der Verbandsvorsitzende, Hausens Bürgermeister Fridolin Link, Markus Goldbach, verantwortlicher Planer und Geschäftsführer des Tiefbautechnischen Büro Köhl aus Fulda, begrüßen. Goldbach stellte den Ratsleuten den aktuellen Planungsstand vor und gab Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise.

Vor Jahren hatte es wiederholt Probleme mit Eintrübungen des Wassers gegeben. Mit den bislang durchgeführten Maßnahmen hat man aber laut Goldbach Erfolg gehabt. Der Einbau einer kostenintensiven Ultrafiltrationsanlage ist somit erst einmal vom Tisch.

Arbeiten am Saugbehälter nötig

Goldbach bestätigte, dass die Wasserwarte Markus Städtler und Lukas Koch die Anlage gut im Griff haben. Die beiden waren auch bei der Sitzung anwesend, um von ihrer Arbeit zu berichten und Fragen des Gremiums zu beantworten. Die Flockungsfiltration mit der neu eingebauten Messtechnik und die erneuerte Chlordioxidanlage funktionieren, versicherten sie, sodass es in diesem Bereich aus fachlicher Sicht keinen weiteren Handlungsbedarf gibt.

Arbeiten sind am Saugbehälter vonnöten. Die zementösen Oberflächen sind stark angegriffen. Statt das vorhandene Betonbecken instand zu setzen, sollten im Rahmen der weiteren Planung Alternativen erarbeitet werden. Das derzeit vorhandene Volumen des Saugbehälters ist zum einen bei Weitem nicht notwendig, zum anderen ist der Betrieb von nur einem Behältnis aus Betriebsgründen ungünstig, zum Beispiel hinsichtlich der mangelhaften Möglichkeiten zur Wartung und Reinigung. Die Entsäuerungstechnik sollte auf Filtration über Calciumcarbonat umgestellt werden.

Elektrotechnik im Wasserwerk veraltet

Wie Goldbach weiter ausführte, ist das vorhandene Absetzbecken für Rückspülwasser aus der vorhandenen Flockenfiltration für den seinerzeit geplanten Zweck nicht geeignet. Die Rückspülwasser werden seit Jahren ohne den gedachten Effekt einer Sedimentation von absetzbaren Stoffen direkt in die Vorflut gegeben. Überdacht werden müssen nach Einschätzung des Planungsbüros die Notwendigkeiten zur Erneuerung der in die Jahre gekommenen elektrotechnischen Ausrüstung im Wasserwerk und der Fernwirkanlage mit Prozessleitsystem.

Nachdem einige Fragen der Verbandsräte von Goldbach geklärt werden konnten, genehmigte das Gremium die Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise und beauftragte einstimmig das Büro Köhl, im Rahmen des bestehenden Honorarvertrages die Arbeiten entsprechend zu planen.

Verband ohne Schulden

Im Verlauf der Sitzung befasste sich das Gremium außerdem mit dem Jahresabschluss und der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2018. Ludwig Backhaus, der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen, stellte die wichtigsten Eckdaten vor. Der Verwaltungshaushalt schließt mit einem Volumen in den Einnahmen und Ausgaben von je 345 000 Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 45 400 Euro. Das Vermögen des Wasserzweckverbands belief sich zum Jahresende auf 416 500 Euro, die Rother Gruppe ist schuldenfrei. 

Am Ende der Sitzung wollte es Fridolin Link nicht versäumen, Wasserwart Lukas Koch ein Lob auszusprechen. Koch hat mit sehr gutem Ergebnis seine Weiterbildung zur Fachkraft der Wasserversorgungstechnik absolviert.

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