Burglauer

Trockenheit und Hitze setzen dem Wald auch in Burglauer zu

Auch in Burglauer bereitet der Zustand des Waldes den Verantwortlichen Sorgen. 
Auch in Burglauer bereitet der Zustand des Waldes den Verantwortlichen Sorgen.  Foto: Brigitte Chellouche

Hubert Türich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war gemeinsam mit Förster Michael Heinrich zur Gemeinderatssitzung nach Burglauer gekommen, um dem Gremium den Jahresbetriebsplan 2020 für den Gemeindewald vorzustellen und über die Situation des Waldes im Allgemeinen zu informieren. Dabei machte Türich den Gemeinderäten deutlich, dass eine Schieflage in der Planung für den Gemeindewald entstanden ist. Der Einschlag konnte aufgrund des gravierenden Preisverfalls beim Holz nicht erfüllt werden. Im Gemeindewald seien nur die Schäden behoben worden, die durch Stürme und Käfer entstanden seien.

Die Bäume sind krank, so Türich. Der Grund dafür sei fehlendes Wasser. Die Niederschläge liegen laut den Messstationen unter dem langjährigen Drittel. Das Wasser fehle, die Wärme steige. Nach zwei Trockenjahren hintereinander, würden die Bäume Verbrennungsschäden an den Blättern zeigen, so Türich weiter. Auch der Grundwasserspiegel sei noch immer nicht aufgefüllt. Alles das bedeute Stress für die Bäume. Dazu kämen die Käfer. Das seien große Schäden. Die befallenen Bäume würden sich nicht mehr erholen, sie sterben ab, erklärte der Forstmann. Es betreffe Kiefer, Fichte und jetzt auch die Buche. Nur die Eiche hätte eine Zukunft. Man müsse bei Neupflanzungen umdenken, erklärte Türich, und auf heimische Baumarten wie Kirsche, Elsbeere und vielleicht auch entferntere wie Weißtanne und Libanonzeder setzen.

Planung unter Vorbehalt

Die Vorstellung des Jahresbetriebsplanes übernahm Forstamtmann Michael Heinrich. Da der Holzmarkt eingebrochen sei, hätte man nur das Nötigste an Holz eingeschlagen, die Planung sei ad acta gelegt worden. Die Holzmengen seien überschaubar gewesen, so Heinrich, viel Arbeit sei es trotzdem gewesen.

Einzig die Kulturmaßnahmen seien wie geplant ausgeführt worden. Daher sei die Planung für 2020 auch unter Vorbehalt zu sehen. An Holzeinschlag seien 1500 Festmeter vorgesehen, sagte der Förster, an Neukulturen plane man mit 3500 Pflanzen. Die Einnahmen aus Holzverkauf und Zuweisung werden in einer Höhe von 64 400 Euro eingeplant, die Ausgaben werden sich auf 59 400 Euro belaufen. Diesem Jahresbetriebsplan 2020 stimmte der Gemeinderat geschlossen zu.

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