Mellrichstadt

Umfangreicher Außentermin des Bauausschusses Mellrichstadt

Der Bauausschuss Mellrichstadt traf sich am Pumphaus Mühlfeld und informierte sich über die Ausstattung. Mit im Bild Bürgermeister Eberhard Streit und Wassermeister Julian Dytrt
Der Bauausschuss Mellrichstadt traf sich am Pumphaus Mühlfeld und informierte sich über die Ausstattung. Mit im Bild Bürgermeister Eberhard Streit und Wassermeister Julian Dytrt Foto: Brigitte Gbureck

Bei frühlingshaften Temperaturen begann der öffentliche Teil der Bauausschusssitzung vor dem Pumphaus Mühlfeld am Klippergrabenweg, zu dem auch der Wassermeister des Wasserzweckverbandes Mellrichstädter Gruppe, Julian Dytrt, hinzustieß. Das Wasser kommt vom Hochbehälter am Reuthof, begann Bürgermeister Eberhard Streit seine Ausführungen. Die Leitung würde am Klipppergrabenweg entlang Richtung Mühlfeld laufen. Zur Vorsorge sei eine große Pumpenstation eingebaut worden. Der Leitungsdurchmesser würde auch für die Wasserversorgung im Brandfall ausreichen. Demnächst sei eine große Feuerwehrübung im Bereich des Kindergartens (Hochzone) geplant. Der Kreisbrandmeister habe mit Feuerwehr und Wasserwart vereinbart, die maximal möglichen Kapazitäten auszunutzen. Der alte Hochbehälter sei inzwischen vom Wassersystem abgekoppelt worden, er müsse manuell befüllt werden. Der Hydrant liege am Ortsausgang Richtung Roßrieth. Dort könne mit Saugschlauch und Pumpen Wasser ins Dorf geholt werden. "Die Wasserversorgung könnte nicht besser sein", resümierte der Bürgermeister.

Nächster Außentermin war das Sportbad. Das große Becken war von der alten Folie befreit worden und lag schon relativ sauber da. Ein Bereich, in dem oft Wasser steht und der nicht mehr gebraucht wird, wurde auf halber Höhe zugemauert. Die hintere der beiden Brücken wird entfernt. Auch mit Kinderwagen kann man dann gut auf das Freigelände gelangen. Für den Bereich der Gärten Richtung Loose-Areal hatte eine Bürgerin aus Eußenhausen Eberhard Streit die Idee vorgetragen, einen Naschgarten anzulegen.

Erwachsenenbereich ist spielgerätemäßig aufgebaut

Am Generationenspielplatz am Hainberg zwischen Franziska-Streitel-Seniorenheim und Seniorenheim der Lebenshilfe war der Baufortschritt erkennbar. Der Erwachsenenbereich ist spielgerätemäßig aufgebaut, Pergolen und Tische und Bänke ebenfalls. Mit der Städtebauförderung wurde abgesprochen, dass an das Franziska-Streitel-Seniorenheim ein neues Seniorenheim angebaut werden soll.

Der Fußweg, der zum evangelischen Kindergarten führt, ist im Winter gesperrt, die Nutzung geschieht auf eigene Gefahr. Etwa auf halber Höhe wurde seinerzeit der Bau eines Hauses genehmigt. Vom Besitzer kam nun die Anfrage, ob der Weg nicht befestigt werden könnte. Ein Teilstück sei bereits asphaltiert. Bürgermeister Streit geht davon aus, dass eine solche Maßnahme in den Bereich der Herstellungsbeiträge fällt. Das würde für die Anwohnern bedeuten, dass sie mit erheblichen Kosten rechnen müssten. Eine Winterdienstverpflichtung könne es hier nicht geben, Bürgermeister Streit möchte keinen Stadtarbeiter mit dem Unimog hierher schicken. Einstimmig wurde festgestellt, dass der Stadtrat keine Möglichkeit sieht, den Weg besser und fester auszubauen, weil es von den baulichen Gegebenheiten zu gefährlich ist und im Winter nicht ungefährlicher wird.

Die Anwohner werden jetzt angeschrieben

Ein weiteres Problem stellen die hügeligen Wohngebiete dar, die mit Fußwegen durchzogen sind. In früheren Jahren wurden Treppen eingebaut und die Wege von den Anwohnern gepflegt. Jetzt würde sich niemand mehr darum kümmern. Im Sonnenland würden diese Fußwege benutzt, aber nicht gepflegt. Hier am Hainberg zwischen Bergstraße und Lönsstraße beispielweise werde der eine oder andere Weg benutzt. Nun bestünde die Möglichkeit, dass sich die Stadt kümmert und die Wege ausbaut und pflegt. Oder aber die Treppenanlagen werden zurückgebaut und die Wege als Grünflächen angelegt. Der Bauhof soll überprüfen, ob die Treppen sicher sind. Anwohner sollten angeschrieben werden, ihre Hecken sauber zu schneiden. Einhelliger Tenor war, dass die Wege bestehen bleiben und bodenmäßig instand gesetzt werden sollen.

Zurück im VG-Sitzungssaal, wurden verschiedene Bauvorhaben behandelt. Ein Paar beabsichtigt, in der Wolfgang-Nitsche-Straße in Mellrichstadt ein Wohnhaus mit Garage zu errichten. Bauamtsleiter Christian Roßhirt sieht ein Problem darin, dass die Garage neben das Wohnhaus gestellt werden soll, wohingegen im Bebauungsplan eine angebaute Garage vorgesehen ist. Das Gremium erklärte sich mit den notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen einverstanden, wobei die Garage ein Satteldach bekommen soll.

Carport darf gebaut werden

In Frickenhausen, Altes Tor, möchte ein Anwohner ein Carport errichten und stellte einen Antrag auf isolierte Abweichung von der Garagen- und Stellplatzverordnung. Der Bauausschuss stimmte dem zu. Länge einzuhalten. Gegen die Errichtung von Dachgauben auf einem Anwesen in der Hauptstraße in Mellrichstadt bestanden seitens der Stadt keine Einwendungen.

Der Besitzer des Wohnhauses am Brügel in Mellrichstadt hatte bereits einen Antrag zum Einbau von Kunststofffenstern, Kunststoffschindeln und Betondachziegeln für dieses Anwesen gestellt und die Arbeiten ohne Erlaubnis ausgeführt, wofür gegen ihn ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wurde. Die Bauausschussmitglieder stellten fest, dass das Vorhaben nicht maßgeblich von der Umgebungsbebauung abweicht. Sie stimmten mit Blick auf die Frage der Gleichbehandlung und die Möglichkeit, dass daraus ein Präzedenzfall entstehen könnte, dafür, beim Grundsatzbeschluss zu bleiben, der auch schon ein Minimalbeschluss war.

Situation am Franziska-Streitel-Platz unbefriedigend

Wolfgang Stahl fragte nach der Fenstergestaltung des ehemaligen Schuhhauses Wimmer. Das Thema sollte in der Stadtratssitzung noch mal aufgegriffen werden. Thomas Dietz bemängelte die Situation am Franziska-Streitel-Platz, wo alte Blumenkübel und Kisten stehen und die Benutzung der Parkplätze verhindern. Das Gleiche gelte für die Langgasse und die Bauerngasse, wo Holzkisten den Verkehr beeinträchtigen. Dazu sollen die Anwohner angeschrieben werden.

Wolfgang Stahl fragte nach dem Pfadfinderhaus. Das Haus gehört der Julius-Spital-Stiftung, deren Vorsitzender er ist, erklärte Eberhard Streit. Das Haus soll ausgeschrieben werden. Er meinte, dass es die Stadt erst mal übernehmen sollte, damit es gesichert ist, die Stiftung wolle es abstoßen. Das Gremium war bei einer Gegenstimme dafür, das Gebäude zu erwerben.

Die hintere Brücke im Schwimmbad soll abgerissen werden, um einen problemlosen Zugang zur Wiese zu haben
Die hintere Brücke im Schwimmbad soll abgerissen werden, um einen problemlosen Zugang zur Wiese zu haben Foto: Brigitte Gbureck

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