Unsleben

Unsleben: Von einem Großprojekt zum nächsten

Jenseits der Biogasanlage soll in Unsleben eine neue Zufahrtsstraße gebaut werden.
Jenseits der Biogasanlage soll in Unsleben eine neue Zufahrtsstraße gebaut werden. Foto: Eckhard Heise

Kaum hat Unsleben mit der Dorfsanierung ein Großprojekt abgeschlossen, steht auch schon die nächste Mammutaufgabe vor der Tür. Bei der vorhergehenden Sitzung des Gemeinderats hatte Bürgermeister Michael Gottwald bereits über den aktuellen Stand beim Entwicklungsgebiet "Unsleben Nord" informiert. Inzwischen gibt es Neuigkeiten, die das Oberhaupt zuversichtlich stimmen, dass das Vorhaben zügig weiter vorangetrieben werden kann.

Gottwald berichtete, dass die Fachbehörden die Ausweisung eines Mischgebiets im und um das Gelände der ehemaligen Nordbayerischen Holzindustrie wohlwollend beurteilen. Und auch die Regierung in Würzburg habe finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Das gelte etwa für weitere vorbereitende Untersuchungen, denn für Teile des Areals müssen Bodengutachten erstellt werden. Die Gemeinde könnte auch nicht aus eigener Kraft den Abriss von Gebäuden stemmen. Ebenso müsse eine Erschließungsstraße gebaut werden.

Weg aus Richtung Lohngraben über die Streu

Schon jetzt hätten Betriebe ihr Interesse bekundet, Gebäude zu übernehmen. Daher soll voraussichtlich bei der nächsten Zusammenkunft ein Bebauungsplan für eine Teilfläche behandelt werden. Die Gemeinderäte regten außerdem ein zukunftsfähiges Fernwärmekonzept für den Bereich an. Wichtig sei, dass die Gemeinde die für die Erschließung notwendigen Flächen erhält, betonte Gottwald.

Auf die Gemeinde kommt aber noch ein weiteres kostspieliges Vorhaben zu. Im Zuge der Umsetzung des Kernwegenetzes soll bekanntlich ein Weg aus Richtung Lohngraben über die Streu zur Biogasanlage gebaut werden. Dazu müssen allein schon einmal rund 6000 Quadratmeter aufgekauft werden, erklärte Gottwald.

Fördersätze zwischen 50 bis 75 Prozent

Das Amt für Ländliche Entwicklung habe jetzt seine finanzielle Unterstützung mit Fördersätzen zwischen 50 bis 75 Prozent in Aussicht gestellt. Bei Gesamtkosten von bis zu 1,1 Millionen Euro könnte knapp eine halbe Million Euro zu Lasten der Gemeinde gehen. Die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich gegenüber dem Vorhaben zwar aufgeschlossen, forderten aber Sicherheiten von den Betreibern der Biogasanlage, dass nach Ablauf der Betriebsgenehmigung im Jahre 2029 die Zufahrtsstraße weiterhin genutzt werde.

Der Bürgermeister teilte ferner mit, dass das mit einem energieeffizienten Zukunftskonzept geplante Mehrgenerationenhaus in der Jahnstraße vorerst nicht realisiert wird. Die VR-Bank habe sich aus der Finanzierung zurückgezogen, offensichtlich weil es ihr nicht gelungen sei, ausreichend Interessenten zu akquirieren. Er werde daher versuchen, einen neuen Investor zu finden, damit das Vorhaben doch noch umgesetzt werden kann.

Schäden an der Holzkonstruktion des historischen Gebäudes

Auch Gottwalds Ausführungen zum aktuellen Stand der Apotheke klangen nicht gerade ermutigend. Die Betriebsgenehmigung für das Notquartier im Rathaus laufe demnächst ab, doch aus gesundheitlichen Gründen konnte die Betreiberin noch keine verbindliche Aussage über eine Rückkehr an den ursprünglichen Standort einer Apotheke machen. In jüngster Zeit zeigen sich jedoch Schäden an der Holzkonstruktion des historischen Gebäudes, die nach Ansicht des Ortsoberhaupts zum baldigen Handeln zwingen,"und das könnte teuer werden". Daher soll demnächst ein Sanierungskonzept ausgearbeitet werden.

Schließlich teilte Gottwald noch mit, dass mit den Nachbargemeinden Bastheim und Mellrichstadt eine Vereinbarung zum Erhalt eines Brunnens in Frickenhausen geschlossen worden sei. Dabei geht es um die Vorgehensweise im Zuge des Neubaus der Staatsstraße zwischen Frickenhausen und Geckenau, bei der der Brunnen verlegt werden muss. Der Brunnen werde von den drei Gemeinden zwar nicht zur Trinkwassergewinnung genutzt, diene aber noch der Landwirtschaft und als Lieferant für Löschwasser.

Aus dem nichtöffentlichen Teil der vorhergehenden Sitzung gab Gottwald bekannt, dass die Gemeinde in Hinsicht auf mögliche Hochwasserschäden eine Elementarversicherung mit jährlichen Kosten von 4000 Euro abgeschlossen hat. Außerdem sei im Kindergarten ein neues Personal-WC eingebaut und die Schließanlage verändert worden.      

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