Großbardorf

Unterstützung für Kleinprojekte in der Grabfeld-Allianz

Den Zuwendungsbescheid für das Projekt "Regionalbudget" in Höhe von 90 000 Euro überreichte Michael Kuhn vom Amt für Ländliche Entwicklung (2. von rechts) an den Sprecher der Grabfeld-Allianz, Jürgen Heusinger. Projektleiterin Silvia Schmitt und Praktikant Jannik Hartmann warben für die Teilnahme an der Freizeitmeile. Foto: Regina Vossenkaul

In der Lenkungsgruppensitzung der Grabfeld-Allianz wurde der Beschluss, den fast alle Gemeinden schon bei der gemeinsamen Sitzung in Aubstadt gefasst hatten (wir berichteten), noch einmal einstimmig durch die Bürgermeister bestätigt. Es ging um die Anerkennung der Evaluierung und Fortschreibung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) und des Daseinsvorsorgekonzeptes (DVK). Die Ergebnisse sind Leitfaden und Grundlage für die künftigen Aktivitäten der elf beteiligten Allianz-Kommunen.

Nicht zu Pferd unterwegs

Ein Teil der Grabfeldgemeinden - Bad Königshofen, Sulzfeld, Sulzdorf, Trappstadt und Herbstadt - gehören zum Naturpark Haßberge und werden dort touristisch vermarktet. Während der Sitzung in Großbardorf stellte sich die neue Rangerin, Katja Winter, vor. Sie ist seit Anfang Januar im Amt, in einem Gebiet, das 860 Quadratkilometer umfasst, wie sie berichtete. "Ich habe keine Polizeigewalt und bin auch nicht zu Pferd unterwegs", so Winter, die oft mit Vorstellungen aus dem TV konfrontiert wird. Ihre Aufgabenfelder sind Bildung, Besucherbetreuung, Naturschutz und Forschung.

Die Rangerstelle wird durch den Freistaat gefördert. Führungen und Veranstaltungen, die zurzeit geplant werden, gehören zu den Aufgaben der Rangerin. Gemeinden können die Rangerin anfordern, die Veranstaltungen müssten jedoch auf dem Gebiet des Naturparks stattfinden, erklärte Winter. Auch für Ferienprogramme steht sie zur Verfügung, der Kontakt läuft über das Bürgerzentrum in Hofheim. Begleitet wurde Winter von Lukas Bandorf, neuer stellvertretender Geschäftsführer des Naturpark Haßberge e.V.

Den Zuwendungsbescheid für das Projekt "Regionalbudget", bei dem es 90 000 Euro an Zuwendungen vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) und 10 000 Euro als Eigenanteil der Grabfeldallianz für die Umsetzung kleiner Projekte, vor allem durch Vereine, geht, überreichte in der Sitzung Michael Kuhn vom ALE. Wie bereits berichtet, dürfen die Projekte bei Antragstellung noch nicht begonnen sein, die Gesamtkosten (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer) dürfen nicht höher als 20 000 Euro sein. Die Bagatellgrenze liegt bei 1000 Euro. Der Zuschuss beträgt bis zu 80 Prozent und liegt bei maximal 10 000 Euro pro Kleinprojekt. Weil noch nicht viele Anträge eingegangen sind, wird die Anmeldefrist bis zum 15. März verlängert.

Vereine präsentieren sich

Alle Bürgermeister stimmten dem Antrag zu, die Bibliothek in Bad Königshofen für die Anschaffung von neuen Medien mit 1000 Euro zu unterstützen. Wie Projektleiterin Silvia Schmitt berichtete, gibt es für die Veranstaltung "Freizeitmeile" am 1. März, die die Stadt Bad Königshofen in Kooperation mit der Allianz durchführt, bisher 26 Anmeldungen. Es wird ein abwechslungsreiches Programm geben, die Vereine aus dem Grabfeld können dort ihre Angebote vorstellen. Dabei sollen hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden.

Eine "Kick off-Veranstaltung" für die Typisierungsaktion der Allianz findet unter dem Motto "TYPisch Grabfeld" am 6. Mai um 19.30 Uhr für viele Multiplikatoren statt. Die Stammzellenaktion folgt dann am 12. Juli, 10 bis 16 Uhr, in der Turn- und Festhalle in Aubstadt. Die "Jahreszeitenkisten" der Regierung von Unterfranken für die Arbeit in Kindergärten und Grundschulen stehen demnächst zur Verfügung, eine Schulung soll angeboten werden. Interessenten können sich bei der Allianzmanagerin melden.

Bereits über 10 000 Grabfeld-Kochbücher verkauft

Für das vergriffene Grabfeld-Kochbuch gibt es immer noch Interessenten, deshalb soll ein Nachdruck mit 500 oder 1000 Stück in Auftrag gegeben werden, es wurden bereits 10 000 Exemplare (drei Auflagen) verkauft. Der Praktikant Jannik Hartmann erhielt sein Zeugnis und wurde für sein Engagement beim Einpflegen in das Leerstandskataster gelobt. Er stellte einen Fragebogen für Jugendliche vor und durfte den Gewinner des Tabletts (Jobmeile) ziehen.

Schlagworte

  • Großbardorf
  • Regina Vossenkaul
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Festhallen
  • Kinder und Jugendliche
  • Naturparks
  • Naturschutz
  • Praktikanten
  • Projektleiter
  • Regierung von Unterfranken
  • Schulungen
  • Silvia Schmitt
  • Stadt Bad Königshofen
  • Städte
  • Veranstaltungen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!