Mellrichstadt

VG Mellrichstadt: Gerüstet für immer komplexere Aufgaben

Bei der VG-Gemeinschaftsversammlung in Mellrichstadt wurde der Haushalt 2020 verabschiedet. Wenn die Gemeinde Bastheim dazukommt, könnte sich aber noch einiges ändern.
Die Aufgaben für die Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt werden immer komplexer. 
Die Aufgaben für die Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt werden immer komplexer.  Foto: Simone Stock

Die Aufgaben, die an die kommunale Verwaltung gestellt werden, werden immer komplexer. "Dem müssen wir uns stellen, um die Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt gut für die Zukunft aufzustellen", sagte Bürgermeister Eberhard Streit bei der VG-Gemeinschaftsversammlung. In der Stadt an der Streu gilt es allerdings zunächst einmal abzuwarten, ob sich die Gemeinde Bastheim nun an die VG Mellrichstadt oder Ostheim anschließt, insbesondere, was die Personalplanung betrifft. Bekanntlich steht in Bastheim am 26. April darüber eine Bürgerabstimmung an, die dann wegweisend für die weitere Weichenstellung ist.

Der Haushalt 2020 der Verwaltungsgemeinschaft ist derweil auf den Weg gebracht. VG-Geschäftsstellenleiter Peter Hehn stellte das Zahlenwerk in der Sitzung vor. Wenn der Bürgentscheid im Besengau pro Mellrichstadt ausfällt, werden die Karten allerdings noch einmal neu gemischt. Bis dahin wartet die VG mit der Umsetzung der aktuellen Planung, machte Eberhard Streit als Gemeinschaftsvorsitzender deutlich.

Verwaltungsaufwand wird immer größer

In der Summe steigt der vom Gremium verabschiedete Gesamthaushalt für das Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um rund 100 000 Euro auf knapp 2,1 Millionen Euro (Verwaltungshaushalt: 1,99 Millionen Euro, Vermögenshaushalt 115 000 Euro). Die Umlage je Einwohner erhöht sich von knapp 170 auf knapp 177,69 Euro. Das ist laut VG-Chef einem allgemeinen Trend geschuldet, der nahezu allerorten im Landkreis Rhön-Grabfeld festzustellen ist: Die Einwohnerzahlen sinken, gleichzeitig steigen die Anforderungen, die an die Verwaltung gestellt werden.

Der VG Mellrichstadt gehören als Mitgliedsgemeinden Mellrichstadt mit den sechs Stadtteilen sowie die Gemeinden Hendungen, Stockheim und Oberstreu an. Wie Hehn darlegte, lagen die Einwohnerzahlen im VG-Bereich im Jahr 2010 noch bei knapp 9600, heute leben noch 9006 Bürger in den Gemeinden. Gleichzeitig steigt der Verwaltungsaufwand, insbesondere in punkto Steuerrecht und Auftragsvergabe werde das Procedere für die Kommunen immer komplizierter. "Dem müssen wir uns stellen", sagte Peter Hehn, was bedeutet, dass sich die VG durch Fachpersonal verstärken will. Ein Experte für Steuerfachfragen soll für die Kämmerei angestellt werden, und auch im Bauamt wird Verstärkung gesucht. 

Personalplanung noch in der Schwebe

Ob dafür in diesem Jahr neue Mitarbeiter eingestellt werden, hängt wiederum von der Gemeinde Bastheim ab. Denn wenn die Entscheidung für den Anschluss an die VG Mellrichstadt fällt, werden zunächst die Mitarbeiter der Gemeinde in die Abteilungen integriert. Dann wird sich laut Hehn zeigen, ob noch neue Mitarbeiter für Fachfragen gebraucht werden.

Hehn ist durchaus als kritischer Kopf bekannt, was die bürokratischen Hürden im Lande angeht. "Man könnte meinen, der Mensch ist für die Vorschriften da und nicht umgekehrt", hatte er bei der Jahresschlussitzung des Stadtrats bereits deutlich gemacht. Dass die Arbeit in der Verwaltung dadurch nicht weniger werde, liegt auf der Hand.

Neue Büroräume werden eingerichtet

Der größte Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt mit rund 1,65 Millionen Euro sind entsprechend die Personalausgaben, sie machen 83 Prozent des Etats aus. Im Vermögenshaushalt sind 25 000 Euro an Umbaukosten in der VG eingeplant, denn wenn neues Personal dazukommt, werden weitere Büroräume gebraucht. Die Büros, die ehemals von der Barmer Ersatzkasse genutzt wurden, bieten sich dafür an.

Der Weg ist bereitet, bis Ende April gilt es jetzt allerdings mit Blick auf Bastheim abzuwarten. "Dann müssen wir in die Vollen gehen", kündigt der VG-Vorsitzende Eberhard Streit an. "Unser Ziel ist, die Verwaltungsgemeinschaft zukunftssicher aufzustellen, daran arbeiten alle Mitgliedsgemeinden mit", verweist Streit auf das gute Einvernehmen bei der Sitzung. 

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