Frankenheim

Verfolgungsjagd durch die Rhön: Wie stoppt man einen ausgebüxten Bullen?

Drei Methoden, wie man einen aufgebrachten Bullen lieber nicht einfangen sollte, zeigten wagemutige Rhöner Bürger am Wochenende
Beherzte Bürger versuchten am Wochenende in der Rhön einen Bullen einzufangen. Unser Symbolbild stammt aus Valencia. 
Beherzte Bürger versuchten am Wochenende in der Rhön einen Bullen einzufangen. Unser Symbolbild stammt aus Valencia.  Foto: Biel Alino/dpa

Ein ausgebüxter Bulle sorgte am Samstagmittag bei Frankenheim für einen Großeinsatz. Wie die Polizei am Wochenende mitteilte, wollte sich der Bulle partout nicht mehr vom Bauern einfangen lassen. Deshalb startete das Tier "seine Reise" in Richtung Bischofsheim, gefolgt von seinem Besitzer und Unterstützungskräften.

Spätestens hier war den Beteiligten laut des Berichts klar, dass es größerer Geschütze bedarf, um den Bullen aufhalten zu können. Deshalb wurden ein Landwirt mit Betäubungsmittelgewehr und die Schweinfurter Polizei mit entsprechendem Gewehr angefordert.

Autofahrerin wollte Bulle mit Seil einfangen

Die Reise des Tieres zog sich bis nach Schönau. Auf dem Weg dahin gab es insgesamt drei Passanten, die beim Einfangen des Bullens, trotz vorheriger Aufforderung dies zu unterlassen, behilflich sein wollten: Das Ergebnis einer anhaltenden Autofahrerin, die das Tier mit einem Seil einfangen wollte, war, dass der Bulle ihren Pkw rammte und so eine Delle verursachte.

Der nächste Passant hatte einmal im Fernsehen gesehen, dass man so ein Tier beruhige, indem man ihm in die Nasenlöcher greife. Dieser Versuch endete damit, dass der Mann umgestoßen wurde und leicht verletzt zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Bulle stieg rückwärts auf Motorhaube

Der dritte Helfer stellte seinen Pkw zur Verfügung, als der Bauer den Bullen zwischen Traktor und Leitplanke einsperren wollte. Hierfür fuhr er von hinten so nah an den Bullen heran, dass dieser rückwärts auf seine Motorhaube stieg. Hierbei entstand ebenfalls Sachschaden.

Tier musste erlegt werden

Um weitere Gefahren für die Bevölkerung zu unterbinden, kam in Schönau, als der Bulle in der Brend verweilte, das Betäubungsmittelgewehr zum Einsatz. Nachdem mehrere Betäubungspfeile, nach angemessener Wartezeit, fast keine Wirkung zeigten, musste das Tier erlegt werden, heißt es im Bad Neustädter Polizeibericht abschließend.

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