Schönau

Verkehr in Schönau und Burgwallbach rollt wieder

Wieder umgehungsfrei ist die Kreisstraße NES 7 zwischen Burgwallbach und Schönau. Die umfänglichen Kanalarbeiten an der Kreuzung Wald-, Berg- und Burgwallbacher Straße sind beendet. Auch die Arbeiten zur Erneuerung der Waldstraße sind abgeschlossen, sodass der Verkehr wieder störungsfrei rollen kann. Foto: Manfred Zirkelbach

Nach Abschluss der Planungen zum Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) und der Festlegung der künftigen Sanierungsgebiete in Schönau und Burgwallbach lag es nun am Gemeinderat, sich für eine Gestaltungssatzung oder –fibel zu entscheiden. Sowohl in der Satzung als auch in der Fibel wird festgelegt, wie die äußere Gestaltung von Gebäuden und Grundstücken zu erfolgen hat.

Franz-Josef Schmitt von der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt erläuterte hierzu die Besonderheiten der beiden Alternativen. Die Satzung mache vor allem Sinn in Ortskernen mit besonders schützenswerten Gebäuden und wirke deshalb auch bindend sowohl für die Gemeinde als auch den Bauherrn. Die Fibel dagegen sei ohne Bindungskraft und führe lediglich Empfehlungen aus. Die Einhaltung von Festsetzungen allerdings sei Voraussetzung für eine mögliche Förderung durch den Staat.

Glasfaseranschluss für das Burgwallbacher Bürgerhaus?

Schmitt regte deshalb an, sich für eine Satzung zu entscheiden und diese in einem besonderen Anhang mit einer Gestaltungsempfehlung zu versehen, dem die große Mehrheit des Gemeinderates nach ausführlicher Diskussion dann auch zustimmte. Dabei ging es den Gemeinderäten vor allem darum, den Bauherren keine allzu großen Vorschriften für ihre Maßnahmen aufzubürden. Die Verwaltung wurde beauftragt, nunmehr hierzu die geeigneten Angebote einzuholen.

Mit einer Änderung der Richtlinien zur Förderung von Glasfaseranschlüssen für öffentliche Gebäude, welche kürzlich in Kraft getreten ist, können nun auch Verwaltungsgebäude mit Hausanschlüssen versorgt und gefördert werden. Der Gemeinderat befasste sich deshalb damit, das Bürgerhaus Burgwallbach mit einem Anschluss zu versehen, nachdem die bestehende Kupferleitung mittelfristig nicht mehr ausreichend sein wird.

Kreditaufnahme wird nun doch nicht nötig

Die Kosten hierfür wurden auf rund 53 000 Euro geschätzt. Nach Abzug der Förderung verbleibt für die Gemeinde ein Anteil von 10 700 Euro. Der Gemeinderat war in seiner Mehrheit dafür, eine zukunftsgerechte Internet-Anbindung des Bürgerhauses zu installieren und stimmte zu. Zusätzlich zur Maßnahme soll das Bürgerhaus an das Behördennetz des Landkreises angebunden werden. Bürgermeister Rudi Zehe wurde ermächtigt, nach Vorliegen aller förderrechtlichen Voraussetzungen die erforderlichen Auftragsvergaben durchzuführen.

Vorgelegt wurde dem Gemeinderat ein Bauantrag für ein Einfamilienhaus in der Kreuzbergstraße am Ortsausgang von Burgwallbach Richtung Bad Neustadt. Das Grundstück wurde bereits im Jahr 1998 mit einer Ortsabrundungssatzung in den Innenbereich von Burgwallbach einbezogen und muss noch durch die Gemeinde mit den notwendigen Anschlüssen versorgt werden. Das Gebäude muss sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung der näheren Umgebung einordnen und wird nach Abstimmung mit der Tiefbauabteilung an die Genehmigungsbehörde weitergeleitet.

Abgesetzt hat der Bürgermeister den Punkt der Tagesordnung, wonach der Gemeinderat eine Kreditaufnahme in Höhe von 779 000 Euro für laufende Baumaßnahmen, insbesondere der Waldstraße und des Kindergartens, beschließen sollte. Rudi Zehe konnte dem Gemeinderat die erfreuliche Mitteilung machen, dass eine weitere Rate aus der Stabilisierungshilfe durch die Regierung bewilligt wurde und der entsprechende Bescheid bereits in den nächsten Tagen übergeben werde. Für das laufende Haushaltsjahr sei deshalb keine Kreditaufnahme mehr notwendig.

Geschwindigkeitsüberwachung mit Displays?

Nachdem der Bürgermeister vermehrt darauf aufmerksam gemacht wurde, dass im Bereich der Rhönstraße Richtung Bad Neustadt zu schnell gefahren wird, hat er in den letzten Tagen eine verdeckte Messung durchführen lassen. Festgestellt wurde, dass sich das Verkehrsverhalten gegenüber den üblichen Messungen nicht wesentlich verändert hat. Allerdings wird der Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gesetzt. Dann soll auch über die Möglichkeit nachgedacht werden, aus der kommunalen Verkehrsüberwachung auszusteigen und dafür den Verkehr mithilfe von Geschwindigkeitsdisplays zu überwachen.

Seit 1. November hat der ÖPNV des Landkreises Rhön-Grabfeld sein Busangebot erweitert und bietet nunmehr auch ein BusTaxi im Bedarfsfall dort an, wo bisher in der Regel zu verschiedenen Tagen und Zeiten kein Bus fährt. Hierzu gab der Bürgermeister nähere Informationen bekannt.

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