Heustreu

Versammlung in Heustreu: Feuerwehr als Gegenpol zur "Spaßgesellschaft"

Für den wieder gewählten Kreisbrandrat Stefan Schmöger gab es Glückwünsche von Landrat Thomas Habermann, dem obersten Dienstherren der Feuerwehren in Rhön-Grabfeld. Foto: Hanns Friedrich

Für weitere sechs Jahre leitet Stefan Schmöger aus Bad Neustadt die Feuerwehren im Landkreis Rhön-Grabfeld. Dafür sprachen ihm die Kommandanten der 81 anwesenden Wehren ihr Vertrauen aus. Lediglich acht stimmten mit Nein. Landrat Thomas Habermann, "oberster Dienstherr der Feuerwehren in Rhön-Grabfeld", hatte bei der Zusammenkunft im Sportheim von Heustreu Stefan Schmöger als einzigen Kandidaten zur Wiederwahl vorgeschlagen. Als einen Wermutstropfen bezeichnete er es, das von 116 Wehren im Landkreis lediglich 81 ihren Kommandanten oder Stellvertreter entsandt hatten.

Der Landkreischef hatte eingangs die Notwendigkeit einer guten Führung bei der Feuerwehr angesprochen. Das habe Kreisbrandrat Stefan Schmöger in den vergangenen sechs Jahren bewiesen. Zahlreiche Aufgaben wurden bewältigt, Feuerwehrhäuser gebaut, notwendiges technisches Gerät und neue Feuerwehrfahrzeuge angeschafft.

Dank an die Wehrleute für deren Engagement

Zweiter Bürgermeister Markus Werner hatte die zahlreichen Kommandanten und Stellvertreter begrüßt. Zu Heustreu könne er sagen, dass hier Gemeinde und Feuerwehr eng zusammenarbeiten und ein gutes Verhältnis pflegen. Der stellvertretende Bürgermeister dankte allen Wehrleuten für ihr Engagement. "Die Feuerwehr ist in der heutigen Zeit ein Gegenpol zur aktuellen Spaßgesellschaft." Sein Dank galt Kreisbrandrat Stefan Schmöger und den Führungskräften. Hier seien die geeigneten Leute in der Führungsposition.

Kreisbrandrat Stefan Schmöger erwähnte in seinem kurz gefassten Bericht eine halbe Milliarde Euro, die in den vergangenen sechs Jahren in Rhön-Grabfeld an Bauinvestitionen im Bereich Brandschutz in Neu-, Um- und Anbauten investiert wurden. Dazu zählen auch Sonderbaumaßnahmen für Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Wohnungsbau, Kindergärten, Schulen und Gewerbe-, Handel und landwirtschaftliche Bereiche. Immer sei der Kreisbrandrat mit einbezogen worden durch Stellungnahmen zum vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz. Die Investitionen der Kommunen und des Landkreises im Bereich der Feuerwehr sei an den von der Staatsregierung bewilligten Fördergeldern abzulesen. Waren es im Jahr 2014 noch 10.500 Euro, so erhöhten sich die Fördergelder im Jahr 2018 auf 1,1 Millionen Euro und in diesem Jahr gab es bereits 824.000 Euro durch den Freistaat an Förderungen.

Atemschutzzentrum wird 2020 eingeweiht

Die Umstellung von Analog auf Digitalfunk sprach der Kreisbrandrat an und sagte, dass dies viele Sitzungen, Besprechungen und Projektgruppen zur Folge hatte. Das Atemschutzzentrum in Salz erwähnte Stefan Schmöger und erinnerte an die Grundsteinlegung am 7. Mai. Im kommenden Monat beginnen die  Wasser-, Heizungs- und Lüftungsarbeiten. Dach und Fenstereinbau kommen dazu. 2020 ist die offizielle Übergabe mit Segnung des neuen Atemschutzzentrums Rhön-Grabfeld vorgesehen.

Der Kreisbrandrat dankte in seinem Rückblick allen Beteiligten im Feuerwehrdienst und den Administrativen im Landkreis Rhön-Grabfeld. In seiner Vorausschau er, dass das Thema "Löschwasserverfügbarkeit und -bereitstellung bei Flächen- und Waldbränden" angegangen werden müsse. Flächendeckend müsse hier eine Umsetzung erfolgen. 

Viele Neubeschaffungen bei den Feuerwehren

Landrat Thomas Habermann sprach den enormen Anstieg der Neubauten bei den Feuerwehren in Rhön-Grabfeld an, aber auch die Ausstattung und Neubeschaffungen. Sein Dank galt Kreisbrandrat Stefan Schmöger, der die Wehren professionell führt, aber auch Stellungnahmen erstellt und diese kurzfristig abarbeitet. Deshalb gebe es auch im Landratsamt bei der Bewilligung keine Verzögerungen. Stefan Schmöger sei von der Pike auf bei der Feuerwehr und habe dies gelernt. Ihm sei es selbst wichtig, sich weiter zu bilden, um auf dem aktuellen Stand seine Wehren zu führen. Der Landrat dankte für die hervorragende, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das alles sei der Grund, warum er Stefan Schmöger für weitere sechs Jahre im Amt des Kreisbrandrates vorschlägt.

Das Ergebnis dann deutlich: 73 von 81 Kommandanten stimmten mit ja. Landrat Thomas Habermann gratulierte dem wieder gewählten Kreisbrandrat. Kreisbrandrat Stefan Schmöger dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und meinte, dass er gerne sein Amt weiter führen werde.

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