MELLRICHSTADT

Viel Platz zum Bummeln und Toben

Auf dem Flohmarkt fündig geworden: Als Garderobenspiegel kann da schon mal der Spiegel eines Autos herhalten.
Auf dem Flohmarkt fündig geworden: Als Garderobenspiegel kann da schon mal der Spiegel eines Autos herhalten.

Am Angebot lag es sicher nicht: Das war so abwechslungsreich und qualitativ, wie die Mellrichstädter es von den Märkten in ihren Straßen gewöhnt sind.

Doch es war eine nicht zu leugnende Tatsache, dass sich beim Josefsmarkt am Sonntag nicht so große Besucherscharen durch die Hauptstraße und den Brügel drängten wie sonst.

Wer nach den Gründen dafür suchen wollte, musste nicht weit gehen: Da waren die kalten Außentemperaturen, ein bleiern verhangener Himmel und besonders auch Parallelveranstaltungen von der Art eines Frühlingsmarktes in benachbarten Städten, was manchem den Gang in die Stadt verleidete bzw. vermutlich manchen Besucher zur „Konkurrenz“ abzog.

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Frühlingsmarkt

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Bedauerlich, dass zum Beispiel in Bad Neustadt der Ostermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag auf den Termin gelegt wurde, der seit vielen Jahren in Mellrichstadt für dessen Frühlingsmarkt fixiert ist: Es ist traditionell der Sonntag nach „Josefi“, dem Tag des Heiligen Josef im Kirchenkalender, weshalb der Frühlingsmarkt in der Stadt an der Streu auch korrekterweise „Josefsmarkt“ heißt.

Wie auch immer, Leben war auf jeden Fall reichlich von 11 bis 17 Uhr in Mellrichstadts Einkaufsmeile vom Pulverturm bis zum Fronhof gewesen. Das, was der Verein „Aktives Mellrichstadt“ unter seiner Führung Wolfgang Pfeiffer, Brigitte Proß und ihrem „am“-Team vorbereitet hatten, kam auch alles zuverlässig zur Ausführung. Das sich über das ganze Jahr erstreckende Gewinnspiel der „Jubiläumsaktion“ anlässlich 20 Jahre Aktives Mellrichstadt war zum verkaufsoffenen Sonntag in den Geschäften und im Bürgerhaus angelaufen, um 11.30 Uhr hatte sich eine stattliche Anzahl von Kunstfreunden ebenda zur Eröffnung der Vernissage „Bewegende Impulse“ eingefunden.

Die Markthalle glänzte und funkelte geradezu mit wunderschönen kunsthandwerklichen Exponaten, viele von ihnen ganz auf Frühling und Ostern abgestimmt. Das Heimatmuseum im Salzhaus hatte die Winterpause unterbrochen und geöffnet, ebenso die Kreisgalerie mit dem Café Art, wo Karen Schaelow-Weber den Besuchern eine Führung zu „Schätzen aus der Sammlung des Landkreises“ anbot.

Der Flohmarkt war sicher nicht mit so vielen Ständen bestückt, wie die Mellrichstädter es von anderen Jahreszeit-Veranstaltungen her kennen, aber das Angebot war doch wieder reizvoll und genau so, wie man es sich von einem echten Flohmarkt erwartet.

Zu dem kulturellen Programm zählte natürlich auch das Klavierkonzert der Klavierklasse von Wolfgang Klösel im Schloss Wolzogen in Mühlfeld. Und der Musikkapelle aus Oberstreu und dem Jugendrotkreuzorchester aus Meiningen spendeten die Besucher am Marktplatz Beifall für ihre Blasmusik, mit der sie die ganze Innenstadt in Wohlklang hüllten.

Für Essen und Trinken war selbstverständlich reichlich gesorgt, selbst Damir am Marktplatz war mit dem Verkauf kühler Getränke durchaus zufrieden, wie er fröhlich bestätigte. Und manche Eistüte fand ihren Abnehmer, trotz spätwinterlicher Temperaturen.

Sagen wir es so: Es war wieder ein gelungener „Mellerschter Frühling“. Und er hatte den Vorteil, dass man sich beim Flanieren durch die Hauptstraße oder beim Anstellen an der Bratwurstbude nicht gegenseitig auf die Füße trat. Es war alles ein bisschen gemütlicher als sonst. Aber trotzdem interessant und schön.

Wenigstens Platz zum Rumtoben für Kinder: Diejenigen, die in die Innenstadt gekommen waren, bekamen viel zu sehen und jeder genoss den Tag auf seine Weise.
Wenigstens Platz zum Rumtoben für Kinder: Diejenigen, die in die Innenstadt gekommen waren, bekamen viel zu sehen und jeder genoss den Tag auf seine Weise. Foto: Fotos (3): Rautenberg
Knackige Gemüse- und Salat-Setzlinge hatte der Gärtner anzubieten. Das war nicht weniger ein Frühlingsmotiv als die, zugegeben, für das Auge spektakuläreren Frühlingsblumen.
Knackige Gemüse- und Salat-Setzlinge hatte der Gärtner anzubieten. Das war nicht weniger ein Frühlingsmotiv als die, zugegeben, für das Auge spektakuläreren Frühlingsblumen.

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