Bad Königshofen

Viele Listen: Kampf um Stadtratssitze so spannend wie selten

Am 15. März sind in Bad Königshofen Stadtratswahlen. Die antretenden Parteien, Gruppierungen und Vereine haben sich teils ambitionierte Ziele gesetzt. Ein Überblick.
Wie setzt sich im Rathaus nach den Kommunalwahlen der neue Stadtrat zusammen? Die aktuell im Gremium vertretenden Parteien, Gruppierungen und Vereine sind zuversichtlich, die Zahl ihrer Sitze verteidigen oder sogar noch ausbauen zu können.
Wie setzt sich im Rathaus nach den Kommunalwahlen der neue Stadtrat zusammen? Die aktuell im Gremium vertretenden Parteien, Gruppierungen und Vereine sind zuversichtlich, die Zahl ihrer Sitze verteidigen oder sogar noch ausbauen zu können. Foto: Georg Leupold

Zwei Bürgermeisterkandidaten und über 200 Frauen und Männer bemühen sich am 15. März bei den Stadtratswahlen über zahlreiche Listen um den Einzug ins Stadtparlament. Zwar gab es schon Kommunalwahlen in Bad Königshofen mit mehr als zwei Bewerbern um den Chefsessel im Rathaus. Doch bedeuten die zwölf eingereichten Bewerberlisten, auf denen 220 Personen aufgeführt sind, eine bislang noch nicht dagewesene Vielfalt an Wahlmöglichkeiten. Entsprechend heiß umworben werden die Mandate, denn an deren Zahl wird sich nichts ändern: Wie immer sind neben dem Bürgermeisterposten 20 Stadträte zu bestimmen.

Verschiebungen wahrscheinlich

Nachdem sich mit dem „Team 2020“ eine weitere Wählervereinigung um Mandate im Stadtrat bemüht, ist davon auszugehen, dass es dort zu Verschiebungen kommen wird. Jürgen Martin, Vorsitzender  des Bad Königshöfer CSU-Ortsvereins, ist  dennoch zuversichtlich: „Unser erstes erklärtes Ziel ist es, dass Thomas Helbling Bürgermeister von Bad Königshofen bleibt.“ Als Zweites strebe man an, auch in Zukunft wieder mit mindestens fünf Stadträten im Gremium vertreten zu sein. „Unser Ziel bei den Stadträten sind 5 plus“.  Auch Frank Helmerich, Vorsitzender von „Team 2020“ und Brügermeisterkandidat der neuen Wählervereinigung, äußert sich optimistisch: „Wir möchten gerne den neuen Bürgermeister stellen und zwei unserer Bewerber in den Stadtrat bekommen.“ Sollten es am Ende sogar drei sein, sei das "super".

Wenn möglich dazugewinnen

Auch fast alle anderen aktuell im Stadtrat vertretenen Parteien, Gruppierungen und Vereine setzen darauf, dass sie die Zahl ihrer Mandate halten oder eventuell sogar erhöhen können. „Unser Ziel ist es, künftig wie bisher wieder zwei, vielleicht sogar mit drei Abgeordneten im Stadtrat vertreten zu sein“, hofft Willi Göbel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Ähnlich äußert sich Helmut Luff, Vorsitzender des Blocks Freier Wähler: „Wir möchten wieder zwei Stadträte stellen, schön wäre es aber, wenn wir sogar einen dritten ins Gremium entsenden könnten.“

Der Countdown läuft: Am 15. März wird in Bad Königshofen ein neues Stadtparlament gewählt. Die Ziele der Parteien, Gruppierungen und Vereine, die sich um Sitze im Stadtrat bemühen, sind klar abgesteckt.
Der Countdown läuft: Am 15. März wird in Bad Königshofen ein neues Stadtparlament gewählt. Die Ziele der Parteien, Gruppierungen und Vereine, die sich um Sitze im Stadtrat bemühen, sind klar abgesteckt. Foto: DPA/Bodo Schackow

Mit einem Abgeordneten sind die Aktiven Bürger Bad Königshofen im Stadtrat vertreten. „Unser Ziel ist es, dass sich daran nichts ändern wird“, so ABB-Vorsitzender Ralf Stengel. Auch bei der Jungen Liste ist man laut Sven Leicht, der auf Listenplatz 1 gesetzt wurde, optimistisch, wieder mit einem Abgeordneten im Stadtrat vertreten zu sein. „Das ist unser Ziel“. Ähnliche Ambitionen hegt Sabine Rhein, die Listenplatz 1 von Grüne/Bündnis 90 besetzt, für ihre momentan ebenfalls mit einem Abgeordneten im Stadtrat vertretene Partei: „Schön wären natürlich zwei Sitze, das wird aber sehr schwierig“.

Unterschiedliche Ziele

Der Bürgerblock der Stadtteile, über den sich Bürger aus Gabolshausen, Aub und Ipthausen um ein Stadtratsmandat bewerben, stellt aktuell zwei Stadträte. „Wir hoffen, dass wir wieder zwei Abgeordnete in den Stadtrat hineinbekommen“, so der Listenplatzverantwortliche Gerald Kneuer, der wieder den 1. Listenplatz innehat. Ebenfalls zwei Abgeordnete stellte bislang die Liste Merkershausen  - und daran soll sich laut Leslie Dietz, die auf Listenplatz 1 steht, auch in Zukunft nichts ändern. „Wieder zwei Mandate sind unser Ziel“. Schon mit einem Sitz im Stadtrat zufrieden wäre Marie-Theres Geller, Anführerin der Liste Eyershausen, die aktuell noch zwei Stadträte stellt, aufgrund von diesmal nicht zulässigen Listenverbindungen. „Das sollte aber auf jeden Fall klappen.“ Wieder einen Abgeordneten in den Stadtrat entsenden – das ist die Hoffnung der Liste Althausen und der Liste Untereßfeld. „Ziel ist es, wieder einen Abgeordneten in den Stadtrat zu bekommen“, äußern sich unisono die Listenverantwortlichen Peter Kuhn (Listenplatz 1 in Althausen) und Gerhard Weitz (Listenplatz 1 in Untereßfeld).

Mal mehr, mal weniger Wahlwerbung

Was die Art der Werbung betrifft, setzen CSU und Team 2020 mit ihren Bürgermeisterkandidaten unter anderem auf den Einsatz von Plakaten und großen Bannern. Dazu kamen oder kommen noch Wahlversammlungen in der Stadt und den Stadtteilen. Auch Infostände gibt es – eine  Form der Wahlwerbung, die zum Beispiel auch von Grüne/Bündnis 90 genutzt wird. Ganz allgemein setzen praktisch alle antretenden Parteien, Gruppierungen und Vereine bei ihrer Wahlwerbung auf die Verteilung von Flyern und Handzellen, wobei es mit der „Gelben Broschüre“ ein gemeinsames Werbemittel der Stadtteile gibt. Nicht zuletzt wird auch über die sozialen Medien wie zum Beispiel Facebook Wahlwerbung gemacht.

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