BAD KÖNIGSHOFEN/BUNDORF

Vier Freunde, ein Ziel: Wladiwostok

Vier Freunde, ein Ziel: Wladiwostok

Motorradreisen ins Ausland haben die vier Freunde aus dem Grabfeld und dem Haßbergkreis schon einige unternommen. Doch diese Tour wird alles toppen: Am Samstag brechen sie „ans Ende der Welt“ nach Wladiwostok auf.

„Seit zwei Jahren schon planen wir dieses Abenteuer, das der Höhepunkt unserer bisherigen Reisen sein wird“, erzählt der 55-jährige Matthias Schubert aus Bad Königshofen. „Wir können es kaum mehr erwarten, bis es am Samstag nun endlich losgeht.“

Zu den Vorbereitungen gehörte auch der Kauf der Motorräder, mit denen die vier Biker auf die 12 000-Kilometer-Reise quer durch Russland bis an den Pazifischen Ozean gehen werden. „Wir haben uns alle für die BMW R 1100 GS entschieden, denn dieses Motorrad gilt als äußerst zuverlässig“, weiß Klaus Eckert aus Sulzfeld, der mit seinen 58 Jahren der älteste der vier Wladiwostok-Fahrer ist.

Dass alle Motorräder gleichen Typs sind, hat den Vorteil, dass nicht zu viele unterschiedliche Ersatzteile mitgenommen werden müssen auf die 30-tägige Tour, die zum Teil auch über Schotterpisten führen wird. Da ist es beruhigend, dass mit dem 44-jährigen Jürgen Schneidawind aus Alsleben ein erfahrener Kfz-Meister zum Team gehört, das Rupert Bamberger komplett macht. „Ich lerne schon seit einem halben Jahr Russisch und werde deshalb den Dolmetscher spielen“, so der 50-Jährige Bundorfer.

Maximal 30 Tage haben die Extrem-Tourenfahrer Zeit, um mit ihren 80 PS starken Maschinen bis nach Wladiwostok zu kommen, schließlich ist der Rückflug schon gebucht und der Heimtransport der Motorräder organisiert. Das bedeutet Tagesstrecken von im Schnitt 400 Kilometern. „Auf den ersten Etappen bis nach Moskau können es auch schon mal 1000 Kilometer werden“, deutet Klaus Eckert an, dass die Devise in den ersten Tagen lautet: möglichst schnell möglichst viel Land gewinnen. In nicht einmal drei Tagen wollen sie so in der russischen Hauptstadt sein. Von dort geht es dann weiter über den Ural nach Sibirien und dann an Skoworodino und Chabarowsk vorbei nach Wladiwostok an den Pazifischen Ozean.

„Um Land und Leute kennenzulernen, werden wir nach Möglichkeit in Hotels oder auch privat übernachten“, erklärt Matthias Schubert. In Nowosibirsk hat Klaus Eckert einen Bekannten, auch dort ist ein Zwischenstopp eingeplant. Für alle Fälle hat das Quartett aber auch Zelt und Schlafsack dabei.

Per E-Mails wollen die vier Wladiwostok-Fahrer Kontakt zu ihren Familien halten, die an diesem Samstag in aller Herrgottsfrühe dabei sein werden, wenn die Motorradtour in Bundorf ihren Anfang nimmt: In der Kirche feiern sie zusammen mit den Vierzehnheiligen-Wallfahrern einen Gottesdienst, bevor sie von Pfarrer Gerd Greier auf ihre 12 000 Kilometer lange Reise geschickt werden.

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Für den Fall der Fälle: Ein Ersatzreifen darf auf dem Bike von Rupert Bamberger nicht fehlen. Auch Zelt und Schlafsack werden mitgenommen, falls sich unterwegs kein anderes Nachtlager auftut.
Für den Fall der Fälle: Ein Ersatzreifen darf auf dem Bike von Rupert Bamberger nicht fehlen. Auch Zelt und Schlafsack werden mitgenommen, falls sich unterwegs kein anderes Nachtlager auftut. Foto: Fotos (3): Alfred Kordwig
Weit gereist: Klaus Eckert mit T-Shirt, das an die Nord-Kap-Tour des Quartetts im Jahr 2011 erinnert.
Weit gereist: Klaus Eckert mit T-Shirt, das an die Nord-Kap-Tour des Quartetts im Jahr 2011 erinnert.

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