Fladungen

Von A wie Apfelbrand bis Z wie Zwetschge

Gemütliche Runde: Gemütlich konnten die Besucher des Freilandmuseums am Aktionstag „Rhön-Grabfelder BrennKULTur“ von Stube zu Stube in den Museumshäusern ziehen, um gemeinsam mit den Schnapsbrennern über das Handwerk fachzusimpeln. Das Bild zeigt (rechts) Schnapsbrenner Heribert Sopp aus Fladungen in der Hofstelle aus Trappstadt zusammen mit Gästen. Foto: Marc Huter

Von A wie Apfelbrand bis Z wie Zwetsche reichte das Angebot an Destillaten bei der „Rhön-Grabfelder BrennKULTur“ im Freilandmusuem Fladungen. In Kooperation mit dem Fränkischen Klein- und Obstbrennervergband präsentierten bei einem Aktionstag acht Brenner aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld ihr Handwerk und ihre Erzeugnisse.

„Das A und das O ist die Maische“, erklären die Schnapsbrenner Hubert Kaufmann aus Weisbach und Florian Seifert aus Unterweißenbrunn, die in der Stube des Truchseß-Haus aus Oberhohenried ihre hochprozentigen Produkte vorstellten. Es brauche saubere, voll ausgereifte Früchte aus heimischen Gärten und Streuobstwiesen, um die edlen fränkischen Tropfen herzustellen. Bis ein Obstbrand in der Flasche landet, wendet ein Schnapsbrenner viel Mühe und Zeit auf. „Es ist mein Hobby“, betont der Weisbacher Schnapsbrenner Hubert Kaufmann, der schon in der vierten Generation dieser Leidenschaft frönt. Er zählt zu den Gründungsmitgliedern der Dachmarke Rhön. Auch der Unterweißenbrunner Florian Seifert hat sich von seinem Vater anstecken lassen. Er ist gerade dabei seine Ausbildung zum Brenner abzuschließen.

Hochprozentiger Genuss: Schnapsbrenner Hubert Kaufmann aus Weisbach (rechts) erklärte beim Aktionstag „Rhön-Grabfelder BrennKULTur“ im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen als einer von acht Schnapsbrennern das Handwerk der Klein- und Obstbrenner und ließ auch gerne einmal probieren. Foto: Marc Huter

Gemütlich konnten die Besucher des Freilandmuseums an diesem Tag von Stube zu Stube in den Museumshäusern ziehen, um mit den Schnapsbrennern über das Handwerk fachzusimpeln. Dabei trat eine beachtliche Vielfalt an edlen Tropfen, die hier in Rhön-Grabfeld entstehen, zutage. Himbeer- und Johannisbeergeiste befanden sich genauso im Sortiment wie Getreide- und Obstbrände, darunter beispielsweise auch Quitten-Apfel-Brand oder der „Schwarze Maulaff“ von Schnapsbrenner Heribert Sopp aus Fladungen, der nördlichste Hausbrenner Frankens. Zudem präsentierten Peter Leist aus Heufurt, Charly Zeiss aus Alsleben, Matthias Gerstner aus Trappstadt und Josef Freund aus Hohenroth ihre hochprozentigen Erzeugnisse.

Vater und Sohn: Florian (rechts) und Oswin Seifert (links) aus Unterweißenbrunn setzten im Truchseß-Haus aus Oberhohenried im Freilandmuseum ihren Schwerpunkt auf das „Riechen“. Florian Seifert ist gerade dabei seine Ausbildung zum Brenner abzuschließen. Foto: Marc Huter

Nur wenige Schritte waren es bis zur Hofstelle aus Mühlfeld. In deren Erdgeschoss befindet sich die Branntweinbrennrei aus Jesserndorf. In dieser 99 Jahre alten Mueseums-Brennerei stellte Michael Weber live einen Brand von museumseigenen Zwetschgen her und ließ sich bei seiner Arbeit gerne über die Schulter schauen. Hautnah vermittelte und erklärte Michael Weber den Besuchern den Brennprozess oder klärte zum Beispiel über die Bedeutung der Wahl des Zeitpunkts zwischen Vorlauf und Mittellauf beim Feinbrand auf.

Zwetschgenbrand live hergestellt: Museumsbrenner Michael Weber ließ sich in der 99 Jahre alten Mueseums-Brennerei im Fränksichen Freilandmuseum über die Schulter schauen. Foto: Marc Huter

Weit über 1000 Brennereien sind allein aus Unterfranken Mitglied im Fränkischen Klein- und Obstbrennerverband. Unter dem Motto „Destillieren – Kombinieren – Verführen“ lud der Verband in der Aktionsscheune des Dreiseithofs aus Leutershausen zu drei Brennerseminaren ein. Bei der „hochgeistigen Koch-Voerführung“ wurde gezeigt, wie Aromen der Streuobstwiese die Küche mit völlig neuen Geschmackserlebnissen verzaubern. In einem weiteren Seminar ging es um den fränkischen Whisky, von der Destillation über die Lagerung bis hin zur Verkostung. Das geplante Seminar zu Edelbrandcocktails musste ausfallen.

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