MÜHLFELD

Vorbereiten auf den Wettbewerb: Cool bleiben trotz Lampenfieber

Sieben Klavierschüler der Kreismusikschule zeigten beim Vorbereitungskonzert für „Talentissimo 2016“ im Schloss Wolzogen  ihr Können. Von links: Anna Helmerich, Tom Lochner, Ernesto Poggendorf, Cecilia Schwen, Van Trinh Thanh, Na Zhan und Stella Wycisk.
Sieben Klavierschüler der Kreismusikschule zeigten beim Vorbereitungskonzert für „Talentissimo 2016“ im Schloss Wolzogen ihr Können. Von links: Anna Helmerich, Tom Lochner, Ernesto Poggendorf, Cecilia Schwen, Van Trinh Thanh, Na Zhan und Stella Wycisk. Foto: Astrid Hagen-Wehrhahn

Ende April ist es wieder so weit. Dann werden wieder junge Musikschüler aus dem Landkreis im Rahmen von „Talentissimo“ ausgezeichnet. „Talentissimo“ ist ein musikalischer Förderwettbewerb, der in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule und des Landkreises, sowie mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Bad Neustadt, alle zwei Jahre ausgeschrieben wird.

Zur Vorbereitung auf diesen Wettbewerb, der quasi als Unterbau zu „Jugend musiziert“ ins Leben gerufen wurde und ein hohes Niveau zeigt, veranstaltet die Kreismusikschule für ihre Klavierschüler ein Vorbereitungskonzert. Dies fand im Schloss Wolzogen in Mühlfeld statt. Sieben hoffnungsvolle Nachwuchstalente der Klavierklassen von Wolfgang Klösel und Stefan Lehr, aber auch Schüler der Klavierlehrerinnen Antje Albu und Julia Meschederu zeigten ihr Können im gut gefüllten Konzertsaal.

Die Moderation hatte Wolfgang Klösel übernommen. Er führte das Publikum durch das Programm und erläuterte die Pflichtstücke der jeweiligen Musikepochen und Zeitvorgaben, die die Schüler gemäß ihrer Altersgruppe absolvieren müssen.

Das Konzert eröffneten die Jüngsten mit Anna Helmerich (10 Jahre) und Tom Lochner (9), sowie Ernesto Poggendorf (10) und Cecilia Schwen (10). Anna Helmerich, Schülerin der Klasse von Stefan Lehr, präsentierte fünf Stücke, darunter das Pflichtstück ihrer Altersgruppe 2, das 1. Menuett G-Dur von Johann Sebastian Bach. Tom Lochner gehört der Altergruppe 1b an und war der jüngste Konzertteilnehmer. Er ist Schüler von Julia Meschederu und zeigte sein Können unter anderem mit einer Komposition von Cornelius Gurlitt. Für diese Altersgruppe ist noch kein Pflichtstück erforderlich, allerdings müssen die beiden Stücke aus verschiedenen Epochen stammen, erklärte Klösel.

Cecilia Schwen begeisterte mit einer Komposition von Frederic Chopin. Ernesto Poggendorf, der von Wolfgang Klösel ausgebildet wird, bot das gefühlvoll gespielte Tschaikowski-Stück „Der Puppe Grablegung“ und „Au Jardin“ von Alexandre Tansman, das ebenfalls zu den Pflichtstücken seiner Altersgruppe 2 gehört.

Den zweiten Konzertteil gestalteten die Schülerinnen Van Trinh Thanh (Altergruppe 3), Stella Wycisk (Altersgruppe 3), und Na Zhan (Altersgruppe 2). Die Nachwuchskünstlerinnen haben bereits Auszeichnungen am Flügel gewonnen und zählen zu den talentiertesten Schülerinnen der Klavierklasse Klösel. Beim Talentissimo müssen sie im April mit ihren Stücken die Epochen Barock, Klassik und Romantik, sowie die Moderne bis 1950 und die Moderne ab 1950 abdecken. Beim Vorbereitungskonzert präsentierte Van Trinh Tanh (14 Jahre) eine Volksweise von Edvard Grieg, einen Walzer von Wladimir Rebikow und als Pflichtstück, die „Kleine Toccata“ des russischen Komponisten Dmitri Kabalewski. Einen besonderen Hörgenuss brachte die Schülerin mit Eduard Manfred Schmitz? „Kleine Erzählung“ dar, einer vom Jazz beeinflussten Komposition, die zum Programm zahlreicher Musikschulen gehört. Stella Wycisk, 13 Jahre jung, zeigte ihr Können mit schwieriger Klavierliteratur, wie der „Invention a-moll“ von Bach, mit Franz Liszt? „Consolation“ und einem Chopin-Walzer. Schließlich stellte die erst 11-jährige Na Zhan ihr Talent unter Beweis. Sie spielte ohne Notenvorlagen, was das Publikum besonders beeindruckte.

Die Konzentration auf die Musik ist so viel besser, erklärte Klösel. Vom Notenblatt weg, die Musik fühlend, könne Musik wirklich gestaltet werden. Zu Na Zhans anspruchsvollem Repertoire zählte ebenfalls ein Chopin-Walzer und eine Bach-Komposition, sowie „Der hübsche Schmetterling“ von Alexandre Tansman. Besonders eindrucksvoll ihr Spiel des Pflichtstücks „Do you remember“ von Theo Palm und von Claude Debussys „Golliwog?s Cakewalk“.

So verwunderte es nicht, dass die Zuhörer allen jungen Talenten enthusiastisch Beifall spendeten. Für die Klavierschüler seien solche Vorbereitungskonzerte vor Publikum sehr wichtig, erklärte Klösel. Sie lernen mit Lampenfieber und Aufregung umzugehen, cool zu bleiben und das Konzert fortzuführen, selbst wenn ihnen ein Patzer unterläuft. Klösel dankte daher auch den Organisatoren des Konzertnachmittags, Aktives Mellrichstadt und der Kreismusikschule, die es möglich gemacht haben, dass das Konzert in Schloss Wolzogen stattfinden kann.

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