Sondernau

WLAN in der Weisbacher Schule stößt auf Kritik

In der Weisbacher Grundschule soll WLAN installiert werden. Das sorgte in der Bürgerversammlung in Sondernau für Diskussionen. Foto: Marion Eckert

Gut besucht war die Bürgerversammlung in Sondernau mit rund 50 Besuchern. Es war die Auftaktveranstaltung der Bürgerversammlungen in der Gemeinde Oberelsbach. Sondernau ist mit 279 Einwohnern der kleinste Ortsteil, eine Geburt gab es im vergangenen Jahr, fünf Sterbefälle und eine Eheschließung.

Bürgermeisterin Birigt Erb hatte ein umfangreiches Vortragswerk vorbereitet.  Neben den aktuellen Haushaltszahlen ging es vor allem um Informationen unter anderem über den Kreuzbergbus und das Bus-Taxi, die Schul- und Kindergartensituation, Mobilfunk, Ausstellungen und Auszeichnungen bis hin zu einer Reise nach Italien. Denn neben Pompadour in Frankreich ist Oberelsbach eine weitere Partnerschaft mit der italienische Stadt Villorba eingegangen. Vom 26. bis 30. August 2020 soll eine Reise von Oberelsbach aus angeboten werden. Villorba liegt rund 80 Kilometer nördlich von Venedig.

Thema Wasserversorgung

Als Erb zum Thema Wasserversorgung kam, kommentierte das ein Bürger mit: "Oh, jetzt wird es interessant." Doch die Bürgermeisterin hatte nur mitzuteilen, dass es zu Verzögerungen kam, weil die Ausschreibung ergebnislos verlief. Ein neuer Anlauf für die Brunnenbauwerke und den Leitungsbau sei in Arbeit. Bis 2021 soll das Projekt abgeschlossen sein. Mit welchen Kosten zu rechnen seien, wollte Peter Friedrich wissen. Immerhin sei schon 2018 von einer 33-prozentigen Kostensteigerung die Rede gewesen. "Um wieviel wird es noch teurer?" Die Bürgermeisterin konnte darauf keine Antwort geben:  "Wenn ich das wüsste, wäre ich ein Hellseher, wir werden sehen was, mit der Ausschreibung raus kommt."

Peter Friedrich wunderte sich, warum sich das Projekt so lange hinauszögert. Immerhin sei vor sieben Jahren großer Druck gemacht worden. Zudem stellte die Frage: "Brauchen wir die Brunnen überhaupt? Ist es in den vergangenen Jahren zu Wasserknappheit gekommen?" Das Wasser habe gereicht, räumte die Bürgermeisterin ein, doch ein Dauerzustand sei es nicht. "Wir setzen alles daran, so schnell wie möglich weiter zu kommen, manches können wir nicht beeinflussen. Das Wasserrechtsverfahren liegt nicht in den Möglichkeiten der Gemeinde", erklärte sie.

2014 haben die Bürger bereits Beiträge gezahlt. "Wird das Geld zurück gezahlt?", wollte Friedrich weiter wissen. Die Bürgermeisterin verwies auf bereits getätigte Maßnahmen und Investitionen. Aus der Versammlung wurde gefragt, wo das Geld der Bürger geblieben sei. Ob es gewinnbringend angelegt wurde oder Strafzinsen zu zahlen seien. "Wenn es zu Minuszinsen kommt, wird es nicht zu Lasten der Wasserversorgung gehen", versuchte Erb zu beruhigen und sagte: "Wenn wir damals gewusst hätten, wie es sich entwickelt, wäre es 2014 anders gelaufen. Die Zeitfenster sind von den Ingenieurbüros und Behörden nicht eingehalten worden."

WLAN-Infrastruktur

Für Diskussionsstoff sorgte auch die geplante WLAN-Infrastruktur an der Valentin-Rathgeber-Grundschule in Weisbach. Fabian Reder wollte wissen, warum eine Grundschule mit WLAN ausgerüstet werde, wo doch gesundheitliche Beeinträchtigungen bekannt seien. Auch Wolfgang Reitz stellte die Notwendigkeit von WLAN an einer Grundschule in Frage. Bürgermeisterin Erb verwies auf die Forderung des Kultusministeriums und den Wunsch der Schulleitung. "Ich höre nur Positives. Es geht um eine ganzheitliche Bildung", sagte sie.

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