Wollbach

Wald soll breiter aufgestellt werden

Förster Andreas Henig und Bürgermeister Thomas Bruckmüller informierten bei einem Spaziergang durch ein Teilstück des Waldgebietes "Ochsenbühl" über den Zustand des Waldes. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Der Klimawandel geht auch am Wollbacher Wald nicht spurlos vorüber. Doch den damit verbundenen Herausforderungen will man von verantwortlicher Seite offensiv begegnen. "Wir sind dabei, den Wald breit aufzustellen und so die Risiken zu reduzieren." Deutliche Worte aus dem Mund von Bürgermeister Thomas Bruckmüller und Förster Andreas Henig, gesprochen im Rahmen einer Waldbegehung anlässlich des "Brunnentages".

Im Waldgebiet "Ochsenbühl" präsentierte der Waldexperte einige Schadensbilder, die den interessierten Teilnehmern die teils schon dramatische Situation vor Auge führten. Vor allem die letztjährige Trockenheit, der sich rasend schnell verbreitenden Borkenkäfer, aber auch starker Wildverbiss hatten dem Forst erheblich zugesetzt. "Die Kiefer und die Fichte werden sich wohl in Zukunft weitgehend aus unseren Wäldern verabschieden", kündigte Henig als Folge an. Verstärkt werden Laubbäume angepflanzt, die widerstandskräftiger sind. "Ohne das Zutun des Menschen wäre Nadelwald bei uns in der Rhön kaum vorhanden."

Vorbildlich am Waldumbau gearbeitet

Vorbildlich habe Henigs Vorgänger Wolfgang Fath schon vor Jahren am Umbau des Waldes gearbeitet, als er am Waldrand auch Baumsorten, wie Apfel, Birne, Speierling oder andere seltenere Laubbaumarten habe pflanzen lassen. Hinzu kommt noch starkes Buschwerk. Der Eichenprozessspinner ist im hiesigen Wald noch kein Problem, könnte aber durchaus zu einem werden. Zäune helfen, junge Triebe gegen Wildverbiss zu schützen.

Wie wichtig der Wald für den Klimaschutz, für die Bindung von Kohlenstoff und die Erzeugung von Sauerstoff ist, hob Andreas Henig auf dem Streifzug durch den Wald ebenso hervor, wie er darauf hinwies, dass Hochkulturen, wie die Phönizier oder Griechen, oder Seefahrernationen, wie Portugal oder Spanien, nur so lange ihre Zeiten prägten, wie sie Wälder und Holz hatten. Aus der ursprünglich nur auf eine halbe Stunde veranschlagten Waldbegehung waren so höchst interessante und aufschlussreiche anderthalb Stunden geworden.

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