Waldberg

Waldberg: Ärztin Brigitte von der Twer nach 30 Jahren verabschiedet

Die beliebte Waldberger Ärztin Brigitte von der Twer geht in den Ruhestand und wird Waldberg verlassen. Verabschiedet wurde sie vom stellvertretenden Bürgermeister Claus Kleinhenz (rechts) und Waldbergs Ortsbeauftragten Siegfried Söder. Foto: Marion Eckert

30 Jahre war Brigitte von der Twer als Allgemeinärztin in Waldberg tätig. Nun hat die 71-Jährige entschieden, dass es Zeit für den Ruhestand ist. 1989 kam sie in die Rhön, ihren ersten Arbeitstag hatte sie am 19. Dezember 1989, damals noch in der Praxis mit Dr. Eugen Bühner. Seit 1990 ist sie niedergelassene Ärztin in Waldberg und praktizierte bis 2012 gemeinsam mit Dr. Hanna Rose. Bis 2018 war sie alleine in der Praxis, die seitdem zur Gemeinschaftspraxis Dr. Wünsch in Bischofsheim gehört.

So konnte sichergestellt werden, dass der Arztsitz in Waldberg erhalten bleibt und die medizinische Versorgung der Bürger der Walddörfer gesichert ist. Denn auch nach dem Weggang von Brigitte von der Twer wird die Praxis über die Gemeinschaftspraxis in Bischofsheim weiter betrieben. Tägliche Sprechstunden seien vorgesehen, so von der Twer.

Die Ärztin verlässt Waldberg und die Rhön

Brigitte von der Twer wird Waldberg und die Rhön verlassen. Sie plant nach Brandenburg zu ziehen, wo sie ein Häuschen renovieren möchte. Sie freut sich schon auf diese neue Lebensphase, die Renovierungsarbeiten und die Umgestaltung des Gartens. Die 71 Jahre sieht man ihr nicht an, so fit und agil wirkt sie. Sie möchte sich künftig auch verstärkt ihrem Hobby, der Fotografie und Malerei widmen.

Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Sandberg, Claus Kleinhenz, und Waldbergs Ortsbeauftragter Siegfried Söder haben zum Abschied der beliebten Ärztin den Dank der Gemeinde überbracht. "30 Jahre, das ist eine ganze Generation, die Sie hier bei uns betreut haben." Brigitte von der Twer nickte, ja teilweise kannte sie fünf Generationen einer Familie.

Praxis in Waldberg hat eine lange Tradition

Die Arztpraxis in Waldberg kann auf eine lange Tradition zurück blicken. Sie wurde in den 1920er Jahren von Dr. Eustach Bühner als typische Landarztpraxis gegründet. Die Familie wohnte zunächst in der Neumühle, in den 30er Jahren zog sie in das neu gebaute "Doktorhaus" am Ortsrand von Waldberg. Nach Dr. Eustach Bühner wurde die "Dr.-Bühner-Straße" in Waldberg benannt. Er zog 1947 als erster Abgeordneter der Region für die CSU in den Bayerischen Landtag ein und blieb bis zu seinem Tod 1949 in der Politik.

Sein Sohn Eugen Bühner übernahm die Praxis 1953. In dem Jahren zwischen 1947 und 1953 waren unter anderem Dr. Georg und Dr. Mathilde Habermann in Waldberg tätig. Dr. Eugen Bühner führte die Praxis bis zum Ruhestand 1991.

Gut kann sich Brigitte von der Twer noch erinnern, dass es Ende der 1990er Jahre noch Hausbesuche und Dienststunden in den Ortsteilen gab, auch die Diagnostik war längst nicht auf dem heutigen Stand. "Wir hatten Dienst an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr."

Damals wie heute war die Praxis nicht nur für Waldberger von großer Bedeutung. Aus den Walddörfern, aber auch den Nachbargemeinden Premich, Gefäll und Burkardroth kommen die Patienten. Zudem bietet sie Arbeitsplätze für fünf medizinische Fachangestellte.

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