MELLRICHSTADT

Wandern – natürlichste und gesündeste Sportart, die es gibt

In der Markthalle waren viele Mitglieder des Rhönklub-Zweigvereins Mellrichstadt und Bürger versammelt, um den 140. Geburtstag des Vereins gebührend zu feiern.

Nach der Begrüßung der Gäste bekannte sich der Vorsitzende Franz Margraf zusammen mit seinem Verein zur heimatlichen Region und zur „natürlichsten und gesündesten Sportart“, dem Wandern. Am 6. August 1876 war auf die Initiative des Arztes Dr. Justus Schneider der Rhönklub in Gersfeld gegründet worden. Da war auch der Mellrichstädter Landrichter Daniel Trabert, der erste Vorsitzende des Mellrichstädter Zweigvereins, dabei, erinnerte Margraf. Das Wandern war damals schon Mittel zur Etablierung des Rhöntourismus, um die wirtschaftlichen Verhältnisse im „Armenhaus Deutschlands“ zu verbessern. Darum hatte sich der Rhönklub damals sehr für die Einrichtung der Eisenbahnlinien in die Rhön eingesetzt. Für die Zukunft sah Margraf dem Rhönklub eine „ganzheitliche“ Aufgabe gestellt: „Einsatz und Verantwortungsübernahme für unsere Heimatregion Rhön mit ihren Bewohnern und ihrer regionalen Kultur“.

Damit werde bei den Einheimischen Zusammengehörigkeit und Heimatgefühl gestärkt durch das Bewusstsein, einen festen Standort und Standpunkt zu haben. Wissen, wo man steht, und wissen, woher man kommt, sei die Grundlage der Arbeit des Rhönklubs. Wandern als Mittel zur Stärkung der Gesundheit an Leib und Seele, zugleich die Schönheit der Schöpfung zu erfahren, seien Dinge, die der Rhönklub den Menschen nahebringen möchte.

Mellrichstadts zweiter Bürgermeister überbrachte die Glückwünsche der Stadt und des Stadtrats. In all den Jahren habe der Rhönklub an der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Stadt mitgewirkt, sagte Thomas Dietz. Respekt zollte er dem Verein dafür, dass er sich nach Krisen unter Hartmut Berrischs Führung stabilisiert und weitere Mitglieder gewonnen habe. Mit seinen Angeboten treffe der Rhönklub einen Nerv der Zeit und genieße in Mellrichstadt hohes Ansehen. Vielfältig sei der Verein aktiv, öffne sich den Menschen, was „ganz im Sinne einer Stadt wie Mellrichstadt“ sei. Dietz vermutete, dass die Beschäftigung mit der Stadtgeschichte ein Schwerpunkt der Arbeit des Mellrichstädter Rhönklubs sein wird.

Konrad Tripp zollte dem Mellrichstädter Rhönklub-Zweigverein ebenfalls seine Hochachtung und erkannte an, wie viel ehrenamtliche Arbeit des Vorstands in den Aktivitäten des Vereins steckt. Darum nannte er dessen Mitglieder einmal beim Namen. Diese Personen seien das „Potenzial für ehrenamtliche und engagierte Arbeit“ in Mellrichstadt. Die Rhönklub-Region Saale-Sinn sei stolz auf den Zweigverein Mellrichstadt.

Bernd Günder fand es erstaunlich, dass der Mellrichstädter Zweigverein schon im Jahr seiner Gründung fast hundert Mitglieder zählte. In den Jahren 1892, 1939 und 1963 habe er die Hauptversammlung des Gesamt-Rhönklubs ausgerichtet und 1987 mit der Eichendorff-Plakette des Bundespräsidenten für seine Aktivitäten eine besondere Auszeichnung erhalten.

Günder zählte eine lange Liste solcher Aktivitäten aus den Bereichen Wandern, Kultur und Naturschutz, Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit auf, mit denen sich der Mellrichstädter Zweigverein auch heute noch Verdienste erwerbe.

Landrat Thomas Habermann dankte wie seine Vorredner dem Vorstand für seinen Einsatz. Er konstatierte, dass sich der Rhönklub auch „modernen Aufgaben“ zuwenden müsse, auch, um junge Menschen für sich zu gewinnen.

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