Bischofsheim

Warum die Bergwacht eine lebendige Gemeinschaft ist

Höhepunkt im vergangenen Jahr bei der Bergwacht Bischofsheim war die 50-Jahr-Feier, unter anderem am neuen Sützpunkt am Kreuzberg. Nun gibt es für die neue Hütte auch eine Hüttenordnung. Unser Bild zeigt Bereitschaftsleiter Oliver Scheuplein und Hüttenwart Johannes Rott am neuen Stützpunkt.
Höhepunkt im vergangenen Jahr bei der Bergwacht Bischofsheim war die 50-Jahr-Feier, unter anderem am neuen Sützpunkt am Kreuzberg. Nun gibt es für die neue Hütte auch eine Hüttenordnung. Unser Bild zeigt Bereitschaftsleiter Oliver Scheuplein und Hüttenwart Johannes Rott am neuen Stützpunkt. Foto: Hanns Friedrich

Als eine "lebendige und aktive Gemeinschaft" hat Matthias Pfeiffer von der Bergwacht Bayern, Leiter der Geschäftsstelle Region Rhön und Spessart, die Bergwacht Bischofsheim, bezeichnet. Bei der Jahresversammlung im BRK-Heim Bichofsheim fügte er an: "Das ist nicht immer selbstverständlich und deshalb sage ich auch im Namen der Regionalleitung euch ein herzliches Dankeschön." Die 50-Jahrfeier im vergangenen Jahr habe den Zusammenhalt der Bereitschaft auch in der Bevölkerung deutlich gemacht: "Es war eine super Feier, bitte macht so weiter!"

Naturschutz fängt bei jedem selbst an

In seinem Jahresbericht informierte Bereitschaftsleiter Oliver Scheuplein über die neue Hausordnung für den neuen Bergwachtstützpunkt am Kreuzberg. Diese wurde einstimmig von der Versammlung angenommen. In diesem Zusammenhang wies Bärbel Ludwig auf den Naturschutzgedanken hin, der ja gerade bei der Bergwacht eine große Rolle spielt. Nachdem die Arbeiten an der neuen Hütte abgeschlossen sind, sollte es selbstverständlich sein, dass man nicht mehr mit dem Auto bis direkt zum Stützpunkt fahre. Hier sollten die Bergwachtler Vorbild sein und zur Hütte laufen, damit wieder ein Wanderweg entstehen kann.

Als "Nachbarn am Berg" sieht sich die Bergwacht zum Kloster Kreuzberg. Deshalb wurden Kontakte zum neuen Geschäftsführer aufgenommen, der der Bergwacht wohl gesonnen sei, wie Oliver Scheuplein sagte. Er hatte gebeten, dass beim Adventsmarkt in diesem Jahr die Bergwacht doch "für den Fall der Fälle" dabei sein sollte. "Ich habe natürlich zugesagt, denn da können wir uns auch der Bevölkerung präsentieren."

Sieben Anwärter momentan in der Bereitschaft 

Zuvor hatte Bereitschaftsleiter Scheuplein in seinem Rückblick 17 aktive Einsatzkräfte und 22 Aktive Mitglieder in der Bergwacht Bischofsheim aufgelistet. Es gibt derzeit sieben Anwärter. 24 Einsätze (-1 gegenüber 2018) verzeichnete die Bereitschaft 2019. Der Winterdienst bislang sei recht kurz gewesen, genau eineinhalb Tage am 28. und 29. Februar 2020. Aktiv war man bei der Birkhuhnzählung, beim Lupinenmähen, Rhöner Kuppenritt und der Heidelsteinfeier. Hauptaufgabe war die Sanierung der Bergwachthütte zum Rettungsstützpunkt und 50-Jahrfeier im September. Die TV-Sender ARTE und das Bayerische Fernsehen berichteten wie die Zeitungen vor Ort über die Bergwacht.

Es gab sechs Notfalleinsätze mit Notarzt und Abtransport, sieben weitere ohne Notarzt. Hinzu kamen vier Hubschraubereinsätze. Im abgelaufenen Jahr wurden viele Mountainbikeunfälle verzeichnet, außerdem eine Vermisstensuche. Kurz streifte der Bereitschaftsleiter die Sanierung der Bergwachthütte, die nun Bergwacht-Stützpunkt ist. In diesem Zusammenhang dankte Oliver Scheuplein zahlreichen Sponsoren. Die Skiwacht bestehe nur noch aus Matthias Pfeiffer. Er besetzt bei Skibetrieb den Rettungsstützpunkt Kreuzberg. Ein Motorschlitten und Container wurden angeschafft, damit die Dienstmannschaft am Kreuzberg autark arbeiten kann. Im neuen Stützpunkt befinden sich ein Notfallrucksack und ein Defibrillator.

Nach dem Bau wieder der Ausbildung widmen

Ingo Sauer gab einen Einblick in die Finanzen. Er sprach von einem finanziell erfolgreichen Jahr. Die Kassenprüfer Heinrich Hubert und Albert Back bestätigten ihm eine perfekte Kassenführung und nannten die Buchführung eine "Super Arbeit". Damit konnten Schatzmeister und die Vorstandschaft entlastet werden. Ausbildungsleiter Thomas Eußner sprach die Ausbildung im Zentrum Bad Tölz ebenso an wie die Winter- und Sommerlehrgänge.

Nach der Fertigstellung des Rettungsstützpunktes müsse man sich in diesem Jahr wieder verstärkt der Ausbildung und den eigentlichen Aufgaben zuwenden. Wichtig sei es, Jugendliche für den Dienst in der Bergwacht zu begeistern. Engpässe gibt es bei den Ausbildern, und zwar in allen Bereichen. Zur Technik sagte der Ausbildungsleiter, dass es neue Gurte und Sicherungsschlingen gibt. Ersetzt werden müssten die Klettergurte für Kinder. Ansonsten habe die Bergwacht Bischofsheim eine hochwertige Ausrüstung.

Halbes Jahr unter TV-Beobachtung

Bärbel Ludwig ging auf die Arbeit der Bergwacht im Naturschutz ein, erwähnte die verschiedenen Aktionen.  Dazu gehörte die  Birkhuhnzählung, wobei man im Herbst einige Jungtiere entdeckte.  Bei der Lupinenaktion war man wieder  aktiv. Mit dabei war auch ein Fernsehteam des Senders ARTE, die die Naturschützer der Bergwacht über einen Zeitraum von einem halben Jahr begleiteten. Ausführlich stellte Bereitschaftsleiter Scheuplein die Hüttenordnung vor. Demnach muss der Abfall täglich "mit nach unten genommen werden." Außerdem müssen Hüttenschuhe getragen und die Gerätschaften, wie auch die Hütte selbst, pfleglich behandelt werden, betonte Hüttenwart Johannes Rott. Dem stimmte die Versammlung zu.

Kurze Information gab es von Dr. Michael Zacher zur Notfallmedizin. Auch er stehe für Ausbildung zur Verfügung. Ausbildungsleiter Thomas Eußner dankte schließlich Bereitschaftsleiter Oliver Scheuplein für dessen Engagement.

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