Bad Neustadt

Was Senioren und Behinderte interessiert

Im Landratsamt trafen sich die Senioren- und Behindertenbeauftragte. Foto: Julian Morber

Bei der ersten Jahrestagung der Senioren- und Behindertenbeauftragten im Sitzungsaal des Landratsamtes standen unter anderem die Vorstellung des neu gegründeten „Amts für Senioren und Menschen mit Behinderung“, das „Unternehmensnetzwerk Inklusion“, die Initiative „VerA – Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ sowie das Thema „Wohnen wie Zuhause“ auf der Tagesordnung.

Unter dem Dach  „Amt für Senioren und Menschen mit Behinderung“ wurden die bisher in unterschiedlichen Sachgebieten angegliederten Fachbereiche, die sich im weiteren Sinn dem Thema Senioren und Menschen mit Handicaps widmen, zusammengeführt. Zu dem Sachgebiet gehören mehrere Fachbereiche, unter anderem der Pflegestützpunkt, die Fachstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung, die Betreuungsstelle sowie die Altenhilfe. Julian Morber, der Leiter des neuen Sachgebietes, stellte gemeinsam mit Ramona Nürnberger von der Fachstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung das neue Ressort vor. 

Unternehmensnetzwerk Inklusion

Im Anschluss stellte Marlene Rost vom „Unternehmensnetzwerk Inklusion“ das bundesweite Projekt vor und erläuterte dazu einige Hintergründe und Aufgaben. Das Netzwerk berät Firmen im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Menschen mit Handicaps, unterstützt bei der Beantragung von Hilfen und bietet runde Tische mit wichtigen Themen für Teilnehmer aus der Arbeitswelt an. So werden nach ihren Worten derzeit zum Beispiel die Veranstaltungen zum „Betrieblichen Eingliederungsmanagement“ sehr gut angenommen.

„VerA – Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“, eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Initiative des „Senior Experten Service“, wird im Landkreis Rhön-Grabfeld bereits von 20 Ehrenamtlichen unterstützt. Ramona Nürnberger stellte das Projekt mit einer kurzen Präsentation vor. „VerA“ bietet ein Tandemprogramm, bei dem Menschen im Ruhestand Auszubildende aller Berufe und Jugendliche in Berufsvorbereitungs- und Umschulungsmaßnahmen ehrenamtlich mit ihrer Erfahrung unterstützen. Ziel ist es, einem jungen Menschen im fachlichen und privaten Bereich durch eine Vertrauensperson Hilfestellungen bei der Überwindung von beruflichen Hürden zu geben.

Wohnen wie zuhause

Mit dem Thema „Wohnen wie Zuhause“ beschäftigte sich Gabi Gröschel, Seniorenbeauftragte des Landkreises. Sie stellte Wohnprojekte für Senioren vor, bei denen es älteren Menschen ermöglicht wird, durch Einmietung in eine Wohngemeinschaft trotz Einschränkungen in der nahen Umgebung wohnen zu können. Solche Wohnprojekte werden durch private Investoren bisher in einzelnen Kommunen angeboten. Aber auch das Beispiel einer Stiftung, die barrierefreie Seniorenwohnungen errichtet, zeigte sie auf.

Alois Gensler, Behindertenbeauftragter des Landkreises, erläuterte das Gesamtkonzept „Für Menschen im Alter und mit Handicaps im Landkreis Rhön-Grabfeld“. Das Konzept wurde am 13. November 2018 im Rahmen der Auftaktveranstaltung vorgestellt. Gensler thematisierte kurz die Entstehungsgeschichte und die Inhalte des Konzepts. Jede Kommune habe zwei Exemplare eines Ringbuchordners mit ausgearbeiteten Themen erhalten, in dem Veränderungen und Nachträge problemlos eingearbeitet werden können. „Das beste Konzept ist allerdings sinnlos, wenn es nicht mit Leben erfüllt und umgesetzt wird“, appellierte er an die Anwesenden, sich in ihren jeweiligen Kommunen für die Umsetzung wesentlicher Vorschläge zur Verbesserung der Lebenssituation für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Er stieß die Diskussion an, indem er die Anwesenden aufforderte, ihre Ideen vorzubringen. Das Handlungsfeld „Infrastruktur“ stellte er bei den Diskussionen in den Mittelpunkt.

Behindertenausweis online

Alois Gensler informierte über eine wesentliche Erleichterung für die Beantragung von Behindertenausweisen beim Zentrum für Familie und Soziales. So können nicht nur die Anträge online gestellt werden, auch die Einreichung der erforderlichen Unterlagen ist nun auf digitalem Wege möglich. Schnell abgehandelt war das Thema „Barrierebeauftragte in den Kommunen“. Einhellig lehnten die Besprechungsteilnehmer die Einführung eines weiteren Beauftragten ab. Es sei sinnvoll – dies war die Meinung aller Anwesenden – dafür die Kompetenz der bestellten Beauftragten zu nutzen.

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