Fladungen

Was auf die Ohren?!

Die Gruppe „Annjual Acoustics“ aus Unteralba mit Julia, Annalena und Oliver hatte eigene Kompositionen im Gepäck. Foto: Eva Wienröder

Unter dem Motto „Was auf die Ohren?!“ gab es Live-Musik im Fränkischen Freilandmuseum. Dabei präsentierten sich junge Gruppen aus dem Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen mit ganz unterschiedlichen Stilrichtungen.

Familien, Besucher mittleren Alters und Senioren – so setzt sich in der Regel ein Museumspublikum zusammen. Um als museale Einrichtung bei jungen Leuten Interesse zu wecken, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Mit dieser Open-Air-Veranstaltung der besonderen Art rückte man am Sonntag diese Zielgruppe bewusst in den Mittelpunkt. Zum einen holte man junge Akteure in das Museumsdorf, zum anderen zog man damit wiederum jüngeres Publikum an und machte mit dem Event sicherlich auch ein bisschen neugierig auf das Museum selbst. Dass das Gelände mit seinen alten Hofstellen und Häusern eine tolle Atmosphäre bietet und einfach eine coole Location für Konzerte unter freiem Himmel ist, da waren sich jedenfalls schon mal alle einig. Die Veranstaltung kam bei den Bands und den Besuchern gleichermaßen gut an.

In Fladungen beim Open-Air im Freilandmuseum war auch die hessische Band „Münkel“ zu hören, die beim Straßenmusikfestival Schlüchtern prämiert wurde. Foto: Eva Wienröder

Musik an mehreren Orten

Es war ein richtiges kleines Festival. Die Gruppen spielten an mehreren Orten auf dem Gelände, vor dem Brauhaus, auf der Wiese am Weiher, im Hof von Oberbernhards und auch in der Kirche waren zwei Konzerte anberaumt. So pendelten die Besucher immer wieder zwischen den Stationen, um den verschiedenen Darbietungen zu lauschen. Und wie bei einem Festival hatten einige auch Decken mitgebracht und ließen sich bei den sommerlichen Temperaturen im Grünen nieder. Für die Verpflegung mit kühlen Getränken und Leckereien vom Grill war gesorgt, darum kümmerten sich der Fladunger Jugendclub „Bullenstall“. Der hatte sich mit einem zum Schankwagen umgebauten Oldtimerbus zentral vor dem Brauhaus postiert.

Pop, Rock, Soul, Blues, Jazz, Funk und mehr - geboten wurden ganz unterschiedliche Musikrichtungen. So war Vielfalt garantiert und für jeden Geschmack etwas dabei. Einige hierzulande schon bekannte Formationen waren vertreten, aber das Museum wollte insbesondere auch den noch unbekannteren Gruppen eine Bühne bereiten, wie Pressesprecherin Patricia Linsenmeier erklärte. Das Konzept ging auf. Es machte einfach Spaß, auch Neues zu entdecken, zumal einige Musiker bewährte Songs neu interpretierten und darüber hinaus eigene Kompositionen präsentierten. Die Spielfreude der Musiker war ansteckend und mitreißend. Die Besucher – im Übrigen auch die älteren Semester – haben daran Gefallen gefunden.

Unplugged: Elias Zirk und Philipp Bohn (von links) präsentierten Pop, Rock, Soul und Blues. Foto: Eva Wienröder

Geboten war sehr viel

Mit von der Partie bei dem Open-Air waren das Akustik-Duo „Joustix“ mit Felix Nöthling und Jonas Städtler, Soul-Sänger Elias Zirk und Philipp Bohn, die Frankfurter Band „Münkel“, „KultKlub“ aus Fulda, die Gruppe „Annjual Acoustics“ aus dem thüringischen Unteralba und die „Blechköpf“ mit jungen Blasmusikern aus dem Landkreis. Auch der Teeniechor des Musikverein Heufurt, die Trommlergruppe „SchlagARTig“ der Kreismusikschule Bad Königshofen sowie der Chor und das Orchester der Udo-Lindenberg-Mittelschule Mellrichstadt gaben sich beim Open-Air ein Stelldichein. Und da an diesem Tag die Museumsbahn durch das Streutal dampfte, unterhielt während der nostalgischen Fahrt im „Rhön-Zügle“ das Stockheimer Trio „Quietsch Fidel“ die Passagiere.

Handgemachte Musik : Das Trio „Quietsch Fidel“ mit Lygia Wagenführer, Joseph Stengel (links) und Andreas Eckart (rechts) unterhielt mit seinem Gesang und den urigen Instrumenten die Fahrgäste im „Rhön-Zügle“. Foto: Eva Wienröder

Ein Mitmachprogramm gab es auch. So konnte man Schellenringe basteln oder aus Möhren Flöten schnitzen. Einigen Besuchern gelang es dann auch tatsächlich, dem ungewöhnlichen Instrument ein paar Töne zu entlocken.

Gehörig was auf die Ohren gab es von der Trommlergruppe „SchlagARTig“ der Kreismusikschule Bad Königshofen. Foto: Eva Wienröder

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