Willmars

Wasser für Mensch und Wald

Die Wasserversorgung von Völkershausen wird auf neue Beine gestellt. Bei der Gemeinderatssitzung wurde ein Auftrag für den nächsten Abschnitt der erforderlichen Arbeiten vergeben. Foto: Eckhard Heise

Über die neue Wasserleitung von Völkershausen Richtung Sulzgrund ist schon langsam Gras gewachsen, so dass nun der nächste Abschnitt der Trinkwasserversorgung in Angriffe genommen werden soll.  Jetzt geht es um den Dorfbereich.

Gravierende Schäden am Kanal

Ingenieur Erich Hahn stellte bei der Gemeinderatssitzung in Willmars das Ergebnis der Ausschreibung für den zweiten Abschnitt des Wasserleitungsbaus in Völkershausen vor. In diesem Zusammenhang sollte auch die Notwendigkeit eines Austausches der Kanäle in den betroffenen Bereichen untersucht werden. Eine Kamerabefahrung habe tatsächlich einige gravierende Schäden zu Tage gefördert, schilderte der Experte anhand mehrerer Dias.

In einigen Bereichen sollten Leitungen komplett erneuert in anderen kann mit Hilfe von Inlinern ein Austausch umgangen werden. Vor allem im Bereich der Kreisstraße sei eine einwandfreie Wiederherstellung erforderlich, da bekanntlich der Landkreis die Trasse erneuern will.

Ferner berichtete der Ingenieur über den Stand der Arbeiten an der neuen Wasserleitung. Die Betonarbeiten am Pumpwerk seien abschlossen, so dass nun die Technik installiert werden kann. Die Kosten lägen im Rahmen.

Im September sollen die Arbeiten beginnen

Im nichtöffentlichen Teil vergab das Gremium den Auftrag für die Kanalarbeiten und das Verlegen der Wasserleitung, für die nur ein Angebot abgegeben worden sei. Zum Zug kommt die Firma SST, Strahlungen, die bereits im ersten Abschnitt tätig war. Voraussichtlich sollen im September die Arbeiten aufgenommen werden, teilte Bürgermeister Raimund Voss auf Nachfrage der Presse mit. Im Juli soll noch einmal eine Anliegerversammlung zu dem Thema stattfinden.

Bei der Sitzung waren aber noch zwei Gäste anwesend, die ebenfalls aufs Wasser zu sprechen kamen - allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang. Zum letzten Mal stellten die beiden Forstleute Matthias Pfüller und Julian Grundhuber die Bewirtschaftungspläne zum Gemeindewald von Willmars dem Gremium vor. Im nächsten Jahr wird diese Aufgabe ein Mitarbeiter der Forstbetriebsgemeinschaft Obere Rhön übernehmen.

Kein Geheimnis seien die allgemein schlechten Bedingungen für die Bewirtschaftung der Wälder, stieg Grundhuber in seinen kurzen Vortrag ein. In Willmars konnte nicht einmal der geplante Regeleinschlag vorgenommen werden, weil keine Firmen zu haben gewesen seien. Immerhin sei der Wald glimpflich davon gekommen und nahezu von jeglichen Kalamitäten verschont worden. Unterm Strich blieb im Vorjahr ein Defizit von 3.000 Euro.

Beunruhigende Aussichten für den Wald

In diesem Jahr soll wieder 300 Festmeter Eiche eingeschlagen werden, die auf dem Markt einen ordentlichen Preis erzielt. Am Ende soll ein kleiner Gewinn erwirtschaftet werden. Diese Prognose sei aber mit größter Vorsicht zu genießen, weil die Startbedingungen sogar noch schlechter seien als im Vorjahr, fuhr Forstabteilungsleiter Matthias Pfüller fort. Die Aussichten seien beunruhigend, weil der Grundwasserspiegel im Wald erheblich abgesunken sei und sich im Winter nicht erholt habe. Die Fichte sei jedoch besonders empfindlich gegenüber fehlendem Wasser, was für Willmars fatal sei, weil der Anteil im Gemeindewald bei etwa 70 Prozent liegt.

Pfüller spannte daraufhin einen Bogen über einen längeren Zeitraum und stellte fest, dass im 86 Hektar großen Gemeindewald noch Einschlagreserven vorhanden seien, weil dem Wald nicht die Mengen entnommen worden seien, wie geplant. Allerdings könne sich die Situation vor allem angesichts der Größe des Waldes durch ein Naturereignis nahezu täglich verändern.

Im weiteren Verlauf segneten die Räte ein Baugesuch zur Errichtung eines Carports in Filke ab. Ferner beschlossen die Mandatsträger für die drei Gemeindefeuerwehren die Anschaffung von jeweils einem  Systemtrenner in Gesamthöhe von 3000 Euro.

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