Bad Königshofen

Wasserknappheit ist wichtigstes Thema

Der Haushalt 2019 wurde in der Sitzung des Wasserzweckverbands Gruppe Mitte vom Verbandsvorsitzenden Thomas Helbling vorgetragen und danach verabschiedet. Die entsprechende Haushaltssatzung tritt rückwirkend ab 1. Januar 2019 in Kraft.

Der Erfolgsplan umfasst 1.551.470 Euro, der Vermögensplan 964.000 Euro. Eine Kreditaufnahme in Höhe von 112.524 Euro ist vorgesehen, Betriebs- oder Investitionsumlagen werden nicht erhoben. Wie Helbling vortrug, wird mit Einnahmen in Höhe von fast 1,5 Millionen Euro für die kalkulierte Verkaufsmenge von 435.000 Kubikmetern Wasser im Verbandsgebiet gerechnet. Dazu kommen Einnahmen für die Lieferung an die Stadtlauringer Gruppe (8500 Kubikmeter für 15.000 Euro) sowie Grundgebühren in Höhe von 486.000 Euro. Investiert wird in Arbeiten am Hochbehälter Judenhügel, die Erschließung von sieben Bauplätzen in Großbardorf "Am Katzeck" und die Erneuerung von Wasserleitungen in Ipthausen. Außerdem fallen Kosten für den Umbau der Trafostation an, eine neue Erdverkabelung im Werk Kleineibstadt, eine neue Messwasserstation und eine UV-Anlage sowie neue Pumpen, um den Druck im Ortsnetz Aubstadt zu erhöhen. Eine Online-Version des DVGW-Regelwerks muss laut gesetzlicher Vorschriften angeschafft werden, die Kosten dafür betragen 12.819 Euro. Es steht auch eine Ersatzbeschaffung für ein Firmenfahrzeug (VW-Kastenwagen T5) an, da der alte erhöht reparaturanfällig ist. Hierfür wurde eine Obergrenze von 35.000 Euro festgelegt. Der Haushaltsplan mit Stellenplan wurde einstimmig verabschiedet.

Aufträge wurden vergeben

Ebenso wurden Aufträge vergeben: Die UV-Desinfektionsanlage liefert die Firma Xylem Water Solutions Germany für 11.925 Euro plus Nebenkosten. Eine Pumpengruppe darf die Firma Grundfos für 16.983 Euro liefern. Der Auftrag für die Verlegung eines Mittelspannungskabels anstelle des alten, maroden Kabels ging für 30.902 Euro an die bayernwerk Netz-GmbH.

Wassermeister Michael Müller gab eine Einschätzung der derzeitigen Situation ab und bezeichnete sie als "angespannt". Die Pegelstände der beiden Hauptbrunnen 3 und 4 seien von Mai auf Juni und von Juni auf Juli jeweils um einen Meter gesunken. Bei Brunnen 1 und 2 in Kleineibstadt seien die Pegelstände auch gefallen, aber es sei eine Verharrung da, so Müller. Beim Brunnen 2 wurde die Förderleistung erhöht, um die reduzierte Leistung der Brunnen 3 und 4 aufzufangen. Damit verschlechtert sich zwangsläufig die Wasserqualität. Brunnen 3 liegt derzeit bei 0,5 Liter pro Sekunde. Bei Starkregen würde sich der Nitratgehalt noch erhöhen, sagt der Wassermeister voraus. Seit Anfang 2017 gab es keine erwähnenswerte Grundwasser-Neubildung.

Die schwierige Lage wird in einem BR-Fernsehbericht aufgegriffen, in der auch Thomas Helbling zu Wort kommt. Die Bevölkerung habe Verständnis für die Wasser-Sparmaßnahmen, die seit Ende April 2019 gelten, sagte Helbling.

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