Bad Neustadt

Weitgehend stabiler Arbeitsmarkt in Rhön-Grabfeld

Milde Witterung sorgt für nur leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Erste Spuren einer konjunkturellen Schwächephase sind aber erkennbar.

Aufgrund des milden Winterwetters ist die Arbeitslosigkeit nach der Anzahl der Personen sowohl in der Region Main-Rhön wie auch im Landkreis Rhön-Grabfeld nur leicht angestiegen. Im Gegensatz zum November wurden in Main-Rhön 165 arbeitslose Menschen mehr gezählt, heißt es im aktuellen Arbeitsmarktbericht der Arbeitsagentur Schweinfurt.

Betroffen von der Entwicklung waren zum größten Teil Männer, denn bei dieser Gruppe stieg die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem letzten Monat um 188 an. Bei den Frauen sankt die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen in der Region sogar um 23 Personen. Der Grund für diesen Effekt liegt laut der Arbeitsagentur darin, dass überwiegend Männer in den witterungsabhängigen Berufen oder in der Herstellung und der Fertigung tätig sind.

Günstige Witterung 

In der Region insgesamt blieb die Arbeitslosenquote im Vergleich zum November mit 2,9 Prozent unverändert. „Neben der weiterhin robusten konjunkturellen Situation, hat auch die sehr milde Witterung im Dezember zu diesem geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat beigetragen. Ein Wintereinbruch hätte sicher zu mehr Arbeitslosmeldungen und somit Zugängen in die Arbeitslosigkeit, vor allem aus den witterungsabhängigen Berufsgruppen, geführt. Darüber hinaus ist in einigen Branchen zum Jahresende ein geringerer Bedarf an Arbeitskräften üblich. Im Dezember laufen eine Vielzahl befristeter Arbeitsverträge in der Produktion, Fertigung sowie auch in den Bereichen Verkehr und Logistik aus“, stellt Walter Seit, der stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, fest.

Verglichen mit dem Vorjahr stellt sich die Situation ähnlich dar. Im Dezember 2018 wurden 418 arbeitslose Menschen weniger gezählt. Die Arbeitslosenquote lag um 0,1 Prozentpunkte niedriger bei 2,8 Prozent. "Damit schließen wir ein Jahr ab, welches in unserer Region einen robusten Arbeitsmarkt vorwies, trotz einer leichten Eintrübung bei der Nachfrage nach Arbeitskräften", resümiert Seit. "Nach einem Jahr, welches geprägt war von Unsicherheiten wegen Brexit und globalen Handelskonflikten, ist für den regionalen Arbeitsmarkt in 2020 voraussichtlich keine durchgreifende Trendwende zu erwarten", lautet seine die Prognose .

Weniger freie Arbeitsstellen

In Rhön und Grabfeld stieg die Zahl der Arbeitslosen von November auf Dezember um 44 auf 1097 Personen. Das waren 29 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 2,4 Prozent, vor einem Jahr belief sie sich auf 2,3 Prozent. In Main-Rhön wurden damit nur im Landkreis Schweinfurt mit 2,3 Prozent weniger Arbeitslose registriert. Im Nachbarlandkreis Bad Kissingen lag die Quote bei 2,7 Prozent, die höchste Quote weist die Stadt Schweinfurt mit 6 Prozent auf.

Der Bestand an Arbeitsstellen in  Rhön und Grabfeld ist im Dezember um 19 Stellen auf 784 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 158 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Dezember 169 neue Arbeitsstellen, 37 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 2103 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 37.

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