Mellrichstadt

Welchen Ausbildungsberuf soll ich ergreifen?

Sabrina Kromer (rechts) und Anabell Schreiner (2. von rechts) vom Rhön Park Hotel zeigten interessierten Schülerinnen, wie man einen Ananas-Kokos- oder einen Himbeer-Smoothie herstellt, Verkostung inbegriffen. Mit im Bild Lehrerin Antje Dittmar, zuständig für Berufsorientierung an der Ignaz-Reder-Realschule Foto: Brigitte Gbureck

Sie sollten wertvolle Tipps und interessante Anregungen von Ausbildern aus der Praxis erhalten. Deshalb organisierte Wolfgang Schmitt von der Berufsberatung der Arbeitsagentur Bad Neustadt ein Berufswahlseminar für die 9. Klassen an der Ignaz-Reder-Realschule Mellrichstadt. Mit eingebunden waren auch in diesem Jahr erstmals einige Schüler des M-Zweiges der Udo-Lindenberg-Mittelschule.

Die Ignaz-Reder-Realschule stellte jeweils an zwei Tagen ihre Klassenräume zur Verfügung. Firmen kamen mit Ausbildern oder Ausgebildeten in die Schule und erklärten, was von zukünftigen Auszubildenden erwartet wird, wie die Ausbildung abläuft und stellten ihre Unternehmen und die schulische Ausbildung vor. Gleichzeitig umwarben sie potentielle künftige Auszubildende. Wie Antje Dittmar, Lehrerin für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften und in der Schule für Berufsorientierung zuständig, erklärte, hat Wolfgang Schmitt auf Ausgewogenheit zwischen technischen und kaufmännischen Berufen geachtet. Und falls sich jemand für gar nichts interessierte, stand Richard Bott von der Barmer Ersatzkasse zur Verfügung, der den Schülern nahe brachte, wie man eine online-Bewerbung schreibt und ein Vorstellungsgespräch führt.

Kooperation zwischen Schule und Arbeitsamt

Die Kooperation zwischen Schule und Arbeitsamt zur Zusammenarbeit bei der Berufsorientierung wurde seinerzeit von Beratungslehrer Harald Kriegsmann initiiert. Derzeit organisiert Antje Dittmar alle Veranstaltungen, die mit der Berufsorientierung zu tun haben wie Messen, Besuch des BIZ usw. Sie habe den Part übernommen, weil ein großer Bereich die Fächer Wirtschaft und Recht betreffe, informierte Antje Dittmar. Jeweils zwölf Firmen stellten sich an beiden Tagen mit verschiedenen Berufsbildern den Schülern vor.

Wolfgang Schmitt vom Arbeitsamt hatte ihnen Berufserkundungsbogen für das Berufswahlseminar mit einer Liste der sich vorstellenden Firmen zukommen lassen, anhand derer sie sich schon mal Gedanken darüber machen konnten, welcher Ausbildungsberuf bzw. welche Firma ihnen zusagen würde. So haben sich beispielsweise die Industrieunternehmen Reich und Preh darauf geeinigt, dass Reich die Metallberufe und Preh industrielle Elektronikberufe vorstellt. Die Pflegeschulen präsentieren sich jährlich im Wechsel. Am ersten Tag wurden Berufe wie Kauffrau-/mann Büromanagement, Industriekaufmann/-frau, Chemie- oder Biologielaborantin, Zollbeamter im mittleren Dienst, Berufe in der Verwaltung oder im Gesundheitswesen, Möglichkeiten bei der Polizei oder Fremdsprachenkorrespondent/in vorgestellt. Der zweite Tag hatte Berufe im Gesundheitswesen wie zahnmedizinische Fachangestellte oder Erzieher/in bzw. Heilerzieher im Programm, berufliche Möglichkeiten im Hotel-/Gastronomiebereich, IT-Berufe bei der Telekom, Berufe in der Logistikbranche oder auch die Ausbildung in der Justiz- und der Finanzverwaltung.

Spektrum war breit gestreut

Das Spektrum war jedenfalls so breit gestreut, dass die Schüler schon einige Anregungen bekamen für einen eventuell in Frage kommenden Ausbildungsberuf. Zugute kommt ihnen auch, dass die Chancen auf einen Ausbildungsplatz momentan sehr gut stehen. Erfahrungen könnten auch in Berufspraktika gemacht werden. Nicht selten erwächst daraus sogar ein Ausbildungsverhältnis. Diese beiden Tage des Berufswahlseminars waren sicherlich ein erster Orientierungsschritt in Richtung Bewerbung im Herbst.

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