Nordheim

Weltpremiere in Nordheim

Der Mama-Tochter-Chor war für die Nordheimer Sänger eine Weltpremiere. Dieses Chorprojekt kam sehr gut an. Foto: Georg Will

Im sangesfreudigen Nordheim gibt es neuerdings sechs Chor-Ensembles. Diese begrüßten den Frühling am frühen Sonntagabend in der vollbesetzten Nordheimer Kulturscheune mit einem eindrucksvollen, sehr abwechslungsreichen Chorkonzert. Dirigentin Veronika Klassen stand bei allen Gesangsnummern auf der Bühne.

Die Vorsitzende des Gesang- und Musikvereins Nordheim, Andrea Suckfüll, sprach in diesem Zusammenhang gar von einer „Weltpremiere“, denn wo sonst gibt es noch eine Tausend-Seelen-Gemeinde mit sechs Chören? „Darauf sind wir wahnsinnig stolz“, ließ sie die Zuhörer wissen. Ebenfalls Weltpremiere feierte laut Suckfüll die Nordheimer Idee, Mütter und Töchter in einem Chorprojekt gemeinsam auftreten zu lassen.

Das machte allen Beteiligten sichtlich Spaß. Die Kinder im Grundschulalter trällerten fröhlich zusammen mit ihren stolzen Müttern im „Mama-Tochter-Chor“ zuerst den Abba-Hit „I Have A Dream“ und ließen dem Popsong den Goethe-Schubert-Klassiker „Sah ein Knab‘ ein Röslein steh‘n“ folgen (in der flotten Heinrich-Werner-Version). Mit diesen schwungvollen Liedvorträgen ernteten sie stürmischen Applaus.

Der Nordheimer Kinderchor unter der Leitung von Veronika Klassen eröffnete das Frühlingskonzert. Foto: Georg Will

Zuvor hatte der zehnköpfige Kinderchor sein Publikum mit dem Kanon „Seid willkommen liebe Leute“ freundlich begrüßt und als nächste Kostprobe den Filmsong „Lavender’s Blue“ aus Walt Disneys „Cinderella“ angestimmt. 

Der Wortführer der Nordheimer Mannsbilder, Egon Bauß, kündigte schmunzelnd an, dass der Männerchor vierstimmig agiert, nämlich laut, falsch, arhythmisch und mit Begeisterung, um gleich darauf poetisch zu ergänzen: „Ohne Sopran kein Elan, ohne Alt kein Halt, ohne Tenor kein Chor und ohne Bass kein Spaß“.

Der vierstimmige Männerchor sorgte für eine spaßige und trinkfreudige Note beim Frühlingskonzert. Foto: Georg Will

Die Liedauswahl war denn auch sehr originell mit dem Tessiner Volkslied von Paul Zoll „Pferde zu vieren traben“, mit Franz Schuberts „Räuberquartett“ aus dem Opernfragment „Die Bürgschaft“ und dem Trinklied „Sonnenschein und goldner Wein“. Zu letzterem wurde tatsächlich echter Frankenwein auf der Bühne kredenzt und damit genüsslich angestoßen. Die Herren hatten es sich verdient.

Dann gesellten sich die Damen dazu, um als großer gemischter Chor wieder vielstimmig in Frühlingsgefühlen zu schwelgen, und zwar mit dem 20er-Jahre-Hit „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“. Die gut aufgelegten Sänger verströmten Reiselust ins sonnige Italien mit „Funiculi-Funicula“ und verabschiedeten sich mit dem französischen Trinklied „Tourdion“ in die Pause.

Das Nordheimer Frauenensemble beeindruckte mit gefühlvollen US-Popsongs Foto: Georg Will

Hits aus der Neuzeit stimmte dann das Frauenensemble an. Dabei warf ein Beamer ein paar Filmszenen aus dem US-Dance-Movie „Darf ich bitten“ auf die Leinwand und die Ladies sangen den flotten Cha-Cha-Cha-Song „Sway“. Das gefiel den Zuhörern so gut, dass sie eine Wiederholung herbeiklatschten. Romantisch wurde es mit dem Frank-Sinatra-Hit „Fly Me To The Moon“.

Abwechslungsreich ging die musikalische Reise weiter mit dem gemischten Gospelchor und den einfühlsam vorgetragenen Spirituals „Never Gonna Walk This Journey Alone“, „Sometimes I Feel Like A Motherless Child“ und „Nothin‘ Gonna Stumble My Feet“. 

Im Finale verabschiedeten alle Sänger begeisterte Zuhörer in den sonnigen Frühlingsabend mit dem Lied „Lachend kommt der Frühling über das Feld“.

Im Finale des Frühlingskonzerts standen noch einmal alle Mitglieder der sechs Nordheimer Chöre gemeinsam den Frühling herbeisingend auf der Bühne. Foto: Georg Will

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