Salz

Wenig Wald kann auch ein Vorteil für Salz sein

Der alte Kindergarten und das spätere Wohnhaus der Familie Elsbett in Salz soll in absehbarer Zeit saniert werden.
Der alte Kindergarten und das spätere Wohnhaus der Familie Elsbett in Salz soll in absehbarer Zeit saniert werden. Foto: Eckhard Heise

Auch wenn der Sälzer Wald, der als kleinster Kommunalwald im Landkreis eher übersichtlich ist, muss er doch genauso bewirtschaftet und gepflegt werden wie andere. Auf welche Weise das geschehen soll, erläuterte Hubert Türich, Abteilungsleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, bevor sich der Gemeinderat des Haushalts für das Jahr 2020 annahm.

Hubert Türich erläuterte aber zunächst die aktuelle Situation auf dem Holzmarkt und die Gründe für die Entwicklung. Danach sind gerade auf dem Weltmarkt ungeheure Holzmengen im Angebot, die auf Grund des Klimawandels und vor allem der Trockenheit angefallen sind. Die Bäume - vor allem in Unterfranken – seien im letzten Sommer und auch jetzt noch einem ungeheuren Stress ausgesetzt. Nur die Waldschädlinge freuten sich über die veränderten Wetterbedingungen und vermehrten sich in einem ungeheuren Ausmaß. Der Borkenkäfer produziere inzwischen bis zu vier Generationen pro Jahr. Selbst in der Hochrhön breite sich der Fichtenschädling rasant aus. Hinzu kämen weitere Kalamitäten wie Schwammspinner und Eichenwickler.

Skeptisch gegenüber fremden Baumarten

Auch die Baumart Nummer eins in Unterfranken, die Kiefer, leide zunehmend. Betroffen sei außerdem die Buche, der man eigentlich eine höhere Widerstandskraft zugeschrieben habe. Eine sichere Alternative sei noch nicht in Sicht. Vor allem ist Türich skeptisch gegenüber Fremdarten. Das einzig Gute für den Sälzer Wald sei, dass er auf Grund seiner Größe vom Preisverfall beim Holz nicht so betroffen ist wie andere Gemeinden. In Zahlen heiße das, Einnahmen von 900 Euro liegen Ausgaben von 2600 Euro gegenüber.

Mit ganz anderen Zahlen wartete VG-Kämmerer Martin Koller auf, als er den Haushalt der Gemeinde vorstellte. Der Kassenhüter setzte das Gesamtvolumen auf knapp acht Millionen Euro an - etwas niedriger als im Vorjahr. Deutlich geringer sind die Investitionen mit einem Betrag von 2,3 Millionen Euro.

Erschließungsvorhaben für Gewerbe

Der Schwerpunkt liegt bei den Erschließungsvorhaben für Gewerbe und vor allem für ein Wohnbaugebiet. Als größtes Einzelprojekt sollen im Mai die Arbeiten am Feuerwehrhaus abgeschlossen werden. Im Rahmen der Innerortsentwicklung sollen mehrere Vorhaben angegangen werden, unter anderem ist auch vorgesehen, den ehemaligen Kindergarten, das spätere Wohnhaus der Familie Elsbett, auf Vordermann zu bringen – jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt. Auch Kanalarbeiten werden in einem größerem Umfang erst frühestens 2021 angegangen.

Die Gemeinde kann sich bei ihren Vorhaben nach wie vor auf solide Einnahmequellen stützen. Die wichtigsten Bereiche wie Schlüsselzuweisungen, Gewerbe- und Einkommensteuer kommen zusammen auf drei Millionen Euro, so dass beim laufenden Geschäft ein Überschuss von 700 000 Euro einkalkuliert wird. Ein Teil des Betrags wird zur Tilgung der Schulden verwendet, die zu Jahresbeginn bei drei Millionen beziehungsweise 1331 Euro je Einwohner liegen. Durch die Vorhaben in der Zukunft wird sich diese Zahl jedoch deutlich nach oben bewegen. Einstimmig verabschiedete das Gremium das Zahlenwerk.

Kostensatzung wurde überarbeitet

Im weiteren Verlauf stimmte das Gremium noch für die Einführung von Tempo 30 an der Querung des Fernradwanderwegs/Kapellenweg. Ferner überarbeitete der Gemeinderat die Kostensatzung für Einsätze der örtlichen Feuerwehr und stimmte dem Bau eines Einfamilienhauses in der Hangstraße zu. Und zu guter Letzt gab Bürgermeister Martin Schmitt die Beauftragung des TÜV Rheinland bekannt, der den Zustand der örtlichen Straßen erfassen soll. Schließlich war noch ein Nachtrag für Klempnerarbeiten am Feuerwehrhaus entstanden, der sich auf 5600 Euro beläuft.

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