LEBENHAN

Wenn der Altar die Kirche für immer verlässt

Generalvikar Prälat Dr. Karl Hillenbrand übergibt Pater Rektor Hermann Keul das Profanierungsdekret.
Generalvikar Prälat Dr. Karl Hillenbrand übergibt Pater Rektor Hermann Keul das Profanierungsdekret. Foto: FOTO B. Rösch
(rh) Ein seltenes Erlebnis hatten am Sonntagnachmittag die zahlreichen Besucher der Profanierung der Klosterkirche im Missionshaus des Ordens der Heiligen Familie in Lebenhan. Der Orden gibt bekanntlich das Kloster zum Ende die-sen Monats auf. Am Ende des letzten Gottesdienstes vollzog Generalvikar Karl Hillenbrand den Ritus der Profanierung – das heißt, der Entweihung der Kirche. Hillenbrand verlas zunächst das Profanierungsdekret von Bischof Hofmann: „Mit Wirkung vom 23. November 2008 verfüge ich hiermit auf Antrag der Missionare von der Heiligen Familie und nach Anhörung der Verantwortlichen die Profanierung der Hauskapelle St. Kilian, im Missionshaus St. Kilian in Lebenhan, Dekanat Bad Neustadt.“

Fotoserie

Profanierung Klosterkir

zur Fotoansicht

Hillenbrand erläuterte, dass der Hauptaltar vom Orden mit an den Sitz nach Betzdorf genommen wird, wohin auch eine Reihe von Priestern des Klosters ihren Alterssitz verlegen wird. Die Seitenaltäre gehen in den Besitz der Diözese und werden bei Bedarf in Pfarreien eingebracht. Die Kirchenbänke sollen in einer Kirche in Rumänien neue Dienste tun. Nach einem Gebet wurden alle Kerzen gelöscht, Blumenschmuck und Altardecken entfernt. Die Reliquien wurden aus dem Altar geborgen. Anschließend wurden das Allerheiligste und das Ewige Licht in einer feierlichen Prozession mit allen Gläubigen und Priestern unter musikalischer Begleitung der DJK-Musikkapelle unter Leitung von Günther Pfennig in die Kuratiekirche „Maria Geburt“ gebracht. Nach der Erteilung des Segens mit dem Allerheiligsten endete die Profanierung.

Alle Besucher der Feier waren in den Speisesaal des Klosters zu einer Zusammenkunft zum lockeren Gespräch eingeladen. Pater Rektor Keul freute sich über die große Beteiligung und dankte allen Lebenhanern und Gästen für den Besuch und Otmar Elting, sowie der Musikkapelle für die Mitgestaltung des Gottesdienstes und der Prozession. Er habe die Belange des Klosters immer als Herzensangelegenheit der Lebenhaner erlebt. Entsprechend betonte er das gute Verhältnis.

Pater Provinzial Egon Färber unterstrich die Verbundenheit und betonte nochmals die Schwierigkeit der Entscheidung der Aufgabe des Klosters von Lebenhan. Das Klosterareal geht nun Anfang Dezember in das Eigentum des neuen Eigentümers der Stiftung Weltkulturerbe der Weisheitslehren über.

Weitere Artikel

Schlagworte

Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!