Bad Neustadt

Wenn sich Farbe ins Seelenleben mischt

Die Ausstellung '3000 Zustände des Herzens' zeigt Arbeiten von (vorne von links) Dr. Annette Roggatz, Csaba Horovitz, Christine Grösch, (hinten von links) Iris Gruppe, Horst Hildmann, Jürgen Krug und Martin Flechsig.
Die Ausstellung "3000 Zustände des Herzens" zeigt Arbeiten von (vorne von links) Dr. Annette Roggatz, Csaba Horovitz, Christine Grösch, (hinten von links) Iris Gruppe, Horst Hildmann, Jürgen Krug und Martin Flechsig. Foto: Karin Nerche-Wolf

Wer in den kommenden Wochen bis zum 12. Mai dienstags, freitags, samstags zwischen 11 und 14 Uhr oder mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr in der Bauerngasse unterwegs ist, sollte nicht versäumen, der Hausnummer 7 A einen Besuch abzustatten. Denn dort zeigt der Kunstverein eine Ausstellung, die genauso vielfältig ist wie ihr anspruchsvoller Titel "3000 Zustände des Herzens".

Empfangen wird der Besucher auf höchst ungewöhnliche Weise: Mitten im Flur hängt ein Overall, der Lebensfreude verbreitet, aber auch eine dunkle Rückseite hat, in der ein weißes Herz leuchtet. So stellt die Fachoberschülerin Ronja Schilling die Empfindungen dar, die sie an einem ganz normalen Mittwoch bewegen. Unter Anleitung von Kunstvereinsmitglied Annette Roggatz entstand an der FOS zudem eine vielschichtige und ansprechende Gemeinschaftsarbeit in der Drucktechnik Monotypie.

Kunstvereinsvorsitzender Csaba Horovitz (Mitte) überraschte bei der Ausstellung "3000 Zustände des Herzens" mit der Symbolsprache, die er zu diesem Thema entwickelt hatte. Foto Nerche-Wolf
Kunstvereinsvorsitzender Csaba Horovitz (Mitte) überraschte bei der Ausstellung "3000 Zustände des Herzens" mit der Symbolsprache, die er zu diesem Thema entwickelt hatte. Foto Nerche-Wolf Foto: Karin Nerche-Wolf

Einen äußerst farbintensiven Ausdruck verleiht Jürgen Krug dem Herzen, das sich gefangen, befreit oder zerrissen fühlt, eine ähnliche Leuchtkraft entfalten das kalte und das übervolle Herz von Christine Grösch. Bei Horst Hildmanns gebrochenem, aufblühendem und pulsierendem Herzen fühlt sich der Betrachter an Victor Vasarely erinnert, Marthy Steller-Vrolyk kombiniert auf aparte Weise ihre gemalten Gefühle mit gegenständlichen Figuren. Die Liebesschlösser an der Kölner Hohenzollernbrücke sprachen das Herz des Fotografen Martin Flechsig an und Gabi Kaminski, Gerti Gerlach sowie die Goldschmiedin Iris Gruppe haben Gefühlslagen in besonderen Momenten mit ihren Arbeiten Dauer verliehen.

Eine unglaubliche Überraschung präsentierte Kunstvereinsvorsitzender Csaba Horovitz bei der Vernissage. Monatelang hatte er sich in die buddhistische Philosophie von den 3000 Zuständen des Herzens vertieft. Er erklärte die zugrunde liegenden zehn Welten wie Hölle, Hunger, Ärger oder Ruhe, Lernen und Teilerleuchtung und verblüffte mit den Symbolen, die er sich dazu ausgedacht und in einer speziellen Spritztechnik auf einzelnen kombinierbaren Tafeln sichtbar gemacht hatte. Zehn Symbolbilder widmete er den Welten, zehn den verschiedenen Faktoren wie innere und äußere Ursachen, die Einfluss auf einen Lebensaugenblick haben, außerdem vollzog er die Rechnung nach, die schließlich zu 3000 Zuständen des Herzens führt und Gemälde und Skulpturen hervorbringt, die Aufmerksamkeit verdient haben.

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