Fladungen

Wer investiert, darf auf Förderung hoffen

Die Stadt Fladungen hat ein kommunales Förderprogramm für Investitionen zur Wiederbelebung vorhandener Bausubstanz erlassen. Ab Juli werden Maßnahmen mit bis zu 10 000 Euro gefördert.
Die Stadt Fladungen hat ein kommunales Förderprogramm für Investitionen zur Wiederbelebung vorhandener Bausubstanz erlassen. Ab Juli werden Maßnahmen mit bis zu 10 000 Euro gefördert. Foto: Marion Eckert

Eine gute Nachricht hatte Fladungens Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten im Stadtrat mitzuteilen. In der Streutalallianz können nun Kleinprojekte gefördert werden. Das Amt für ländliche Entwicklung stelle hierfür insgesamt 100 000 Euro zur Verfügung. Anträge können Bürger, Vereine und Kommunen einreichen. Mit dem Geld  könne vieles gefördert werden, um die Entwicklung in der Region aktiv zu unterstützen, so die Bürgermeisterin.

Es gehe um die Sicherung einer erreichbaren Grundversorgung, um attraktive und lebendige Ortskerne, um Natur-, Umwelt- und Klimaschutz oder auch um Digitalisierung. Die Attraktivität der ländlichen Räume soll damit gesteigert werden. Mit dem Regionalbudget sollen Kleinprojekte mit Gesamtkosten bis maximal 20 000 Euro gefördert werden, die bisher nur eine geringe Chance auf Förderung hatten. Ideen und Anregungen sind bei der Stadt Fladungen einzureichen.

Wer ein altes Haus renoviert, bekommt Förderung

Ab 1. Juli 2020 tritt zudem das kommunale Förderprogramm der Stadt Fladungen für Investitionen zur Wiederbelebung vorhandener Bausubstanz in Kraft. Bereits im Januar haben die Stadträte über die Rahmenbedingungen beraten. Die Ideen und Anregungen wurden von Seiten der Verwaltung in die Satzung eingearbeitet, die nun einstimmig verabschiedet wurde.

Die Förderung wird für Wohnzwecke und gewerbliche Anwesen für das gesamte Stadtgebiet einschließlich der Ortsteile gewährt. Die Gebäude müssen mindestens ein Jahr ungenutzt und zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 50 Jahre alt sein. Abweichend kann auch in Einzelfällen eine Förderung bei bewohnten Gebäuden gewährt werden, um einen drohenden Leerstand zu vermeiden. Nicht nur die Sanierung, sondern auch Abriss und Neubau sind förderfähig.

Jährlich werden maximal fünf Projekte gefördert, der Höchstbetrag wurde auf 10 000 Euro je Anwesen festgesetzt. Maßnahmen unter 5000 Euro werden nicht gefördert. Das Förderprogramm gilt zunächst für fünf Jahre. Anträge sind schriftlich vor Baubeginn bei der Stadt Fladungen einzureichen.

Behörden kümmern sich ums Entsorgen der Altlasten

Der Chaos-Camping-Club hat bei seiner Säuberungsaktion auf der alten Mülldeponie bei Sands mehr Unrat, vor allem auch alte Fahrzeuge ausfindig gemacht, als vorher bekannt war und angenommen wurde. Dieses Thema hatte in den vergangenen zwei Sitzungen des Stadtrats wiederholt für Diskussionsstoff gesorgt.

Nun habe das Landratsamt nach einem Ortstermin und in Absprache mit der Stadt Fladungen und dem Vorsitzenden des Chaos-Camping-Clubs, Benedikt Schmidt, sowie dem Wasserwirtschaftsamt angeordnet, dass keine weiteren Müllsammelaktionen auf dem Gelände stattfinden dürfen, informierte die Bürgermeisterin. Die Entsorgung der Altlasten sei ein größeres Thema, das gemäß den gesetzlichen Vorschriften durch die Behörden vorgenommen werde. Konkret gehe es dabei auch um die Prüfung von schädlichen Bodenveränderungen beziehungsweise Gefährdungen für die Allgemeinheit.

31 Stellplätze für Wohnmobile und zehn Zeltplätze geplant

Für die Umgestaltung, Erweiterung und Modernisierung des Campingplatzes in Fladungen wurde den Stadträten vom Architektenbüro Joachim Perleth (Schweinfurt) ein Vorentwurf vorgelegt. Einbezogen wurden die Inhalte aus dem Ideenworkshop. Der Entwurf wurde so konzipiert, dass der Platz mit den angestrebten vier Sternen ausgezeichnet werden kann. Das sei kein übertriebener Luxus, sondern Standard, den Camper heute verlangen, hieß es.

Die komplette Fläche des Bolzplatzes werde  für die Erweiterung herangezogen. Als Ersatz werde ein kleinerer Bolzplatz in Spielplatznähe erstellt. Nach dem derzeitigen Entwurf könnten 31 Wohnmobil-Stellplätze und acht Zeltplätze entstehen. Über die Ausgestaltung der Plätze müsse noch gesprochen werden, allerdings sei klar, dass Strom, Wasser und Abwasser sowie Internet notwendig seien.  Vorgesehen sind  außerdem eine Entsorgungsstation, vier Notstellplätze für Nachtankünfte, Gemeinschaftsflächen sowie ein hoher Grünanteil.

Wie viel investiert Fladungen in den Camping-Platz?

Wenn im neuen Teil die Vorgaben für vier Sterne eingehalten werden, könne die gesamte Anlage mit dem alten Bereich auch aufgestockt werden. Die Sterneauszeichnung setze allerdings auch voraus, dass es eine Rezeption, ein Restaurant und einen Verkaufsladen gibt. Kritische Äußerungen gab, es ob sich das in Fladungen wirtschaftlich darstellen lasse. Die Gesamtkosten für die Erweiterung bezifferte Perleth auf 1,1 Millionen Euro, hinzu kommen weitere 1,1 Millionen Euro für ein Gebäude. Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, dass die Stadträte gemeinsam mit dem Architekten eine Besichtigung der Campingplätze in Bischofsheim und Wüstensachsen vornehmen und erst danach weitere Entscheidungen getroffen werden.

Zugestimmt wurden dem Bauantrag zur Umrüstung der vorhandenen Werbeanlagen der Tankstelle von "Avia" auf "Esso". Auch dem Tekturantrag des FC Bayern 1920 Fladungen zu Erweiterung der bestehenden Terrasse mit Überdachung am Sportheim wurde zugestimmt. Keine Einwendungen gab es zum Neubau eines Einfamilienhauses in Rüdenschwinden.

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