Brendlorenzen

Wer lässt so viel Unrat an der Brend?

Kübelweise Unrat: Was Gewässerwart Elmar Kirchner an den Brend-Wehren vor der Stadt findet, ist schon fast unvorstellbar. Von Schnapsflaschen über Pizzakartons bis zum alten Handtuch ist alles dabei. Foto: Gerhard Fischer

Einen Gewässerlehrpfad stellt man sich anders vor. Herumliegende 
Papiertüten, Reste einer Melone, Wein- und Schnapsflaschen, Pizza-Verpackungen, Plastikmüll und nasse Handtücher. "Das ist eine Sauerei", schimpft Elmar Kirchner aus der Gartenstadt beim Anblick dieser Müllhalde aus offensichtlichen Party-Hinterlassenschaften.  

Ort des Umweltfrevels, zu dem es wohl am Mittwochnachmittag gekommen war, ist das Wehr der Ballingsmühle an der Brend. Hier und an einigen weiteren Plätzen an dem Fluss unweit des Grünabfallplatzes von Brendlorenzen lassen sich immer wieder vor allem in den Sommermonaten Grüppchen nieder, um an den idyllischen Fleckchen etwas zu feiern oder einfach zusammenzusitzen.

In der Regel wird aufgeräumt

"Das ist meistens auch kein Problem, in der Regel räumen die Leute ihre Sachen auch auf und nehmen den Abfall mit", sagt Elmar Kirchner. Er ist der Gewässerwart der Hegefischereigenossenschaft Brend und Nebenflüsse für den Abschnitt von Unterweißenbrunn bis zur Mündung in die Saale.   

Auch auf den landwirtschaftlichen Wiesen nahe dem Brend-Ufer stieß Kirchner auf Verschmutzungen. Foto: Gerhard Fischer

Zweimal in der Woche schaut er an der Brend nach dem Rechten und kontrolliert verschiedene Gewässerabschnitte. Ein besonderes Auge hat er dann auch auf die Bereiche am beliebten Treffpunkt. Schon am Zufahrtsweg, der eigentlich nicht öffentlich befahren werden darf, sieht man ein parkendes Fahrzeug, vor allem aber Fastfood-Unrat ausgerechnet vor dem ersten Schild, das auf den Gewässerlehrpfad hinweist. "Der Gewässerlehrpfad wird von Schülern instand gehalten, das ist eine Frechheit", beklagt sich Kirchner.   

Abfall allerorten, auch am Schild des Gewässerlehrpfades. Foto: Gerhard Fischer

Während die anderen Plätze, die Kirchner zeigt, alle sauber sind, bietet sich an der Ballingsmühle das Bild einer Müllhalde. Auch Plastikteile liegen neben all dem Unrat auf dem Boden. "Das kann in die Brend fallen und dann gehen die Fische auf das glitzernde Zeug", weiß Kirchner. Die hätten es zurzeit sowieso nicht leicht, weil die Hochwässer immer wieder für verschmutztes Wasser sorgen.  

Auch die Landwirte der angrenzenden Äcker dürften sich ärgern, denn Autospuren reichen bis in die Wiesenflächen hinein. Elmar Kirchner kann nur mit dem Kopf schütteln. Aber mit der Vernunft mancher Zeitgenossen scheint es einfach nicht weit her.

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