WILLMARS

Wieviel Wasser braucht Völkershausen?

Intensiv wird in Willmars zurzeit an der Anschlussstelle der Wasserleitung nach Völkershausen gearbeitet. Die Trasse führt den Lappberg hinauf. Rechts in dem würfelartigen Gebäude befindet sich die Pumpstation. Foto: Fred Rautenberg

Im April vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat von Willmars den Anschluss des Ortsteils Völkershausen an die Wasserversorgung des Zweckverbands Willmarser Gruppe beschlossen. Nachdem der Trassenverlauf entschieden worden war, konnten die Erd- und Bauarbeiten in Angriff genommen werden. Sie sind inzwischen recht weit gediehen.

Nun haben sich die Verbandsräte unter dem Vorsitz von Ostheims Bürgermeister Ulrich Waldsachs getroffen, um über die Konsequenzen zu beraten und Beschlüsse zu fassen, die der Beitritt von Völkershausen mit sich bringt. Bei der Tagung waren unter anderem die Bürgermeister Thomas Fischer (Nordheim) und Reimund Voß (Willmars), Erich Hahn vom Planungsbüro IBP aus Kulmbach sowie die beiden Wasserwarte Peter Schulze und Thomas Graumann anwesend. Für das umfangreiche Zahlenwerk ist Kämmerer Marc Huter verantwortlich.

Willmars zahlt den Anschluss

Der Anschluss von Völkershausen an den Wasserzweckverband wird natürlich auch vertraglich geregelt. Demnach muss die Gemeinde Willmars komplett die Kosten für die Anschlussleitung tragen. Das betrifft drei Hauptelemente: die Verbindungsleitung von Willmars nach Völkershausen, den Hochbehälter in Völkershausen und die Pumpstation Willmars-Völkershausen. Zunächst definierten die Räte als Übergangsregelung den Umlageschlüssel für die Betriebskosten und die Investitionen neu. Denn für Völkershausen können logischerweise zurzeit noch keine festen Wasser-Abnahmemengen festgelegt werden. Die Räte fixierten die vermuteten Wassermengen und Umlagen für die Jahre 2019 bis 2024.

Zudem wird für Willmars ein in zwei Raten zu zahlendes Anschlussentgelt in Höhe von insgesamt 14 200 Euro fällig. Die Verbandsräte segneten auch den vorgelegten Vertragsentwurf über den Wasseranschluss für Völkershausen ab. Die Aufnahme Völkershausens hat zur Folge, dass die Satzung des Wasserzweckverbands an einigen Stellen geändert werden muss.

Wetterstation gewünscht

Marc Huter stellte die Haushaltsplanung für 2019 vor und begründete notwendige Maßnahmen. Unter anderem wurde die Anschaffung einer von den Wasserwarten gewünschten Wetterstation diskutiert. Der Verwaltungshaushalt schließt demnach mit 593 000 Euro, der Vermögenshaushalt mit 427 000 Euro. Des Weiteren wurde gesondert das Investitionsprogramm für 2018 bis 2022 als Teil der Haushaltssatzung beraten und beschlossen. Ein weiterer, kostenträchtiger Plan für das Haushaltsjahr 2019 war der Stellenplan. Dieser sieht beschlussmäßig drei Arbeitsplätze vor.

Diplom-Ingenieur Erich Hahn zeigte anschließend Bilder vom Stand der Baumaßnahmen an der Wasserleitung von Willmars nach Völkershausen. Er prognostizierte, dass die Arbeiten im Frühjahr 2019 abgeschlossen werden. Beim letzten Tagesordnungspunkt kam das Absinken des Grundwassers und damit auch die Versorgungsgewährleistung zur Sprache. Bis zu zwei Meter sei das Grundwasser nach der Trockenheit des Sommers abgesunken. Die Versorgung sei aber gesichert, da das Wasser Tiefenbohrungen entnommen werde, teilten die Wasserwarte Peter Schulze und Thomas Graumann mit.

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