BAD KÖNIGSHOFEN

Wo Kinder zwischen Tieren leben

Auch Tiere brauchen Hilfe: Ansprechpartnerin des Lifupa-School-Projekts, das der Verein Kids for Kids in Africa Bad Königshofen im National Parkvon Malawi unterstützt, ist Remke Lasance aus Holland. Die Kinderpsychologin kann auch mit Tieren umgehen. Foto: Kids for Kids

Stellvertretende Vorsitzende Katrin Kramer, die demnächst Ende März bzw. im April für einen Monat nach Malawi fliegt, erläuterte die neuen Ziele des Vereins „Kids for Kids in Africa Bad Königshofen“ bei der Hauptversammlung. An erster Stelle steht demnach die Fortführung des Schulförderprogramms durch weiterführende Colleges mit englischen Partnerschulen. Man überlegt einem Schüler, als eine Art Stipendium, unter die Arme zu greifen. Es geht darum den Kindern Zukunftschancen in der Arbeitswelt zu eröffnen, denn die Arbeitslosenquote ist sehr hoch. Fachkräfte werden auf dem Markt aber benötigt, eine gute Schulbildung ist unerlässlich.

Ansprechpartnerin des Lifupa-School-Projekts im Kasungu National Park in Malawi ist Remke Lasance. Sie kommt aus Holland, arbeitet als Kinderpsychologin und will sich als Managerin der Schule engagieren. Ab Sommer diesen Jahres, wird sie für sieben Jahre dort eine Zuhause finden. Allerdings gibt es für die schulischen Rahmenbedingungen im National Park noch viel zu tun. Eggerath: „Die Regierung hat kein Geld und deshalb kann sich die Schule kaum Unterrichtsmaterialien kaufen“.

Eine Toilette für 120 Kinder

120 Schüler müssen sich eine Toilette teilen, nur drei Lehrer stehen für sieben Klassen zur Verfügung und 17-Jährige beherrschen das ABC nicht richtig. „Dazu kommt noch, dass die Kinder nicht jeden Tag einen Lehrer vor sich stehen haben, der ihnen etwas beibringt – immer wieder sind sie beschäftigungslos und allein gelassen“. Eggerath weiter: „Das kleine Dorf, in dem sich die Schule befindet, ist 65 Kilometer entfernt von der nächsten Stadt. Kinder und deren Eltern können nicht hinkommen, um Spielsachen und Kleidung zu kaufen. Der Weg sei nicht nur weit, sondern auch gefährlich wegen der Tiere im Park. Daher wäre es toll, wenn wir einen Spielplatz bauen könnten mit einem Zaun drumherum, auf dem Kinder sicher spielen können.“

Wichtig sei, dass diese Kinder über Naturschutz und Wildtiere aufgeklärt werden, denn sie leben praktisch zwischen den Tieren. Ihnen werde auch nichts beigebracht über verbotene Wilderei. Der Wildtierpark, in dem auch Nina Eggerath für ein halbes Jahr wohnte, wird auf eine neue Basis gestellt. Kinderpsychologin Remke Lasance möchte im Wohnfeld des Nationalparks ein schulisches Programm starten, das Kindern die Problematik zwischen Umgang mit Wildtieren und deren Schutz näherbringt.

Bei „Kids for Kids in Africa“ geht es jetzt vor allem auch darum zusätzliche Unterstützer zu gewinnen, darunter den Lionsclub. Ziel ist auch ein schnellerer Informationsfluss unter den Mitgliedern. Daher werden nun vierteljährlich Newsletter verschickt. „Ich habe oft keine Zeit, mich auch noch darum zu kümmern“, klagte Vorsitzende Nina Eggerath und schlug bei der Versammlung die Einführung eines Amtes für Öffentlichkeitsarbeit in der Vorstandschaft vor. Der Posten soll möglichst rasch besetzt werden. Vorgeschlagen wurde aus der Versammlung Jens Eggerath in Berlin, ein Bad Königshöfer.

Vorsitzende zieht nach Hamburg

Nina Eggerath wies weiter darauf hin, dass immer wieder Sachspenden eintreffen, die jedoch nicht alle nach Afrika weitergeleitet werden können. Solche Dinge werden auf Flohmärkten angeboten, der Erlös auf das Spendenkonto überwiesen.

Zu ihrer Person erklärte Vorsitzende Nina Eggerath, dass sie im Juli im Juli ihr zweites Kind erwartet und aus beruflichen Gründen ihres Mannes im Mai in die Nähe von Hambutg zieht, Der Sitz des Vereins bleibe aber in Bad Königshofen.

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