FLADUNGEN

Wo der Landkreis finanziell beteiligt ist

Im Juli dieses Jahres hatte der Kreistag für den verstorbenen Pfarrer Karlheinz Mergenthaler Pfarrvikar Gerhard Pfenning aus der Pfarrei Hollstadt zum neuen Mitglied des Ausschusses für Jungendhilfe und soziale Angelegenheiten bestimmt. Der konnte das Amt allerdings nicht antreten. Deshalb musste das Gremium nun erneut über einen Vertreter der katholischen Kirche für den Jungendhilfeausschuss abstimmen. Die Stelle in dem Gremium übernimmt jetzt der neue Dekanatsjugendseelsorger Johannes Krebs.

Eine Änderung wird es auch im Kreistag selbst geben. Wie berichtet will Sabine Stührmann von der SPD zum Jahresende ihr Kreistagsmandat aus persönlichen Gründen aufgeben. Seit 16 Jahren war sie in dem Gremium. Dieses nahm nun offiziell Stührmanns Rücktritt an. Wie Landrat Thomas Habermann erklärte, ist Ewald Simon der Nachrücker auf der SPD-Liste. Er sei schon informiert, allerdings laufe die Frist noch, bis zu der Simon ablehnen könne. In dem Fall wäre Lara Albert die nächste auf der Nachrückerliste.

3,9 Millionen an der Kreisklinik

Bis Ende 2017 war der Landkreis Rhön-Grabfeld noch alleiniger Besitzer von drei Unternehmen. Das ist zum Einen das Kommunalunternehmen des Kreises mit einer Einlage von einer Million Euro. Außerdem, so Kämmerer Winfried Miller in seinem Bericht zu Firmen-Beteiligungen im Kreistag, hielt der Kreis eine 100-Prozent-Beteiligung an der MVZ Kreisklinik gGmbH in Höhe von 25 000 Euro und an der Kreisklinik selbst von 3,9 Millionen Euro. Die Kreisklinik ist inzwischen an die Rhön-Klinikum AG verkauft.

Ende 2017 standen insgesamt 26 Firmenbeteiligungen in den Büchern von Miller. An einigen Firmen ist der Landkreis allerdings nur unmittelbar beteiligt, und zwar deswegen, weil Unternehmen, an denen der Kreis direkt beteiligt ist, wiederum an anderen Unternehmen Beteiligungen halten. Mit größeren Beträgen ist der Landkreis unter anderem am Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (1 022 584 Euro, 6,25 Prozent), der Bayerischen Rhöngas GmbH (660 000 Euro, 11 Prozent), der Biomasse-Wärmeversorgung Bad Neustadt (297 000 Euro, 16,5 Prozent), der Biomasse-Wärmeversorgung Bad Königshofen (275 000 Euro, 25 Prozent) und dem Überlandwerk Rhön (170 380 Euro, 3,82 Prozent) beteiligt.

Positive Entwicklung

Zum Abschluss der Kreistagssitzung bedankte sich stellvertretender Landrat Josef Demar bei Landrat Thomas Habermann für dessen Einsatz für den Landkreis in diesem Jahr. 2018 habe sich Rhön-Grabfeld sehr positiv entwickelt. Demar erinnerte unter anderem an den weiteren Breitbandausbau, die Verbesserung des Bildungsangebots zum Beispiel mit dem neuen Gesundheitszug an der FOS, den Ausbau der Straßen oder den geplanten Umzug von Stellen der Finanzverwaltung nach Bad Königshofen. „Uns geht es wirtschaftlich so gut wie nie zuvor“, sagte Demar und verwies auf die niedrige Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent im Landkreis.

Habermann bedankte sich, bestätigte die positive Entwicklung des Landkreises und stellte fest, dass die Investitionen großer Unternehmen im Landkreis atemberaubend seien. „Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns“, sagt Habermann, verbunden mit dem Dank an all jene, die dazu beigetragen und ihn unterstützt haben.

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