Wülfershausen

Wülfershausen: Einstieg in die Städtebauförderung

Mehrere hundert Jahre Wirtshaustradition: Der Brückenschänke in Wülfershausen täte eine Sanierung gut. Foto: Alfred Kordwig

Der Gemeinderat von Wülfershausen ist nicht gerade dafür bekannt, dass man dort Tagesordnungspunkte einfach so durchwinkt. In der Sitzung vom Mittwoch allerdings kam kaum Lust zur Diskussion auf. Auch nicht, als Bürgermeister Wolfgang Seifert den Antrag zur Aufnahme in die Städtebauförderung vorlegte, der mit der Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts  verbunden ist. Für die Haushalte 2020 und 21 müssen insgesamt 100 000 Euro Planungskosten eingestellt werden, wobei Seifert deutlich machte, dass mit Zuschüssen in Höhe von 50 bis 70 Prozent gerechnet werden könne.

 "Welches Ziel erwarten wir uns", wollte Gemeinderätin Ruth Markert wissen. Seifert zählte eine Reihe möglicher Maßnahmen auf, wie die Sanierung der Brückenschänke oder der Mauer am Kirchberg. Der Antrag auf Aufnahme wurde schließlich einstimmig gestellt.  

Bauplätze in Eichenhausen

Ob es tatsächlich 28 Bauplätze werden, die im Ortsteil Eichenhausen im Gebiet Am Mühlhauck II ausgewiesen werden dürfen, ist noch dahingestellt. Der Gemeinderat jedenfalls bleibt bei seinem Antrag,auch nach Abwägung der Bedenken einiger der so genannten  Träger öffentlicher Belange.  Massive Einwände brachte etwa der Bayerische Bauernverband ein, der unter anderem die Einbeziehung von Streuobstflächen kritisiert. Es sei gegen jede Realität, dass ein Ort, der rund 300 Einwohner zähle 28 neue Häuer brauche, um bauwillige junge Familien in Eichenhausen zu halten. Eher vermutet der Verband, dass hier massiv Neubürger angelockt werden sollen.  

Im weiteren Verlauf gab es noch einen Bauantrag der Firma Englert, die Lagerflächen mit Schüttgutboxen, Stellplätze und eine Werbeanlage auf dem erweiterten Betriebsgelände errichten will. Dagegen erhoben sich im Gremium ebenso keine Einwände wie zum Bauantrag eines Wülfershäusers, der auf Grundstücken an der Hauptstraße eine landwirtschaftliche Mehrzweckhalle errichten will.    

Am Ende der  öffentlichen Sitzung informierte Bürgermeister Seifert noch über die Sitzung der Arbeitsgemeinschaft zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung im Grabfeld. Außerdem sicherte er zu, dass die Gemeinde wieder die Kosten für die Martinswecken beim Martinszug übernimmt, der im übrigen vom 11. auf Sonntag, 10. November, vorverlegt wird.  

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