Wülfershausen

Wülfershausen: Kälber erwartet eine Entschuldigung vom Bürgermeister

Geht es jetzt noch vor Gericht? Während für Bürgermeister Wolfgang Seifert die Sache erledigt ist, erwägt der geschasste Gemeindeförster Marcel Kälber rechtliche Schritte. Foto: Silas Stein

Marcel Kälber ist maßlos enttäuscht von der Entscheidung der Kommunalaufsicht des Landratsamtes. Vor allem ist für den ehemaligen Gemeindeförster nicht nachvollziehbar, dass die Behörde seine Vorwürfe der "Nötigung" und des "Hausfriedensbruches" gegenüber Bürgermeister Wolfgang Seifert nicht bewertet, sondern nur lapidar erklärt hat, es handele sich hier um Straftatbestände. Ermittlungen in diesem Bereich würden aber nicht zum Zuständigkeitsbereich der Rechts- und Kommunalaufsicht zählen. Hier hätte Kälber zumindest eine Stellungnahme  erwartet.

Jetzt überlegt der Forstingenieur, der über zehn Jahre den Gemeindewald von Wülfershausen betreut hatte, rechtliche Schritte gegenüber Seifert wegen "Rufschädigung" und "Nötigung" einzuleiten. Als Nötigung sehen es Kälber und sein Anwalt an, dass Seifert ihm an Silvester 2018 mitgeteilt hat, dass er "auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Scheinfurt" im Strafverfahren für den 3. Januar 2019 ein Personalgespräch im Bürgermeisterdienstzimmer in der Gemeindekanzlei anordne. Zu keinem Zeitpunkt sei dies von der Staatsanwaltschaft verlangt worden, betont Kälber. Das hätten Recherchen seines Anwalts eindeutig ergeben. Außerdem kritisiert er, dass sich Listen von Brennholzverkäufen in den Akten der Staatsanwaltschaft finden, die ihm unterstellt, die aber von den beiden für den Brennholzverkauf zuständigen Gemeinderäten stammen würden.    

Geschasster Gemeindeförster will öffentlich rehabilitiert werden

Kälber erwartet von Seifert nicht mehr und nicht weniger als eine öffentliche Rehabilitierung, nachdem das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde und eine Entschuldigung. Enttäuscht zeigt er sich auch vom Verhalten des Gemeinderats, der trotz zweifacher Bitten seinerseits noch keine Stellung zu dem ganzen Thema genommen habe. Nicht einmal Verbindung habe man mit ihm aufgenommen.     

Peter Schön, der Vorgänger des jetzigen Amtsinhabers, hat seine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Seifert zurückgezogen, nachdem er Kenntnis von der Antwort des Landratsamtes zu Kälbers Beschwerde erhalten hatte. Das hindert ihn jedoch nicht, auch weiterhin zu behaupten, das Kälber regelrecht gemobbt worden sei.      

Und was sagt Bürgermeister Wolfgang Seifert zu dem allen: Maßgebend ist die Bewertung des Landratsamtes. "Für mich ist die Sache erledigt."

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