Wülfershausen

Wülfershausen blickt zuversichtlich ins neue Jahrzehnt

Die Ehrennadel der Gemeinde Wülfershausen erhielten Josef Leber, Isolde Sterzinger und Wolfgang Rudolph, ihnen gratulierten Bürgermeister Wolfgang Seifert (links) und Landtagsabgeordneter Gerald Pittner. Foto: Regina Vossenkaul

Als Zukunftsgemeinde bezeichnet sich Wülfershausen, ihre Vorzüge als Wohnort und als Wirtschaftsstandort betonte Bürgermeister Wolfgang Seifert in seiner Ansprache während des Neujahrsempfangs am Freitagabend im Sportheim. Die musikalische Begleitung lag in den Händen der Wülfershäuser Musikanten unter der Leitung von Andreas Friedrich.

Seifert blickte auf Erfolge und Sorgen im vergangenen Jahr zurück und blickt zuversichtlich ins neue Jahrzehnt. Das sei zunächst geprägt von den bevorstehenden Kommunalwahlen, aber auch die EU-Politik, die Bundes- und Landespolitik seien entscheidend für die Gemeinden. Wird der eingeschlagene Kurs, die Kommunen finanziell zu entlasten weiterverfolgt? Das sei von ausschlaggebender Bedeutung hinsichtlich der Selbstverwaltung und Handlungsfreiheit.

"Unsere Gemeinde Wülfershausen steht gut da", sagte Seifert. Gesunde Finanzen mit wenig Schulden, geringe Arbeitslosigkeit, laufende Zukunftsprojekte wie Generalsanierung der Schule, Anbau der Kinderkrippe und Neubau des Horts, Fertigstellung des Breitbandausbaus, Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen – für alles konnten Fördergelder sichergestellt werden. Für Bauwillige und Firmen, die sich niederlassen wollen, stehen Grundstücke zur Verfügung. Den ortsansässigen Betrieben und der Landwirtschaft sagte Seifert die Unterstützung des Gemeinderats zu.

Umgehung eine einmalige historische Chance

Zum Thema Ortsumgehung Saal teilte Seifert mit, dass die Gemeinde den Plänen nur dann zustimmen werde, wenn die Belange Wülfershausens berücksichtigt werden. "Wir haben jetzt die einmalige historische Chance unser Verkehrsproblem an der B 279 zu lösen", sagte Seifert. Ansonsten sei dieses Zeitfenster jahrzehntelang geschlossen. Bei allen, die sich in der Gemeinde engagieren, bedankte sich der Bürgermeister und hoffte auf weitere gute Zusammenarbeit.

Stellvertretender Landrat Josef Demar sprach allen Verantwortlichen, den Gewerbetreibenden und engagierten Bürgern seinen Respekt aus. In der Vorzeigegemeinde mit einer der geringsten Pro-Kopf-Verschuldung im Landkreis (163 Euro) könnte fast jeder seine Geldbörse öffnen und den Betrag bezahlen. Neben den wirtschaftlichen Fortschritten hob Demar als positiv hervor, dass sich die Gemeinde der Grabfeld-Allianz angeschlossen hat und die laufenden Projekte unterstützt.

Der Landkreis als Top-Ausfsteiger

Er wies auf die positive Entwicklung des Landkreises hin, auf die Stabilisierungshilfen und Fördermittel, die in den Landkreis fließen, die Arbeitslosenquote in Höhe von 2,3 Prozent und den Platz drei auf der Liste der Top-Aufsteiger im Prognos-Zukunftsatlas. Im Landkreis-Ranking liegt Rhön-Grabfeld auf Platz 115 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten. Alle Projekte und Maßnahmen werden über die Kreisumlage von den Bürgern mitfinanziert.

Nicht jedes Problem ist gleich eine Katastrophe

Der Landtagsabgeordnete Gerald Pittner (Freie Wähler) schloss sich den guten Wünschen fürs neue Jahr an und sprach sich gegen das allgemeine Jammern im vergangenen Jahr aus, obwohl es den meisten Menschen nicht wirklich schlechter ging. Mit Blick auf den Klimawandel werde es Veränderungen geben müssen. "Die Autos werden vielleicht kleiner und man muss auf das eine oder andere Schäufele verzichten", so Pittner.

Man sollte sich Ziele stecken und nicht nur jammern, nicht jedes Problem sei gleich eine Katastrophe. Als Mitglied im Haushaltsausschuss bestätigte er, dass Bayern finanziell gut dasteht. Man komme weiter, wenn man quer durch die demokratischen Parteien zusammenhalte. Er bedankte sich besonders bei allen Menschen, die Ehrenämter übernehmen und rief dazu auf, am 15. März vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Gottes Segen für das neue Jahr wünschte Pater Silvester allen Bürgern und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen kirchlicher und politischer Gemeinde.

Ehrungen für verdiente Mitbürger

Die Ehrennadel der Gemeinde Wülfershausen erhielten in dankbarer Würdigung ihrer hervorragenden Verdienste um das Gemeinwesen Isolde Sterzinger, Gründerin der "Montagfrauen", jahrelanges Mitglied im Pfarrgemeinderat, der Kirchenverwaltung und im Gemeinderat, Josef Leber, unter anderem jahrlanges Mitglied im Pfarrgemeinderat, Wortgottesdienstleiter, Gemeinderat und Bildstockpfleger, sowie Wolfgang Rudolph, der den Sportverein Eichenhausen als Vorsitzender zukunftsfähig gemacht hat und viele neue Mitglieder gewinnen konnte.  

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