GROßEIBSTADT

Zur Stelle, wenn andere in Not sind

Kommandant Michael Hesselbach freute sich über zahlreiche Gäste bei der Segnung des neuen Feuerwehrautos und dankte der Gemeinde für den Mut, den sie bewiesen habe. Foto: Hanns Friedrich

Als ein besonderes Erlebnis hat Michael Hesselbach, Kommandant der Feuerwehr Großeibstadt, am Sonntag die Segnung des neuen Feuerwehrautos und des erweiterten Gerätehauses bezeichnet. „Das ist Gänsehautfeeling für einen Kommandanten und eine Mannschaft.“

Nach dem Gottesdienst mit Pfarrer Benjamin Pereira in der Ortskirche und einem kleinen Kirchenzug zum Festzelt sagte Diakon Konrad Hutzler, dass es gut und wichtig sei, das neue Fahrzeug unter den Segen Gottes zu stellen. Die Feuerwehr sei ein besonderes Beispiel für ein auf Gott ausgerichtetes Leben. „Sie sind für den Nächsten da, wenn dieser in Not ist und Hilfe benötigt.“ Dazu gehöre natürlich die entsprechende Ausrüstung, eben ein Feuerwehrauto. „Segen ist die Geduld, die anderen auch die Vorfahrt lässt“, sagte der Diakon.

Langer Weg

Kommandant Michael Hesselbach stellte den Dank an die Gemeinde Großeibstadt in den Vordergrund. Für eine kleine Gemeinde sei ein neues Feuerwehrauto und ein saniertes und erweitertes Gerätehaus nicht selbstverständlich. Dank galt Bürgermeister Emil Sebald mit seinem Gemeinderat für den Mut, den sie gezeigt haben. „Die Saat, die vor 18 Jahren gelegt wurde, ist nun aufgegangen“, sagte der Kommandant.

Bürgermeister Emil Sebald ließ noch einmal die lange Wegstrecke Revue passieren, die notwendig wurde, bis man endlich eine Lösung gefunden hatte (wir berichteten). Man habe große Maßnahmen für die Zukunft des Dorfes und der Bevölkerung auf den Weg gebracht. „Es war ein langer Weg mit einigen Stolpersteinen!“ 1976 sei es gewesen, dass das Gemeindehaus gebaut und dort ein Stellplatz für die Feuerwehr eingerichtet wurde. Schon zehn Jahre später seien erste Überlegungen von Rudolf Neugebauer für ein Feuerwehrfahrzeug angestellt worden. 1988 wurde ein Mannschaftstransportwagen und der notwendige Atemschutz angeschafft. Schließlich einigte man sich darauf, ein LF 8 zu kaufen. Die Feuerwehr bekam den Auftrag, sich entsprechend umzusehen „und kam mit einem LF-16 nach Hause“. 2015 kamen dann die ersten Überlegungen für eine neues Feuerwehrfahrzeug und ein Feuerwehrhaus. Bürgermeister Emil Sebald dankte der Familie Rauh, die es möglich machte, dass eine Erweiterung und damit ein zweiter Stellplatz für die Feuerwehr gebaut werden konnte.

Wichtig für die Sicherheit

Das neue Fahrzeug sei wichtig und notwendig und diene der Sicherheit der Bevölkerung. Dank sagte der Bürgermeister für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute von Großeibstadt bei den Umbauarbeiten am Gerätehaus und beim Neubau. Die Grüße von Kreisbrandrat Stefan Schmöger überbrachte dessen Stellvertreter Kreisbrandinspektor Michael Omert. Sein Dank galt der Gemeinde für die Investition, aber auch den Feuerwehrkameraden von Großeibstadt. „Ihr seid zur Stelle, wenn andere Menschen in Not geraten sind und Hilfe benötigen.“ Feuerwehrauto und Gerätehaus alleine würden nichts nützen, wenn nicht Menschen da sind, die sie mit Leben erfüllen.

Stellvertretender Landrat Josef Demar überbrachte die Grüße von Landrat Thomas Habermann. Er erinnerte an 140 Jahren Feuerwehr in Großeibstadt. Das bedeute 140 Jahre ehrenamtlichen Einsatz. Gerade in der heutigen Zeit, in der das freiwillige Engagement immer mehr zurückgeht, sei die Feuerwehr ein leuchtendes Beispiel. Das Motto „Einer für alle, alle für einen“ nehme die Feuerwehr wörtlich und haben damit eine Vorbildfunktion. Herausgestellt hat Josef Demar aber auch den Mut der Gemeinde Großeibstadt, die die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellte. Es sei wichtig, so der stellvertretende Landrat, dass jeder Ort noch seine eigenen Feuerwehr besitzt und hier Verantwortung und Engagement für den Mitbürger zeigt.

Bunter Festtag

Kommandant Michael Hesselbach dankte abschließend Gabi Neugebauer und Barbara Lurz, die das Feuerwehrauto für die Segnung mit Blumen geschmückt hatten. Dank galt den „Haubachrebellen“, die die musikalische Begleitung beim Kirchenzug und beim Frühschoppen übernommen hatten. Am Nachmittag gab es einen großen Festzug durch das Dorf, außerdem stellten sich weitere Hilfsorganisationen wie die Integrierte Leitstelle Schweinfurt, das Rote Kreuz, die Hundestaffel aus Hofheim und das THW Mellrichstadt vor.

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