Stockheim

Aktion Probierbäumchen: die Heimat genießen

Die Streutalallianz lädt dazu ein, Äpfel, Birnen und Kirschen von gekennzeichneten Bäumchen zu naschen. Es gilt, die Wertigkeit des regionalen Obstes wieder zu entdecken.
Das Probierbäumchen, eine Aktion der Streutalallianz, steht für die Einladung an Wanderer, Radfahrer und Gäste, vom heimischen Obst zu naschen. Mit der Banderole „Probierbaum – Bedienen Sie sich…“ an einem Kirschbaum am Langen Weg bei Stockheim haben (von links) Allianzvorsitzender Martin Link, Allianzmanagerin Gertraud Kokula und Gemeindearbeiter Michael Ludwig die Aktion freigegeben.
Das Probierbäumchen, eine Aktion der Streutalallianz, steht für die Einladung an Wanderer, Radfahrer und Gäste, vom heimischen Obst zu naschen. Mit der Banderole „Probierbaum – Bedienen Sie sich…“ an einem Kirschbaum am Langen Weg bei Stockheim haben (von links) Allianzvorsitzender Martin Link, Allianzmanagerin Gertraud Kokula und Gemeindearbeiter Michael Ludwig die Aktion freigegeben. Foto: Georg Stock

Alles ist eigentlich wie immer am Rhön-Rundweg 2, der in Stockheims Flur besser als „Langer Weg“ bekannt ist. Obstbäume stehen dort – in Reih und Glied wechseln sich Kirschbaum, Zwetschgenbaum oder auch Apfel- und Birnbäume ab. Und doch ist eine Kleinigkeit anders, nämlich eine besondere Kennzeichnung, die bei manchen Bäumen seit wenigen Tagen um den Stamm gewickelt ist. Stellvertretend für rund 500 solch auffälliger Kennzeichnungen im Gebiet der Streutalallianz haben Bürgermeister Martin Link als Vorsitzender der Streutalallianz und Allianzmanagerin Gertraud Kokula zusammen mit Gemeindearbeiter Michael Ludwig diese Woche die Aktion „Probierbäumchen – die Heimat genießen“ freigegeben.

Wer kennt das nicht? Während einer Fahrradtour, einer Wanderung oder bei einem Spaziergang durch das idyllische Streutal entdeckt man am Wegesrand leckeres Obst, und schon läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Doch darf man sich der Früchte einfach bedienen? Denn Mundraub möchte man ja nicht begehen.

Naschkatzen dürfen sich gerne bedienen

Um die Unsicherheit zu nehmen und die frischen Früchte nicht verderben zu lassen, beschildert die Streutalallianz nun sogenannte Probierbäumchen. Mit Hilfe von Banderolen im gesamten Allianzgebiet von Bastheim bis nach Willmars, die an Obstbäumen oder –sträuchern befestigt sind, werden Naschkatzen gezeigt, wo sie sich ohne Probleme bedienen dürfen. „Hier ist kein Nachfragen mehr nötig, man kann problemlos genießen“, lädt Kokula ein. Wer mehr will, zum Beispiel die Früchte zu ernten, der sollte sich mit dem jeweiligen Bürgermeister absprechen, rät Bürgermeister Link.

Die Banderolen in roter Farbe sind in der freien Natur gut erkennbar und haben den Aufdruck „Probierbaum – Bedienen Sie sich …“ Weiterführende Informationen über die Streutalallianz können direkt vor Ort über den QR-Code auf der Banderole abgerufen werden. Auch die E-Mail-Adresse des Allianzmanagements ist darauf notiert. Das Projekt Probierbäumchen wird vom Amt für Ländliche Entwicklung mitfinanziert.

Den heimischen Artenreichtum wieder schätzen lernen

Neben dem kulinarischen Aspekt der Aktion spielt auch der heimische Artenreichtum nach den Worten der Allianzmanagerin eine wichtige Rolle. Obwohl die Probierbäumchen schon seit Jahren, zum Teil schon seit Jahrzehnten in der heimischen Flur stehen, werden ihre biologische Vielfalt und ihr kultureller Hintergrund kaum wahrgenommen. „Nur wer sich der eigenen Schätze bewusst ist, kann sie auch bewahren“, erklären Link und Kokula übereinstimmend.

Diese kommen nicht nur den Menschen zugute, sondern auch Insekten und anderen Lebewesen. Nur Obstbäume, die regelmäßig genutzt werden, werden nicht vernachlässigt. Insekten wird somit ein vielfältiges Nahrungsangebot geschaffen, für Vögel entstehen ausreichend Brut- und Nistplätze, und weitere pflanzliche Symbiosen können gefördert werden.

Kulinarische Entdeckungsreise durchs Streutal

Mit den Probierbäumchen unterstützt die Streutalallianz deshalb mehrere Aspekte ihres Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts, kurz ILEK: Einheimischen und Gästen wird die regionale Vielfalt schmackhaft bewusst und trägt gleichzeitig zum Umwelt- und Naturschutz bei, der von den Jugendlichen in der Region in der Schülerbefragung 2019 gewünscht wurde.

Es lohnt sich also, auf kulinarische Entdeckungsreise durch das Streutal zu gehen. Wer mehr über die Sorten und ihre Nutzung lernen möchte, dem sei der Streuobstlehrpfad in der Allianzgemeinde Hausen ans Herz gelegt.

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