Wollbach

Alter Brunnen am Wollbacher Dorfplatz wird nicht in Betrieb genommen

Nichts wird es mit einer Freilegung des alten Brunnens unterhalb der „Brüstung“. Der Gemeinderat sprach sich  mehrheitlich gegen einen Ausbau im Zuge der Dorfplatzgestaltung aus.
Foto: Klaus-Dieter Hahn | Nichts wird es mit einer Freilegung des alten Brunnens unterhalb der „Brüstung“. Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich gegen einen Ausbau im Zuge der Dorfplatzgestaltung aus.

Muskelarbeit war - zumindest von einigen Ratsmitgliedern -  zu Beginn einer Zusammenkunft des Gemeinderates gefordert. Bürgermeister Thomas Bruckmüller hatte zu einer Ortsbegehung geladen, in deren Verlauf auch über die Ausführung der Absturzsicherungen am neu gestalteten Dorfplatz zu entscheiden war. Das Ortsoberhaupt und der beauftragte Architekt Achim Wüst hatten drei verschiedene Muster für die notwendigen Geländer mitgebracht, die von den Ratsmitgliedern geschultert und zu den verschiedenen Anbringungsorten geschleppt wurden.

Unter Einbeziehung von ästhetischen, sicherheitstechnischen und vielen weitern Aspekten schloss man sich schließlich, was den Bereich rund um die Kirche angeht, dem Vorschlag des Ortsoberhauptes an und sprach sich für das Modell mit einem Querholm aus. Einsparungen soll es nach Ansicht von Ratsmitglied Bernhard Kraus dort geben, wo Bepflanzungen dafür sorgen, dass eine Absturzgefahr nicht besteht. Das Geländer vor dem Anwesen Reichert soll dagegen senkrechte Sprossen mit einem Querholm im oberen Drittel erhalten, da dort eine hohe Absturzhöhe abzusichern ist.

Brunnen wird nicht reaktiviert

Beim Ortstermin des Gemeinderates am Dorfplatz war auch noch eine weitere Entscheidung zu treffen. Soll der alte Brunnen am Ende der Joachim-Baumeister-Straße unterhalb der "Brüstung" in irgendeiner Form reaktiviert werden, wie es sich besonders Gemeinderätin Cornelia Müller wünschte? Sei es als Schöpfbrunnen mit einer Schwengelpumpe oder als Laufbrunnen vor der Steinfigur des Kirchenpatrons Sankt Bonifatius oben auf der Brüstung.

Da der Brunnen nach Feststellungen von Bürgermeister Bruckmüller und Architekt Wüst sowie Wasserwart Jürgen Werner keinen natürlichen, dauerhaften Zulauf hat, sondern womöglich nur Oberflächenwasser fasst und daher in den Sommermonaten versiegt, verzichtete man mehrheitlich auf eine Freilegung und Wiederinbetriebnahme. Dennoch wird man den Standort sichern und ihn nicht überbauen. Nach Ansicht von Architekt Achim Wüst und auch der Mehrzahl der Ratsmitglieder würde ein Becken, gespeist aus dem Brunnen unterhalb der Brüstung, neben dem Bonifatius-Denkmal, den Bereich eher stören, denn aufwerten. Demgegenüber sähe Cornelia Müller das Ganze eher als Bereicherung für den Dorfplatz. Sie plädierte eindringlich für den Erhalt und Wiederaufbau des Brunnens im Ortszentrum in irgendeiner Form. Letztlich sprach sich aber das Ratsgremium mehrheitlich dagegen aus.

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