Sulzfeld

Aubstadt: Ein Waldstück, 180 Eigentümer

Die Waldstücke innerhalb der Körperschaften haben oft viele und unbekannte Eigentümer. Die rechtliche Situation muss geklärt werden, die Grabfeld-Allianz unterstützt dies mit einem Brief an Staatsministerin Michaela Kaniber.
Foto: Regina Vossenkaul | Die Waldstücke innerhalb der Körperschaften haben oft viele und unbekannte Eigentümer. Die rechtliche Situation muss geklärt werden, die Grabfeld-Allianz unterstützt dies mit einem Brief an Staatsministerin Michaela ...

Nach einer kurzen Begrüßung von Lenkungsgruppensprecher Jürgen Heusinger hatte der ehemalige Bürgermeister von Aubstadt, Wolfgang Abschütz, das Wort. Er berichtete von einer Neuregelung für altrechtliche Waldkörperschaften in Aubstadt. Aktueller Anlass war ein Brief der NES-Allianz, der von den Bürgermeistern der Grabfeld-Allianz übernommen und ebenfalls nach München geschickt wird.

Bereits 2018 hatte die Forstwirtschaftliche Vereinigung eine Petition an das Forstministerium geschickt und auf jahrelange ähnliche Bemühungen, die rechtliche Situation zu klären, hingewiesen. Getan hat sich bisher nichts. Es geht zum Beispiel um die Klärung von Haftungsfragen, Schädlingsbekämpfung, Aufforstung und Geldgeschäfte - wie soll man verfahren, wenn die Eigentümer nicht bekannt oder weit verstreut sind? In ihren Briefen unterstützen die Allianzen den neuerlichen Vorstoß und weisen auf Lösungen in anderen Bundesländern hin.  

Ein Waldstück mit 180 Miteigentümern

Wie Abschütz berichtete, gab es drei Waldkörperschaften in Aubstadt als lose Zusammenschlüsse privater Waldbesitzer. Es gab keine Vorstandschaft, keinen Sprecher, oftmals keinen Ansprechpartner. 1987 gründete man eine GbR, in der alle Eigentümer mit ihren Anteilen verzeichnet werden sollten. Das musste notariell beurkundet werden. Viele Jahre hat es gedauert, alle Eigentümer zu ermitteln, die letzte Unterschrift wurde 2013 geleistet. Das Problem waren die Erbengemeinschaften, unbekannte Eigentümer, die damals noch in der DDR wohnten oder ausgewandert waren. Zum Beispiel gab es ein Waldstück mit 180 Miteigentümern. "Man braucht Ausdauer, Zeit und Überzeugungsarbeit, es entstehen Kosten und das Verzeichnis muss jährlich gepflegt werden", sagte Abschütz.

Edelgard Treubert, die den Vorgang als Notariatsmitarbeiterin jahrelang begleitet hat, ergänzte die Ausführungen. Die neue Rechtsform könne auch eine andere als eine GbR sein, aber alle Eigentümer müssten zustimmen, erklärte sie. Man müsse nicht auf gesetzliche Regelungen warten, man brauche in der Gemeinde drei bis vier Menschen, die bereit seien, ihre Zeit zu investieren. Ein Gesetz befreie nicht von Eigeninitiative. Man könne für einen Wald mit unbekannten Eigentümern einen Pfleger bestellen, der das Stück verwalten oder verkaufen kann, das koste jedoch meistens mehr als der Wald wert sei.

Neue Radtouren rund um Bad Königshofen geplant

Der neue Geschäftsführer der Rhön GmbH stellte sich vor und hoffte auf gute Zusammenarbeit. Er sei es gewohnt, in Netzwerken zusammenzuarbeiten, sagte Bertram Vogel. In Sachen Radwege könne er sich beispielsweise eine Unterstützung und Bewerbung vorstellen. Christof Dilzer vom Tourismusverband Haßberge stellte den Stand der Planungen bezüglich des neuen Radwegenetzes vor, leider hätten einige Abstimmungstermine wegen Corona nicht stattfinden können. Von Bad Königshofen ausgehend, soll es unterschiedliche Rundtouren geben, die neu ausgeschildert werden, sich aber auf vorhandenen Radwegen bewegen.

Neues von der Jobmeile, die nächstes Jahr im Mai erstmals draußen stattfinden soll (wir berichteten), teilte Projektleiterin Silvia Schmitt mit. Eine Broschüre soll diesmal nicht erstellt werden, falls die Jobmeile doch noch ausfallen muss. Lieber will man kurz vor dem Ereignis Karten erstellen mit den Info-Standorten der Firmen. Die Abrechnung für das Regionalbudget, das die Allianz verwaltet, wird gerade erstellt. Die Förderung für Kleinprojekte wird zu 90 Prozent bezuschusst, den zehnprozentigen Anteil tragen die jeweiligen Gemeinden. Die Fördergelder sollen noch im Dezember eintreffen.

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