Oberelsbach

Auszeichnung: In Oberelsbach sind schon die Kleinsten echte Öko-Profis

Oberelsbachs Kindergarten- und Krippenkinder sind ÖkoKids. Erneut bekam der Kindergarten die begehrte Auszeichnung. Das Bild zeigt von links Kindergartenleiterin Monika Enders, Heike Tratt, Bürgermeisterin Birgit Erb und Marisa Herbert.
Foto: Ramona Fries/Gemeindeverwaltung Oberelsbach | Oberelsbachs Kindergarten- und Krippenkinder sind ÖkoKids. Erneut bekam der Kindergarten die begehrte Auszeichnung.

Im Markt Oberelsbach sind schon die Kleinsten richtige Öko-Profis und das seit über zehn Jahren. Der Kindergarten und die Kinderkrippe des Marktes Oberelsbach erhielten im Jahr 2020 erneut die Auszeichnung "ÖkoKids".

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und der Landesbund für Vogelschutz verliehen die Auszeichnung 2020 bereits zum zehnten Mal an Kindertageseinrichtungen, die Bildungsprojekte zu den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit umgesetzt haben. Der Kindergarten des Marktes Oberelsbach ist seit der Einführung dieses Konzeptes dabei. In manchen Jahren wurden gleich zwei Projekte eingereicht, sodass für den Kindergarten und die Krippe die 12. und 13. Auszeichnung erzielt wurde.

Kindergartenkinder suchten den Kartoffelkönig

Dabei war "ÖkoKids 2020" aufgrund der Corona-Pandemie mit verschiedenen Auflagen versehen. Doch die Bildung für nachhaltige Entwicklung sei für den kommunalen Kindergarten von so großer Bedeutung, dass in Kooperation mit Bürgermeisterin Birgit Erb und dem Bauhof die Rahmenbedingungen auch unter Corona-Auflagen geschaffen werden konnten. Bürgermeisterin Birgit Erb freute sich sehr über das Engagement des Kindergartenpersonals wie auch der Eltern. "Nachhaltigkeit wird bei uns auf vielen Ebenen ganz praktisch gelebt", sagte sie.

Was wurde nun konkret gemacht? Fünf Kinder aus der Notbetreuung des kommunalen Kindergartens Oberelsbach gingen auf die Suche nach dem  Kartoffelkönig. Der Dauerkleingarten des Marktes Oberelsbach stand ihnen hierfür zur Verfügung. Bauhofmitarbeiter hatten den Kleingarten so vorbereitet,  dass die Drei- bis Sechsjährigen gemeinsam Kartoffeln stopften konnten. Mit dabei auch Markus Henneberger, staatlich geprüfter Techniker für Garten- und Landschaftsbau und Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs. Mit ihm gingen die Kinder verschiedenen Fragen nach: "Was ist eine Knolle? Was kann man denn alles aus der Kartoffel herstellen?"

Mädchen und Jungen der Krippe lernen über Hühner und Eier

In regelmäßigen Abständen besuchten die Kinder den Kleingarten, um zu sehen, was sich aus den gestopften Kartoffeln entwickelt hat. Interessante Funde wie Regenwürmer, Maikäfer oder Egerlinge konnten bestaunt werden. Die Spannung war groß, wer im Herbst die größte Kartoffel, den Kartoffelkönig, erntet. "Die Ernte der Kartoffeln war der Höhepunkt", kann sich Projektleiterin Marisa Herbert noch gut an die Begeisterung der Kinder erinnern, wenn ganze Kartoffelnester ausgehoben wurden.  "Am schönsten war es natürlich, die Kartoffeln dann auch zu verzehren", freut sich Erb für die Kinder. Es gab leckere Bratkartoffeln. Noch lagern einige Kartoffeln im Kindergarten und warten darauf, dass es Lockerungen bei den Corona-Auflagen gibt, um wieder gemeinsam kochen zu können.

Die jüngeren Kinder aus der Krippe beschäftigten sich mit dem Thema "Die Henne und das Ei – Wo kommt das Ei her? Wohl aus dem Supermarkt?" Dieses Projekt konnte im März in der Krippe begonnen werden und aufgrund der Corona-Pandemie über E-Mails weiter und zu Ende geführt werden. Dabei ging es um Fragen wie: "Was hat das Ei mit dem Huhn zu tun? Wo kommt das Ei her?  Wie sieht ein Huhn aus?"

Auszeichnung wurde digital verliehen

Dieses Projekt fand nahezu komplett in den Familien statt. Kinder, Eltern und Erzieher kamen regelmäßig über E-Mails in Kontakt, um das Projekt weiter zu führen. Eltern besuchten mit ihren Kindern Hühner im Stall und im Freigehege. Über Anleitungen wurde gebastelt, beispielsweise ein Huhn aus Pappmaché. Im Laufe des Projektes erfuhren die Kinder viel Wissenswertes und Interessantes rund um Ei und Hühner. Bei einem Experiment konnten die Eltern und Kinder erfahren, warum ein Ei im Wasser schwimmt oder untergeht. Was bedeuten die Zahlen auf dem Ei? Weitere Ideen der Kinder und Eltern wurden im Projektverlauf immer wieder mit eingebaut. Die Projektleitung oblag hier Monika Enders.

Insgesamt wurden aus ganz Bayern 149 Kindertageseinrichtungen mit ihren Projekten von "ÖkoKids" für ihr herausragendes Engagement im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber  betonte anlässlich des zehnten Jubiläums in München: "Die 'ÖkoKids' sind ein großes Erfolgsprojekt. Zehn Jahre ÖkoKids heißt zehn Jahre herausragende Umweltbildung schon für die Kleinsten. Auf spielerische Weise werden den Kindern durch die ÖkoKids-Projekte Werte vermittelt. Die Kindertageseinrichtungen leisten durch ihr besonderes Engagement Großartiges für unsere Zukunft." Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Auszeichnung "ÖkoKids" digital statt. Bürgermeisterin Erb gratulierte dem Kindergartenpersonal zu ihrem erneuten Erfolg.

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