Bad Königshofen

Bad Königshofen: Per Fernkurs zum Verkünder von Gottes Wort

Beim Gottesdienst am Rosenkranzfest verabschiedete Pfarrer Karl Feser in der Stadtpfarrkirche  (von links), Hans Hälker, Hiltrud Marquardt, Hubert Kornbrust und Michael Raab. Er überreichte eine Dankurkunde sowie die Ehrennadel der Diözese Würzburg.
Foto: Hanns Friedrich | Beim Gottesdienst am Rosenkranzfest verabschiedete Pfarrer Karl Feser in der Stadtpfarrkirche (von links), Hans Hälker, Hiltrud Marquardt, Hubert Kornbrust und Michael Raab.

49 Jahre war Hans Hälker aus Bad Königshofen sowohl als  Lektor, Kommunionhelfer und Wortgottesdienstbeauftragter in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt aktiv. 43 Jahre fungierte Michael Raab als Kommunionhelfer und Lektor, 42 Jahre waren es bei Hubert Kornbrust. Sie  waren außerdem in verschiedenen Bereichen der Pfarrei tätig, wie Pfarrer Karl Feser bei der Verabschiedung sagte. 31 Jahre übte Hiltrud Marquardt das Amt der Kommunionhelferin aus. Ihnen allen dankte der Geistliche beim Gottesdienst am Rosenkranzfest. Er überreichte Urkunden, zweimal die Ehrennadel und sagte im Namen der Diözese Würzburg den Ehrenamtlichen ein herzliches Vergelt’s Gott.

In der Urkunde von Hiltrud Marquart schreibt Bischof Franz Jung: "Sie haben eifrig, freundlich und zuverlässig einen beispielhaften Dienst geleistet". Dies galt auch für Hans Hälker, der bereits die Ehrennadel des Bistums Würzburg im vergangenen Jahr erhalten hatte und alle anderen. Die Ehrennadel überreichte Pfarrer Karl Feser an Michael Raab und Hubert Kornbrust. 

Der damalige Stadtpfarrer Paul Geis übernahm die Ausbildung

Mit den 49 Jahren im Amt des Wortgottesdienstleisters gehört Hans Hälker zu den Ersten, die nach der Liturgiereform dieses Amt übernommen hatten, damals, Ende der 1960er Jahre, unter  Dekan und Stadtpfarrer Franz Paul Geis. Er war ein Geistlicher, der die Liturgiereform zügig in Bad Königshofen umsetzen wollte. Die Ausbildung übernahm er selbst. "Wir wurden in die Theologie eingewiesen und bekamen so nach und nach alles Notwendige, um eine Wortgottesfeier zu leiten," erinnert sich Hans Hälker. Eineinhalb Jahre dauerte die Ausbildung. Es gab schriftliche Unterlagen und Informationsbriefe, in einer Art Fernkurs. 

Allerdings waren die neuen Wortgottesdienstleiter in Bad Königshofen noch nicht so oft gefragt. Der Grund: Damals waren die Kapuziner noch im Kloster in Königshofen und es gab die Elisabetha-Spitalpfarrei mit einem eigenen Geistlichen.  Hinzu kam 1964 das Kilianeum, ein Knabenseminar und Ableger des Priesterseminars Würzburg, das im heutigen Mehrgenerationenhaus St. Michael untergebracht war.

Der Kapuzinerorden vor Ort wurde in den 70er Jahren aufgelöst

Als der Kapuzinerorden hier in den 1970 Jahren aufgelöst und das Kloster dem Erdboden gleich gemacht wurde, waren Pater Armin, Pater Odilo und Pater Franz für den Dienst im damaligen Kreiskrankenhaus zuständig und im Kreishaus am Krankenhaus untergebracht. 1994 kam das Ende des Kilianeums, womit der damalige Rektor Rudolf Heller zunächst im neuen Familienbildungshaus tätig war, und nach dem Weggang von Pfarrer Otto Pfeiffroth die Pfarrei Merkershausen übernahm. Damals zog er auch ins dortige Pfarrhaus.

Hans Hälker war  in Bad Königshofen aber auch in den Gemeinden, so vorwiegend mit Rita Funk in Althausen aktiv. In Zukunft werden Gottesdienstbeauftragte sicher im kirchlichen Bereich, vor allem im Blick auf die fehlenden Priester, wichtiger. Sie übernehmen im Auftrag des Bischofs und in Kooperation mit den hauptamtlichen Seelsorgern vor Ort Verantwortung in der Liturgie der Gemeinde. Außerdem stehen sie den Wortgottesfeiern vor, wenn keine Eucharistiefeier gefeiert wird, sind aber auch gleichzeitig Kommunionhelfer.

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