Bad Neustadt

Bio-Brotbox als Vorbild für Unterfranken

Geht es nach Landrat Thomas Habermann so könnte zeitnah an den Ortstafeln im Landkreis der Zusatz zu lesen sein "Staatlich anerkannte Öko-Modellregion". Das Erfolgsmodell sei sicherlich der engagierten Projektmanagerin Maike Hamacher zu verdanken, lobte der Landkreischef. "Wir sind froh, dass wir sie haben."

Er nannte bei den Projekten als Beispiel die Bio-Küche im Rhön-Gymnasium, aber auch die Biobrotboxen, organisiert von der Öko-Modellregion. Knapp 500 Erstklässler im ganzen Landkreis bekamen auch in diesem Jahr wieder eine gelbe Bio-Brotbox und ein bioregionales Frühstück, berichtete Maike Hamacher und sprach von einer gelungenen Aktion. Zur Bio-Brotbox sagte sie, dass Rhön-Grabfeld hier das Vorbild für andere Öko-Modellregionen ist und die Idee unterfrankenweit umgesetzt werden soll.

Trotz Corona-Pandemie erhebliche Fortschritte verzeichnet

Trotz der Corona-Pandemie habe man erhebliche Fortschritte verzeichnet. Sie erwähnte die Förderung des Ökolandbaues mit dem Thema "Vom Acker bis auf den Teller". Überaus erfreulich sei, dass sowohl die Anzahl der Bio-Betriebe als auch die Öko-Fläche seit Bestehen der Öko-Modellregion 2015 fast auf das Doppelte angestiegen sei. "Mit 18 Prozent Öko-Fläche und 15 Prozent Bio-Betrieben liegt unser Landkreis damit sowohl bayern- als auch deutschlandweit über dem Durchschnitt. Rhön-Grabfeld punktet mit 181 (2015: 101) Öko-Betrieben und 10.220 (5777) Hektar Öko-Fläche. Im Vergleich: Bayernweit liegt die Öko-Fläche bei 13 Prozent und die Ökobetriebe pendeln sich bei elf Prozent ein", sagte sie.

Herausgestellt hat die Projektmanagerin die regionalen Produkte in Kitas durch biozertifizierte Verarbeiter. Bei der Gemeinschaftsverpflegung sollte der Bio-Anteil weiterhin erhöht werden. Unter anderem bauen Landwirte aus der Region Bio-Sonnenblumen für Bio-Aufstriche an. Sieben Landwirte sind beim Projekt "Bio-Heumilch Rhön-Vogelsberg" im Boot und es ist sogar eine eigene Marke angedacht.

2022 landkreisweit sieben Projekte umgesetzt

Insgesamt wurden mit dem Öko-Verfügungsrahmen 2022 landkreisweit sieben Projekte "Bio-Wertschöpfung" umgesetzt. Dazu steht eine Fördersumme von 50.000 Euro pro Jahr zur Verfügung, wobei der Anteil der Öko-Modellregion bei 5000 Euro liegt. Zu den Projekten zählen die Direktvermarktungshütte mit Automaten - Rhönbauer Schmitt, die Bio Haselnuss Großbardorf GbR, die Löwenhain GmbH, der Naturlandbetrieb Derleth, der Biohof Ritter und die Edelbrennerei Gerstner.

Zukünftig soll insbesondere die Informations- und Bewusstseinsbildung für ökologische Landwirtschaft und Bio-Lebensmittel verstärkt werden. Notwendig sei, die Stärkung des ökologischen Bewusstseins in der Bevölkerung und den politisch verantwortlichen Gremien. Einstimmig denn auch die Empfehlung im Ausschuss für Umwelt- und Naturschutzfragen an den Kreistag, einen Antrag auf Verlängerung der staatlich anerkannten "Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld" zu stellen. Die Vorbereitung und Konzepterstellung soll durch das Projektmanagement der Öko-Modellregion koordiniert werden.

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